AVG Signal-Blog Leistung Hardware Was ist der RAM und was leistet er?
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Was ist RAM?

RAM steht für Random Access Memory und bezeichnet den kurzfristigen Speicher (d. h. Arbeitsspeicher) eines Computers. Dieser enthält alle Daten, die Sie gerade nutzen – von geöffneten Webseiten bis hin zu einer Mausbewegung über den Bildschirm.

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    Sobald Sie beispielsweise auf einen Link klicken, um eine Webseite aufzurufen, werden verschiedene Kondensatoren im RAM ge- oder entladen, um die Seite anzuzeigen. Im RAM werden Daten vorübergehend gespeichert, damit sie schnell wieder zugänglich sind. Das Abrufen der Daten von einer Festplatte (SSD oder HDD) würde erheblich länger dauern.

    Sind Sie jetzt neugierig geworden? Dann entführen wir Sie gerne zu einem Blick hinter die Kulissen. Damit Sie Bescheid wissen, wenn Sie das nächste Mal gefragt werden: Was ist eigentlich RAM?

    Welchen Zweck hat der RAM?

    Im RAM sind alle Daten gespeichert, mit denen Sie gerade arbeiten. Deshalb spricht man auch von „Arbeitsspeicher“. Auf diese Daten können Sie in einer beliebigen Reihenfolge zugreifen, also nicht nur nacheinander, sondern wahlfrei („random“). Für höchste Geschwindigkeit ist der Arbeitsspeicher direkt mit der Hauptplatine des Computers verbunden. Je größer der RAM, desto leistungsfähiger ist Ihr Computer.

    Bei jedem Vorgang auf Ihrem Computer – Sätze eintippen, Dateien speichern, Registerkarten öffnen, in einem Videospiel springen – laufen Hunderte von Prozessen ab. Dafür ist der RAM zuständig. Im Gegensatz zur Festplatte wurde der Arbeitsspeicher so konzipiert, dass immer nur einzelne Datenbits verarbeitet werden.

    Auch das Betriebssystem benötigt RAM-Kapazität. Ungenutzte oder Junk-Dateien können es stark beeinträchtigen. Manche Hintergrundprozesse laufen ununterbrochen, ohne benötigt zu werden. 

    Glücklicherweise bietet AVG TuneUp einen integrierten Schlafmodus, der überflüssige Hintergrundprozesse deaktiviert, Programme aber auch umgehend wieder einschaltet. So wird RAM freigegeben. Testen Sie dieses Tool noch heute und schaffen Sie mehr Speicherplatz für die Daten, die Sie wirklich brauchen.

    Warum ist RAM so wichtig?

    Der RAM ist gut vernetzt, um die Datenverarbeitung zu beschleunigen. „Random Access“ (wahlfreier Zugriff) bedeutet, dass jeder RAM-Speicherort gleich schnell zugänglich ist. Weil der Arbeitsspeicher direkt mit dem Prozessor verbunden ist, können Aufgaben blitzschnell bearbeitet werden. 

    RAM wird für praktisch alle Vorgänge auf Ihrem Computer benötigt. Schön und gut, Sie können sich auf Ihrer Festplatte umsehen, Ordner und Dateien durchlaufen, aber sobald Sie eine Datei öffnen, wird eine Kopie davon im RAM abgelegt. Nur dort können Daten binnen Nanosekunden gelesen und geschrieben werden.

    RAM-Speichermodule in den Steckplätzen einer Computer-HauptplatineEinsetzen von RAM-Speichermodulen in die Steckplätze einer Computer-Hauptplatine.

    Beim Bearbeiten einer Microsoft Word-Datei wähnen Sie sich tief in der Verzeichnisstruktur Ihrer Festplatte. Dabei ist die Festplatte rechentechnisch gesehen recht weit vom Geschehen entfernt. 

    Stellen Sie sich vor, Sie bitten jemanden, Ihnen einen Absatz am Telefon vorzulesen. Das wäre, als würden Sie Ihre Festplatte befragen. Sie könnten denselben Absatz aber auch viel schneller und einfacher mit eigenen Augen lesen. Der Arbeitsspeicher legt Ihrem Prozessor sozusagen die nötigen Daten direkt vor Augen.

    Hatten Sie schon einmal so viele Programme geöffnet, dass Ihr Computer nur noch im Schneckentempo reagierte? Genau so würden Computer arbeiten, wenn sie nur Festplatten hätten. Und so reagieren sie auch, wenn der Arbeitsspeicher überlastet ist.

    Was würde passieren, wenn Sie ohne RAM versuchen, Ihren Computer zu starten? Sie bekämen nur eine Fehlermeldung, weil das Starten in diesem Fall sinnlos wäre.

    Verschiedene Arten von RAM

    Möchten Sie wissen, welche Arten von RAM für welche Anforderungen verfügbar sind? Im Folgenden erläutern wir einige Akronyme, damit Sie einen besseren Durchblick bekommen. 

    DRAM bedeutet „dynamischer RAM“. Dies ist die wichtigste Art von RAM-Speicher. Daten sind im DRAM als flüchtige elektrische Ladungen von Kondensatoren präsent. Damit die Kondensatoren immer wieder neu geladen werden können, benötigt der DRAM eine Stromquelle. Wird der Strom abgeschaltet, gehen die elektrischen Ladungen und damit auch die Daten verloren. 

    Dasselbe Prinzip gilt für den SDRAM („synchroner dynamischer RAM“), aber dieser ist mit dem Systemtakt synchronisiert. Zuvor war der Arbeitsspeicher nicht mit den Prozessoraktionen synchronisiert, sondern hinkte hinterher. Durch die Systemtakt-Synchronisierung befindet sich der Arbeitsspeicher nun im Gleichschritt.

    Sie können sich den Systemtakt als Sinuswelle vorstellen. Jeweils am höchsten Punkt einer Welle überträgt der SDRAM Daten. Aber was passiert im Tal der Sinuswelle?

    Hier kommt DDR (Double Data Rate) ins Spiel. Mit dieser neuen Technologie können Daten im unteren Abschnitt der Sinuswelle gesendet werden. DDR überträgt Daten in jedem Taktzyklus gleich zweimal, was eine doppelte Geschwindigkeit bewirkt. 

    Mit DDR2 werden in diesen beiden „Übertragungszeiten“ sogar noch mehr Daten gesendet. Dies bedeutet, dass die Bandbreite mit jeder neuen DDR-Generation steigt. Die meisten Computer verfügen derzeit über DDR4

    Ein weiterer Pluspunkt der neueren DDR-Generationen: Ihr Stromverbrauch ist geringer, weil sie weniger Spannung benötigen.

    Welche Art von RAM besitzt mein Computer?

    Wahrscheinlich einen DDR4-RAM, wie die meisten modernen Computer. Die Module dieses RAM-Typs bestehen aus winzigen Kondensatoren, die immer wieder neu geladen werden, damit das jeweilige Datenbit erhalten bleibt. Diese Daten sollten Sie aber auch auf der Festplatte speichern – damit Sie nach einem Stromausfall nicht mit leeren Händen dastehen!

    SRAM

    Zudem gibt es den SRAM, den „statischen RAM“. Auch dieser RAM-Typ benötigt durchgehend Strom, aber die Kondensatoren müssen nicht ständig neu geladen werden. Im Unterschied zum DRAM, der insgesamt viel praktischer ist, eignet sich ein SRAM als Cachespeicher (für kleinere Dateien, auf die häufig zugegriffen wird). Da dieser RAM-Typ für Speicherupgrades unerheblich ist, brauchen Sie sich auch nicht näher damit zu befassen.

    VRAM

    Der „Video-RAM“. Wie jeder RAM enthält er Daten, mit denen Sie gerade arbeiten. Jedoch ist der VRAM der Grafikkarte zugeordnet und auf Bilddaten spezialisiert. Mehr VRAM bedeutet, dass Sie mehr Grafikdaten gleichzeitig laden können. Darüber freuen sich vor allem Content-Editoren und Gamer, die ihren PC beschleunigen möchten.

    Je größer der VRAM, desto schärfer werden Games wiedergegeben.Viel VRAM sorgt für eine schärfere Gaming-Wiedergabe.

    Was ist der Unterschied zwischen RAM, ROM und allgemeinem Speicher?

    Der RAM ist der kurzfristige Speicher (d. h. Arbeitsspeicher) Ihres Computers. Hingegen sind im ROM spezielle Anweisungen für den Computerstart enthalten, und dauerhaft gespeicherte Daten sind im allgemeinen Speicher zu finden.

    Weil die zwei Akronyme so ähnlich sind, werden sie leicht verwechselt oder in einen Topf geworfen. Was genau sind denn nun RAM und ROM? Kurz gesagt zwei völlig unterschiedliche Arten von Speicher. 

    ROM bzw. Read-only Memory bezieht sich auf Daten, die direkt auf der Hauptplatine gespeichert und für die Funktion des Computers zuständig sind. Auf diese essentiellen Daten greift der Computer sofort nach dem Einschalten zu – ohne sie wäre er völlig unbrauchbar. 

    ROM-Daten sind schreibgeschützt („read-only“) und können nicht geändert werden. Die Daten im RAM hingegen ändern sich laufend.

    Nachdem das geklärt wäre, betrachten wir nun den Unterschied zwischen dem RAM und dem allgemeinen Speicher

    Systemspeicher ist in der Regel nicht flüchtig. Das heißt, ein Stromausfall verursacht keinen Datenverlust. Konkret handelt es sich um Festplatten (HDDs oder SSDs), auf denen sich die Ordner mit Ihren Dokumenten befinden. Beim Speichern einer Datei wird eine Kopie davon aus dem RAM an die Festplatte gesendet.

    Flüchtiger Speicher wie RAM muss ständig mit Strom versorgt sein. So kann jede Speicherzelle nach Bedarf elektrisch geladen werden. Ein RAM funktioniert so schnell, weil er „undicht“ ist – genau wie ein löchriger Eimer, aus dem ständig Wasser entrinnt. Aufgrund der kontinuierlichen Stromversorgung kann der RAM weniger robust ausfallen. Vielmehr geht es um einen flinken Datenzugriff

    Dies erleichtert, wie wir bereits wissen, die direkte Arbeit mit Daten. Welche Rolle spielt also der RAM? Die RAM-Kapazität bestimmt, wie viele Programme und Dateien Sie gleichzeitig öffnen können. Bei unserer üblichen Arbeitsweise, nämlich Multitasking, soll der Computer möglichst schnell reagieren. Genügend RAM ist das A und O dafür.

    Wie viel RAM benötige ich?

    Die erforderliche RAM-Kapazität hängt von Ihrer Computernutzung ab. Nicht die absolute Computerleistung ist das Kriterium, sondern das, was Sie mit Ihrem Computer anfangen. Auf den meisten privaten und beruflichen Computern mit Word und Excel reichen 8 GB Arbeitsspeicher völlig aus.

    Windows-Task-Manager mit hervorgehobenen Speicherdaten.Im Task-Manager sehen Sie, ob Ihr RAM überlastet ist.

    Das Überprüfen des RAM-Speichers auf einem Desktop- oder Laptop-Computer ist ganz einfach. Die meisten Geräte verfügen über 4 oder 8 GB. Es sei denn, sie sind schon uralt!

    Jetzt fragen Sie sich wahrscheinlich: Sollte ich nicht auf 16 GB RAM aufstocken, wenn ich mir das leisten kann? Je mehr, desto besser. Oder nicht? Nein, nicht unbedingt.

    Die RAM-Kapazität ist eng mit dem Computer verknüpft. Genauer gesagt sind die Speichermodule über 240 Stifte direkt mit der Hauptplatine verbunden – und sie laufen immer auf Hochtouren. Problematisch wird es erst, wenn Ihre Aktivitäten den RAM überlasten und die Festplatte einen Teil davon abfangen muss. 

    Hatten Sie schon einmal sehr viele Registerkarten in Chrome geöffnet? Dann wissen Sie, wie langsam Ihr Computer reagiert, wenn die Festplatte für den RAM einspringt.

    Ihr RAM bietet immer optimale Leistung – außer wenn Sie ihm zu viel abverlangen. Mit 8 GB RAM können Sie Hunderte von Chrome-Registerkarten öffnen, ohne diesen Punkt zu erreichen. Noch mehr RAM wäre eine reine Geldverschwendung.

    Sie werfen aber auch Geld zum Fenster hinaus, wenn Ihr RAM durch Junk-Dateien und andere Bloatware ausgebremst wird. Statt RAM auf ein Hintergrundprogramm zu verschwenden, mit dem iTunes ein paar Sekunden schneller startet, sollten Sie sich überlegen, was Ihnen wirklich wichtig ist. 

    Denn wann haben Sie iTunes eigentlich zum letzten Mal genutzt? Mit AVG TuneUp können Sie Hunderte kleiner Störenfriede beseitigen, die Arbeitsspeicher fressen und Ihren Computer verlangsamen – zum Beispiel Hintergrundprozesse, Junk-Dateien und Bloatware. Testen Sie es gleich jetzt kostenlos!

    Content-Editoren

    Wenn Sie mit Photoshop oder Final Cut Pro arbeiten, sollten Sie bis zu 32 GB RAM in Betracht ziehen. Multimedia-Dateien können riesig sein. Die Stufe darunter, nämlich 16 GB, reicht notfalls gerade so aus. 

    Als Content-Editor haben Sie meist noch andere Programme geöffnet, z. B. einen Browser mit Ihrem E-Mail-Eingang. Je größer Ihr Arbeitsspeicher, desto mehr Programme können Sie gleichzeitig ausführen.

    Gamer

    Gamer sind in der Regel mit 16 GB RAM gut beraten. Ein Spiel wie Grand Theft Auto V ist zwar groß, aber auch optimiert. Und beim Spielen ist es eher unwahrscheinlich, dass noch weitere speicherintensive Programme im Hintergrund laufen. 

    Mehr als 16 GB RAM sind eher dann gefragt, wenn viele große Dateien mit Rohdaten simultan bearbeitet werden. Außerdem sind Gaming-PCs sehr flexibel. Bei Bedarf können Sie Ihren RAM jederzeit erweitern.

    Wann sollten Sie Ihren RAM aufrüsten?

    Vielleicht haben Sie ein altes Macbook, das nur ein RAM-Upgrade benötigt, um weiterhin gute Dienste zu leisten. Solange der Prozessor und die Festplatte nicht veraltet oder abgenutzt sind, reicht ein neuer RAM-Speicherriegel als Verjüngungskur häufig aus. Genauso können Sie den RAM Ihres PCs aufrüsten. Hauptplatinen verfügen über Steckplätze für weitere RAM-Module, sodass erlahmte Computer leicht wieder flott werden.

    Android-Telefone

    Android-Telefone benötigen mehr RAM als andere Smartphones. Aber kein Grund zur Übertreibung: 4 GB reichen völlig aus.

    So beschleunigen Sie Ihr Gerät ohne RAM-Upgrade

    Jedes zusätzliche RAM-Modul kostet Geld. Wenn der RAM Ihres Computers knapp wird, lautet der erste Schritt ganz einfach: Speicher freigeben!

    AVG TuneUp löscht automatisch Junk-Dateien, deaktiviert unnötige Software und führt eine ganze Reihe weiterer Maßnahmen aus, um die Leistung Ihres Geräts optimal zu halten. 

    Zu den hilfreichsten Funktionen von AVG TuneUp zählt der Schlafmodus, der alle überflüssigen Hintergrundprozesse deaktiviert. Das ist natürlich einfacher, als zahllose Programme einzeln zu deaktivieren. Wird ein Programm doch wieder benötigt, „weckt“ es der Schlafmodus umgehend auf. 

    Wenn Ihr Computer zur „Schnecke“ wird, liegt das wahrscheinlich an all den unnötigen Dateien, die sich unbemerkt im Lauf der Zeit angesammelt haben. AVG TuneUp beseitigt Datenmüll und entlastet Ihren Arbeitsspeicher. Gleich jetzt herunterladen!

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