AVG Signal-Blog Sicherheit Sicherheitstipps So vermeiden Sie Coronavirus-Malware und Fehlinformationen
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Was ist COVID-19?

Wirklich? Leben Sie hinterm Mond? Wenn Sie sich diese Frage stellen, dann wahrscheinlich ja. Und in dem Fall, lautet unser Rat an Sie, lieber Leser, dass Sie dort auch bleiben.

Dieser Artikel enthält:

    Das sich aktuell verbreitende Coronavirus wurde COVID-19 benannt und es handelt sich dabei um eine zoonotische, grippeartige Erkrankung, die für eine Epidemie globalen Ausmaßes erklärt wurde. Es handelt sich um eine sehr reale Bedrohung, die weltweit sehr ernst genommen wird. Wir sind keine Gesundheitsexperten, daher raten wir Ihnen, zur Seite der Weltgesundheitsorganisation zu wechseln, wenn Sie auf der Suche nach den neusten Informationen sind.

    Wie bereits angedeutet, hat die immer größer werdende Bedrohung, die von COVID-19 ausgeht, zur Folge, dass immer mehr Leute verzweifelt auf der Suche nach den aktuellsten Informationen über die laufenden Ereignisse sind. Das ist genau die Zeit, in der Phishing-Scams am erfolgreichsten sind. Sie profitieren nämlich von der Reaktion der Bevölkerung und derzeit reagiert jeder auf alles, was mit dem Coranavirus zu tun hat. Höchstwahrscheinlich sind auch Sie auf der Seite dieses Artikels gelandet, nachdem Sie eine E-Mail mit „Coronavirus“ im Betreff geöffnet haben. Glücklicherweise gehören wir zu den Guten – doch das kann man nicht von jedem behaupten.

    Okay, aber was muss man sich unter Coronavirus-Malware vorstellen?

    Kurz gesagt handelt es sich um eine Art der Ausnutzung der Coronavirus-Krise, indem der Bevölkerung vermeintliche Informationen oder Dienste angeboten werden, die jedoch mit Malware infiziert sind und dazu entwickelt wurden, Menschen Schaden zuzufügen oder sie zu bestehlen. Hier finden Sie einige Beispiele:

    Branchenspezifische E-Mails

    Es wurden Phishing-Scams aufgedeckt, die es auf die Fertigungsindustrie, das Transportwesen, das Hochschulwesen und das Gesundheitswesen abgezielt haben und bei denen sowohl vermeintliche COVID19-Heilmittel als auch thematische Verschwörungstheorien angeboten werden. Sobald die darin enthaltenen E-Mail-Anhänge geöffnet werden, ist die Malware in der Lage, Daten zu erfassen und verheerende Schäden anzurichten.

    Spoofing in Zusammenhang mit der Weltgesundheitsorganisation

    Erst letzte Woche wurde eine Spoofing-Kampagne gestartet, die es auf italienische E-Mail-Adressen abgezielt hat. Dies fand zur selben Zeit statt, als die italienische Regierung die Quarantänemaßnahmen im Land verschärft hat, wodurch die Kampagne aus der Angst der ausgewählten Zielgruppe Kapital schlagen konnte. Die E-Mail enthielt ein Dokument, das eine Liste von Vorkehrungen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Virus beinhalten sollte. Sobald das Dokument jedoch geöffnet wurde, war das jeweilige Gerät kompromittiert und die Malware begann mit dem Erfassen persönlicher Daten. 

    Betrügerische E-Mails an Remote-Mitarbeiter

    Hacker tun Ihr bestes um mit der weltweiten Reaktion auf die Krise Schritt zu halten und sich an jedes Szenario anzupassen. Viele Unternehmen auf der ganzen Welt haben in den vergangenen Tagen ihre Mitarbeiter dazu aufgefordert, von zu Hause aus zu arbeiten. Diese Listen sind online verfügbar, sodass jeder auf diese Info zugreifen kann. Hacker versenden E-Mails an die Mitarbeiter verschiedener Unternehmen, in der sie vorgeben, von der jeweiligen Personalabteilung zu sein. In diesen E-Mails fordern sie die Mitarbeiter dazu auf, sich bei DocuSign oder Microsoft Word anzumelden – und sobald die Mitarbeiter das tun sind die entsprechenden Anmeldedaten schon gestohlen. 

    Coronavirus-Karten

    Im Zuge der Verbreitung des Coronavirus haben verschiedene Organisationen sich aktualisierende Karten entwickelt, die es dem Besucher ermöglichen, den Verlauf der globalen Epidemie zu verfolgen. Naturgemäß wollen Hacker auch ein Stück vom Kuchen abhaben. Bei der entsprechenden Malware handelt es sich tatsächlich um eine Karte, die die Verbreitung des Coronavirus veranschaulicht, doch es handelt sich lediglich um eine Tarnung für die Angreifer, die bösartige Dateien generieren und auf Ihrem Computer installieren. Diese sind dann in der Lage die in Ihrem Browser abgelegten Daten wie z. B. Passwörter and Kreditkartendetails zu stehlen.

    Heilmittel gegen Coronavirus-Scams

    Wie kann man sich also schützen? Die Coronavirus-Epidemie entwickelt sich ständig weiter und bringt jeden Tag neue Ereignisse hervor. Die Menschen wünschen sich einen schnellen und effizienten Informationsfluss – so ist nunmal die Welt in der wir leben. Doch es gibt zahlreiche verlässliche und vertrauenswürdige Informationsquellen, die Sie primär nutzen sollten, wenn Sie auf der Suche nach Ratschlägen, Vorsichtsmaßnahmen und aktuellen Nachrichten sind. Um Ihnen die Suche zu erleichtern, haben wir hier eine kleine Liste für Sie zusammengestellt. Diese Liste umfasst die besten US-amerikanischen und britischen Informationsquellen. Wenn Sie sich jedoch in einem anderen Land aufhalten, empfiehlt es sich die Webseite der jeweiligen Landesregierung zu besuchen.

    1. Weltgesundheitsorganisation (WHO)

    2. Centers for Disease Control and Prevention (CDC)

    3. National Health Service (NHS)

    4. Außenministerium der Vereinigten Staaten

    5. Außenministerium des Vereinigten Königreichs (FCO)

    Wenn Sie sichergehen wollen, dass die Ihnen angezeigten Informationen vertrauenswürdig sind, können Sie noch mehr tun, als nur darauf zu achten, das die Informationen von verlässlichen Quellen stammen.

    1. Verwenden Sie ausschließlich bekannte Quellen. Wenn es um den Austausch zuverlässiger Nachrichten und verifizierbarer Fakten geht, sollten Sie stets bekannte Webseiten mit gutem Ruf nutzen.

    2. Klicken Sie niemals auf Links in E-Mails von unbekannten Absendern. Selbst wenn die E-Mail-Adresse des Absenders seriös aussieht, sollten Sie sie am besten gleich mehrfach überprüfen. Stimmt die E-Mail-Adresse mit dem Namen des Absenders überein? Enthält die Adresse Tippfehler, egal wie unscheinbar sie auch sein mögen? Wirkt das Layout der E-Mail ein wenig unstimmig? Kommt Ihnen die Satzstruktur merkwürdig vor? 

    3. Dasselbe gilt auch für Anhänge. Vergewissern Sie sich, dass die E-Mail tatsächlich von jemandem stammt, den Sie kennen, ehe Sie irgendwelche Anhänge herunterladen, und am besten überprüfen Sie die E-Mail-Adresse gleich mehrfach.

    4. Bei Website-Links sollten sie die URL auf merkwürdige Tippfehler, eingefügte Ziffern oder andere Unstimmigkeiten überprüfen, um sicherzugehen, dass es sich um eine sichere Webseite handelt. Eventuell fallen Ihnen kleinere Unterschiede zu der Seite auf, die Sie eigentlich besuchen wollten, was auf eine betrügerische Webseite hindeuten könnte.

    5. Bedenken Sie, auf welchem Wege die Informationen mit Ihnen geteilt wurden. Facebook-Beiträge können von jedermann verfasst, manipuliert und verbreitet werden. Denken Sie daran, dass eine Information nicht deshalb der Wahrheit entspricht, weil sie oft geteilt oder „gelikt“ wurde. Dasselbe gilt auch für Kettenbriefe in WhatsApp und Tweets.

    Stopp der Verbreitung von Coronavirus-Fehlinformationen

    Die Unterbindung der Verbreitung von „Fake News“ stellt in der Welt von heute einen anhaltenden Kampf dar, und es handelt sich wahrlich um einen zähen Kampf. Zur Zeit werden so viele Fehlinformationen über das Coronavirus verbreitet, dass die WHO erklärt hat, dass Sie beim Versuch der Eindämmung dieser Falschinformationen mit einer regelrechten „Infodemie“ konfrontiert wurde.

    Google, Facebook und Twitter haben verkündet, dass Sie intensiv an der umgehenden Entfernung von gemeldeten Fehlinformationen über das Coronavirus arbeiten, und dass sie mit der WHO und mit Regierungsbehörden zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass wahrheitsgemäße Informationen an die Öffentlichkeit gelangen.

    In Großbritannien wird ganz oben in den Internet-Suchergebnissen die Richtlinie des NHS angezeigt, um sicherzustellen, dass die Menschen bei der Suche nach Informationen auch tatsächlich wahrheitsgetreue Auskunft erhalten.

    Wir hoffen, dass Ihnen dieser Artikel dabei geholfen hat, wahrheitsgemäße Informationen über das Virus zu finden und Scams sowie Bedrohungen zu vermeiden, die es in diesen Krisenzeiten auf Sie und Ihre Daten abgezielt haben. Wir alle bei AVG wünschen Ihnen, dass Sie online geschützt und offline gesund bleiben.

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