Jeder Werbebanner könnte ein Versuch sein Sie zu hacken: Malvertising, eine neue Caber-Bedrohung, über die Malware per Online-Werbung eingeschleust wird. 

Was sagen Sie da, Malvertising? 

Korrekt. Das ist ein Kofferwort aus „Malware“ und „Advertising“.

Wie „Brangelina“.

Ja, vielen Dank. Wie „Brangelina“. Nur schmutziger.

Beim Malvertising kaufen Angreifer Werbeplatz auf populären realen Websites auf und bestücken ihn mit Werbung, die jedoch mit Viren, Spyware, Malware und Cyber-Müll aller Art infiziert wurde, von dem Sie am liebsten gar nichts wissen würden. 

OMG

Richtig? Clever. 

Wer ist bis jetzt betroffen?

Eine beachtliche Liste mit Namen wirklich seriöser Websites weltweit: Reuters, Youtube, MSN, Yahoo, The New York Times, Spotify… sogar The Onion. Und es werden immer mehr. 

Was passiert da genau?

Angreifer schleusen sich auf populären Websites, die allgemeines Vertrauen genießen ein, um so Benutzer anzulocken. Sie haben es auf saubere, renommierte Sites mit zahlreichen Besuchern abgesehen, wie jene, die wir oben genannt haben. Die Sites selbst sind nicht infiziert und diejenigen, die die Anzeigen schalten, wissen nicht, dass sie bösartige Werbung möglicherweise auf Millionen von Computern verbreiten – bis es zu spät ist.

Denn: Benutzer rechnen vielleicht damit, sich etwas einzufangen, wenn sie www.supersketchy-xxx.biz besuchen, aber doch nicht bei – sagen wir – Reuters. 

Moment mal! Ich treibe mich auf www.supersketchy-xxx.biz herum.

OK... vielleicht... lieber nicht? Weiter geht's. 

Wenn Sie eine Website aufrufen, stellt Ihr Browser in Wahrheit häufig auch Verbindungen zu vielen anderen URLs her. Eine für den Anbieter der Online-Werbung, eine weitere für den Video-Content, eine weitere für Popups... Das macht es kompliziert, herauszufinden, wer Ihnen welchen Bestandteil der Seite anzeigt, die Sie anschauen und wer letzten Endes dafür verantwortlich ist, dafür zu sorgen, dass der Inhalt, mit dem Sie interagieren, sicher ist.

Malvertiser lieben diese Komplexität und nutzen sie zu ihrem Vorteil und zu Ihrem Cyber-Verderben aus. 

Also, wenn ich auf eine solche Anzeige klicke...

...infizieren Sie sich mit allen möglichen Arten von Viren und Malware. 

Kein Problem für mich – ich klicke nie auf Werbung. Richtig?

Nicht so schnell. Erstens: Jeder klickt gelegentlich auf Werbung, und sei es aus Versehen. Zweitens: Es gibt Varianten von Malvertising, die schon mit dem Ausführen von Schadcode beginnen, sobald Sie die Seite öffnen. Dazu müssen Sie nichts anklicken oder sonst irgendetwas tun.

Jetzt mache ich mir ernsthaft Sorgen. Können wir jetzt dazu übergehen, dass Sie uns erklären, wie die Leute sich dagegen schützen können?

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Sie sofort ergreifen können. Fangen Sie an!

  • Legen Sie sich einen guten Virenschutz zu oder aktualisieren Sie den vorhandenen. Dies ist Ihr erstes Bollwerk gegen Malvertising und endlos viele andere Formen von Cyber-Angriffen. Wir wissen ganz zufällig, wo Sie ihn kostenlos bekommen (ähem – Schleichwerbung).
  • Installieren Sie einen Ad-Blocker. Diese Rambos können Werbung ausschalten, bevor sie auch nur auf Ihrem Bildschirm ankommt. Über Ad-Blocker sollten Sie allerdings mehr wissen und sie haben nicht nur Vorteile. Lesen Sie daher diesen Artikel, bevor Sie sich einen anschaffen. Und wenn Sie Profi sind und sich wirklich auskennen, können Sie eine noscript-Erweiterung ausführen und die volle Kontrolle darüber übernehmen, was ausgeführt werden darf. 
  • Deaktivieren Sie Java. Sie brauchen das wirklich nicht. In den meisten Fällen kommen Sie wahrscheinlich auch ohne Flash aus. Je weniger Plugins bei Ihnen aktiviert sind, desto weniger Zugänge lassen Sie für Malverts offen. 
  • Halten Sie Ihre Plugins auf dem neuesten Stand. Entwickler sind permanent damit beschäftigt, Sicherheitslücken zu stopfen, aber Sie müssen auch selbst dafür sorgen, dass Sie stets die neueste Version installiert haben, sonst helfen sie Ihnen nichts.  
  • Aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste verfügbare Version.Manche Malvertising-Angriffe nutzen nicht Werbung, sondern Sicherheitslücken in den Browsern selbst aus. Es lohnt sich also, beim Surfen stets die neuesten Sicherheits-Patches installiert zu haben. 

OK, jetzt weiß ich Bescheid.

So viel dazu. Mit diesen Tipps und ein paar Mausklicks hie und da können Sie sich gegen Malverts schützen.

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