Laut dem Marktforschungsunternehmen Radicati gab es 2015 mehr als 2,5 Milliarden E-Mail-Benutzer. Mehr als die Hälfte von ihnen nutzen zwei oder mehr Konten. Da ist es nicht verwunderlich, dass E-Mail nach wie vor ein beliebtes Medium für Betrugsversuche ist. Ransomware-Entwickler, Phisher, Spammer und diverse Kriminelle nutzen unsere Neigung, Nachrichten zu öffnen, und verwenden sie gegen uns.

Um Ihnen dabei zu helfen, Ihre Sicherheit zu verbessern, haben wir bei AVG unsere Checkliste zum Thema E-Mail-Sicherheit erstellt, damit Sie den größten Bedrohungen aus dem Weg gehen können.

1. Komplexe Kennwörter verwenden

So lang wie nur möglich!

Wählen Sie niemals etwas Offensichtliches wie 123456789 oder eine Kombination aus Ihrem Namen und Geburtsdatum. Verwenden Sie lieber etwas Ungewöhnliches, das mindestens 16 Zeichen lang ist. Um sich etwas auszudenken, das Sie sich gut merken können, verwenden Sie den ersten Buchstaben jedes Worts in einem Ihrer Lieblingssätze und ersetzen Sie einige Buchstaben durch Zahlen (wobei Sie jedoch Offensichtliches wie „@“ anstelle von „a“ oder „5“ anstelle von „S“ vermeiden). Mit diesem Verfahren erhalten Sie beispielsweise aus dem Satz „One evening as the sun came out and the jungle fire was burning, down the track came a hobo hiking“ das Kennwort „1eatscoatjfwb,dttcashh“.

2. Kennwörter nicht wiederverwenden

Verwenden Sie niemals dasselbe Kennwort zweimal. Nicht einmal Varianten davon. Auf diese Weise schützen Sie Ihre anderen Online-Konten, falls Ihr E-Mail-Account einmal angegriffen wird. Um sie übersichtlich zu halten, fügen Sie weitere Zeichen hinzu, an denen Sie erkennen können, zu welchem Konto ein Kennwort gehört. So steht beispielsweise „el“ in „el1eatscoatjfwb,dttcahh“ für „E-Mail“.

3. Keine Bilder automatisch herunterladen

Wenn Sie das Herunterladen und die Anzeige von Bildern in HTML zulassen, setzen Sie sich eventuell einem Risiko aus. Spammer erkennen daran, dass Ihr E-Mail-Konto aktiv und damit ein potenzielles Ziel ist. Stellen Sie in Ihren E-Mail-Einstellungen lieber „vereinfachtes“, „Original“-HTML oder noch besser: einfachen Text ein.

4. Die Methoden der Phisher

Attraktiv, interessant – und schon am Haken

Machen Sie sich mit den von Betrügern eingesetzten Phishing-Tricks vertraut. Dann wissen Sie, worauf Sie achten müssen, und gehen nicht in die Falle. Es ist außerdem empfehlenswert, AVG Internet Security herunterzuladen. Dies hilft Ihnen, sich gegen Spam und Betrügereien zu schützen, bevor diese Ihr Postfach erreichen.

5. Nicht anklicken!

Gehen Sie niemals Risiken ein, indem Sie in unerwarteten E-Mail-Nachrichten auf einen Link klicken oder Anhänge öffnen. Diese führen Sie womöglich auf eine Website mit Malware. Auch AVG Internet Security kann hilfreich sein. Es erkennt infizierte Dateianhänge und blockiert bösartigen Inhalt.

6. Alles Wichtige sichern

Wenn eine E-Mail Informationen enthält, die nicht verloren gehen dürfen, dann leiten Sie sie an eine andere Adresse weiter. Dadurch bleibt jederzeit eine Kopie erhalten. (Achten Sie darauf, für dieses Konto ein separates, starkes Kennwort zu verwenden.)

7. Blindkopie (BCC) verwenden

Schützen Sie die Privatsphäre Ihrer Kontakte, indem Sie beim Versenden oder Weiterleiten von Nachrichten nicht sämtliche Empfänger ins Feld „An“ einsetzen. Verwenden Sie stattdessen das Feld „BCC“, sodass die Empfänger nicht sehen können, wer außer ihnen die Nachricht ebenfalls erhalten hat.

8. Kein kostenloses WLAN nutzen

Warnung! Öffentliches WLAN!

Genau das meinen wir. Für Cyberkriminelle ist es ein Leichtes, Sie zu belauschen und Ihre Kennwörter zu stehlen. Wenn Sie keine andere Möglichkeit haben, dann rufen Sie in einem kostenlosen WLAN oder über andere nicht kennwortgeschützte Netzwerke Ihre E-Mails nicht ab. Noch besser ist es, ein persönliches VPN zu benutzen, z. B. HideMyAss.

9. Niemals vertrauliche Informationen per E-Mail versenden

Eine hundertprozentige Sicherheit ist für keine E-Mail, die Sie je senden werden, garantiert und Sie haben keine Kontrolle darüber, was der Empfänger mit den Informationen anfängt, die er erhält. Versenden Sie daher niemals private Informationen wie Kreditkartenangaben, Benutzernamen oder Kennwörter per E-Mail.

Bonus-Tipp: Verwenden Sie eine komplizierte E-Mail-Adresse.

Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, Ihren E-Mail-Provider zu wechseln, dann erfinden Sie eine wirklich verrückte Adresse. Je komplizierter sie ist, desto schwieriger ist es für Hacker, sie automatisch zu generieren oder aufgrund Ihres Namens zu erraten. Wenn Sie Ihren Namen verwenden müssen, fügen Sie außerdem Ziffern oder andere Zeichen hinzu, z. B. jane_smith_388@example.com.

Schützen Sie sich.

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