Adware ist wahrscheinlich die einzige Art von Malware (bösartige Software), die jeder erkennt, wenn er sie sieht. Sie ist ja auch nicht schwer zu erkennen, wo sie doch Pop-ups verursacht, die den Großteil Ihrer Bildschirmfläche einnehmen. Adware ist die Kurzform von „Advertising Malware“. Sie macht von aufdringlichen und manchmal gefährlichen Methoden Gebrauch, um unerwünschte Werbung anzuzeigen.

Nicht von jeder Adware lässt sich sagen, dass sie schlichtweg grauenvoll ist. Im besten Fall ist sie einfach nur lästig. Im schlimmsten Fall jedoch kann sie jedoch Ihre Sicherheitseinstellungen untergraben, um Ihre Aktivitäten nachzuverfolgen und Werbung an jenen Stellen anzuzeigen, auf die sie normalerweise keinen Zugriff hätte. Diese Sicherheitslücken können dann von gefährlicheren Akteuren ausgenutzt werden. In einem solchen Fall wird dieses Stück Software manchmal auch als Malvertising bezeichnet.

Was richtet Adware auf Ihrem Computer an?

Werbeanzeigen werden immer komplexer, Adware auch. Hier finden Sie eine Übersicht der häufigsten Verhaltensweisen von Adware auf Computern:

Icon_01Unendlich viele Pop-ups: Hierbei handelt es sich um klassische Adware. Manchmal öffnen sich Pop-ups in Form eines nicht enden wollenden Stroms von Werbeanzeigen, in anderen Fällen führt das Schließen eines Pop-ups einfach zum Öffnen des nächsten wie in einer Partie Whack-a-Mole.

Icon_02Spionage: Diese Art von Adware ist halb Spyware, denn sie trackt Ihre Online- und Offline-Aktivitäten, um herauszufinden welche Art von Werbung sie bei Ihnen schalten soll.

Icon_03Man-in-the-Middle-Angriffe: Adware wie Superfish leitet Ihren gesamten Datenverkehr durch deren System, um Werbung anzeigen zu können, doch sie tut dies sogar bei solchen Verbindungen, die eigentlich geschützt sein sollten – zum Beispiel, wenn Sie eine Verbindung zu Ihrem Online-Banking herstellen.

Icon_04Verlangsamung Ihres Geräts: Für das Laden und Ausführen von Werbeanzeigen wird Rechenleistung in Anspruch genommen, die Sie für Ihre eigentlichen Aktivitäten brauchen, was auf Ihrem Gerät zu Leistungseinbußen führt.

Icon_05Hoher Datenverbrauch: So wie beim Herunterladen von Bildern oder Videos Kosten für mobile Daten anfallen, so zehrt auch das Herunterladen von Werbung an Ihrem monatlichen mobilen Datenvolumen.

Ist Adware mit einem Virus gleichzusetzen?

Adware ist eine Art von Malware, doch sie unterscheidet sich deutlich von einem Computervirus. Malware ist der Oberbergriff für sämtliche bösartige Software, dem zahlreiche Unterkategorien zuzuordnen sind: Viren replizieren sich selbst, beschädigen dabei Dateien und verbreiten sich eigenständig auf neue Hosts; Trojaner verbergen einen bösartigen Code in scheinbar harmlosen Paketen; Ransomware sperrt den Zugriff auf Ihre Dateien und für die Freigabe wird ein Lösegeld verlangt. Obwohl es sich bei Adware um keinen Virus handelt, ändert das nichts am Ausmaß des Schadens, den Ihr Gerät potenziell nehmen kann, und daran, dass es sich um ein wahres Ärgernis handelt.

Wo kommt Adware eigentlich her?

Die häufigsten Wege der Übertragung von Malware, inklusive Adware, sind auf Schwachstellen in Ihrer Software oder in Ihrem Betriebssystem zurückzuführen. Entwickler kreieren diese Sicherheitslücken im Zuge der Entwicklung oft versehentlich. Hacker finden daraufhin einen Weg, wie Sie diese Software-Schwachstellen ausnutzen können und schleusen Malware in Ihr System ein. In Hinblick auf Adware machen Cyberkriminelle von sogenannten Drive-by-Downloads Gebrauch, bei denen die Schwachstellen eines Browsers ausgenutzt werden, um den bösartigen Code ohne Ihr Wissen auf Ihr System aufzuspielen, wenn Sie versehentlich eine bösartige Webseite besuchen.

Adware kann sich auch über Software-Bündelungen verbreiten. Manchmal bieten Entwickler eine „kostenlose“ App an, doch Sie bündeln Sie mit einer zusätzlichen geheimen Software, da sie einen Vertrag mit einem Adware-Anbieter geschlossen haben. Das heißt also, dass der Entwickler der App vom Adware-Anbieter bezahlt wird, während Sie die App kostenlos erhalten. Klingt okay, oder? Nun, wenn Sie bedenken, dass die Adware in Ihr System gelangt ist, ohne dass Sie es gemerkt oder dem zugestimmt haben – und je nachdem wie lästig die Adware im Endeffekt ist – ist es wohl doch nicht mehr so okay.

Letztendlich ist Adware dazu da, um Geld zu generieren. Wenn Sie auf die angezeigte Werbung klicken, werden Einnahmen für den Entwickler generiert. Adware ist auch in der Lage Ihren Such- und Browserverlauf nachzuverfolgen, um Werbeanzeigen anzuzeigen, die mehr Relevanz für Sie haben. Sobald der Entwickler Zugriff auf Ihren Browserverlauf hat, kann er höhere Einnahmen erzielen, indem er ihn an Dritte veräußert.

Verstößt Adware gegen das Gesetz?

Angesichts der negativen Auswirkungen von Adware fragen Sie sich möglicherweise, ob Adware illegal ist. Die Antwort auf diese Frage ist differenziert: Adware müllt Sie mit einer Unmenge an lästigen Werbeanzeigen zu, doch werbefinanzierte Apps bewegen sich auf einem schmalen Grat, wenn es um die Frage geht, ab wann sie selbst schon als Adware betrachtet werden können. Kostenlose Software mit einer geringen Anzahl an Werbeanzeigen sind nicht illegal. Doch wenn Dritte ohne Ihre Einwilligung eine bösartige Werbesoftware auf Ihr Gerät laden, handelt es sich auf jeden Fall um eine Gesetzeswidrigkeit, und genau so verhält es sich auch beim geheimen Tracken Ihres Browserverlaufs und dessen Veräußerung.

Lässt man die Frage der Rechtslage außen vor, so steht immer noch fest, dass Adware heimtückisch ist, dass die Leistung Ihres Gerätes Schaden nimmt und dass sie geradezu nervtötend ist.

Wie kann man sich gegen sich gegen Adware schützen?

Wie auch die meisten anderen Arten von Malware, lässt sich Adware am effektivsten mithilfe einer Kombination aus einem starken Antivirus und dem Befolgen einiger simpler optimaler Vorgehensweisen vermeiden.

Icon_06Halten Sie Ihre Software und Ihr Betriebssystem auf dem neusten Stand: Wie zuvor erwähnt, können Hacker Software-Schwachstellen ausnutzen, um Malware in ein System einzuschleusen. Wenn Sie stets alle Updates sofort nach deren Release aufspielen, stellen Sie sicher, dass diese Sicherheitslücken geschlossen bleiben und Hacker nicht in Ihr System eindringen können.

Icon_07Seien Sie nicht zu neugierig: Hacker machen oft von mysteriösen Dateien, unbeschrifteten USB-Laufwerken und kryptischen E-Mails Gebrauch, um Menschen zum Herunterladen von Adware und anderen bösartigen Inhalten zu verleiten. Wenn Sie sich ob der Inhalte nicht 100%ig sicher sind, sollten Sie davon ablassen sie auf Ihren PC, Ihren Mac oder Ihr Android-Gerät aufzuspielen.

Icon_08Seien Sie auf der Hut: Oft wird von gefälschten Webseiten, Warnungen und gefälschten E-Mails Gebrauch gemacht, um Adware in Ihr Gerät einzuschleusen. Laden Sie keine Anhänge aus E-Mails von unbekannten Absendern herunter und vergewissern Sie sich, das die URLs der von Ihnen besuchten Seiten korrekt geschrieben sind und keinerlei Anomalien vorweisen.

Icon_09Passen Sie auf, wo sie hinklicken: Paradoxerweise kann man sich Adware am leichtesten einfangen, indem man auf ein infiziertes Pop-up oder einen infizieren Werbebanner klickt. Achten Sie daher darauf, dass Sie nicht aus Versehen, auf etwas klicken, das Sie gar nicht anklicken wollten, oder laden Sie sich lieber gleich einen Werbeblocker herunter.

Icon_10Wählen Sie sorgfältig aus, was Sie herunterladen möchten: Adware könnte sich als alles Mögliche ausgeben – von einem neuen Spiel bis hin zu einer raubkopierten Software, die sie im Internet für lau gefunden haben. Apps und Dateien sollten Sie ausschließlich von vertrauenswürdigen Online-Händler beziehen – es hilft, wenn man deren offizielle Stores nutzt.

Wie kann man Adware entfernen?

Zwar kann es helfen, wenn Sie die Ausführung bestimmter Arten von Skripts in Ihrem Browser blockieren, doch in der Regel wird Adware in derselben Programmiersprache geschrieben, die auch von seriösen Webseiten und Diensten verwendet wird. Das Deaktivieren dieser Skripts hat außerdem zur Folge, dass Sie auch das Internet, in der Form, wie Sie es kennen, deaktivieren. Daher sollten Sie Adware stets vorsichtig und unter Verwendung von spezialisierten Tools entfernen.

So entfernt man Adware von einem PC

Da Sie nicht gleich das ganze Internet deaktivieren möchten, müssen Sie Adware auf dieselbe Art und Weise von einem PC entfernen wie jeden anderen Typ Malware, also z. B. Viren, Trojaner und Spyware, auch. Sie könnten Adware auch manuell entfernen, doch es handelt sich mitunter um einen äußerst mühsamen Prozess, der fortgeschrittene technische Kenntnisse erfordern kann. Am leichtesten lässt sich Adware unter Verwendung eines Tools zur Entfernung von Adware, wie des in AVG AntiVirus FREE enthaltenen Tools, entfernen. AVG scannt Ihr System auf bösartige Codes und entfernt diese restlos. Anschließend werden Sie durch unseren Rund-um-die-Uhr-Schutz vor Malware, bösartigen URLs und Zero-Day-Bedrohungen geschützt – völlig kostenlos.

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So entfernt man Adware von einem Mac

Wenn Sie einen Mac verwenden, stellt ein speziell zur Entfernung von Adware entworfenes Tool die beste und bequemste Option der Systembereinigung dar. Die manuelle Entfernung von Adware ist deutlich komplizierter, doch sie ist möglich. Zunächst einmal müssen Sie sicherstellen, dass die Adware kein gefälschtes Admin-Profil auf Ihrem macOS installiert hat. Falls ja, müssen Sie es entfernen. Anschließend müssen Sie die Adware selbst aufspüren und entfernen: Die Nutzung des Finders zum Sortieren Ihrer Anwendungen nach deren Installationsdatum ist ein guter Ansatz, doch Sie können Ihre Suche verfeinern, indem Sie /Library/LaunchAgents, /Library/Application Support, ~/Library/LaunchAgents, und /Library/LaunchDaemons in die Suchleiste eingeben, woraufhin es sich empfiehlt, die zuletzt installierten Dateien zu löschen.

Wenn Sie eine schnelle und einfache Lösung bevorzugen, empfiehlt sich die Verwendung eines Tools zur Entfernung von Adware, wie des in AVG AntiVirus für Mac enthaltenen Tools. Dass Macs sich keine Viren einfangen können, ist ein weit verbreiteter Irrtum, denn in Wirklichkeit sind Macs für alle möglichen Arten von bösartiger Software anfällig. Daher empfiehlt es sich über eine Abwehr gegen bösartige URLs, Drive-by-Downloads und infizierte Anhänge zu verfügen. AVG schützt Sie vor all den üblen Dingen, die im Internet auf Sie lauern.

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So entfernt man Adware von einem Android-Gerät

Das Problem liegt in Ihrem Smartphone? Adware und auch andere Arten von Malware können Android-Smartphones infizieren. Macht Ihr Smartphone Zicken, lässt sich dies möglicherweise durch Löschen der zuletzt heruntergeladenen Apps schnell lösen, vorausgesetzt die Ursache liegt darin, dass sich eine bösartige Anwendung in Ihr Smartphone eingeschlichen hat.

Gehen Sie im Menü Einstellungen zum Bereich Anwendungen, suchen Sie nach der Anwendung, die die Probleme verursacht, löschen Sie den Cache und die Daten und deinstallieren Sie anschließend die App. Wenn Sie nicht in der Lage sind, ein bestimmtes schwarzes Schaf unter Ihren Apps ausfindig zu machen, könnte die Entfernung aller kürzlich heruntergeladenen Apps Abhilfe schaffen. Vergessen Sie nicht, Ihr Smartphone neu zu starten!

Detailliertere Anweisungen finden Sie in unserer Anleitung zur Entfernung von Malware von Android-Smartphones und iPhones. Für wirklich hartnäckige Malware benötigen Sie ein speziell zur Entfernung von Adware Entwickeltes Tool. Ein solches ist kostenlos in unserem AVG AntiVirus für Android enthalten.

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So entfernt man Adware in iOS

Obwohl iOS für gewöhnlich nicht für Viren und Malware anfällig ist, kann ein Jailbreak Ihres iPhones zur Installation von Drittanbieter-Apps Ihr Gerät einem Risiko aussetzen. Eine kostenlose App wie AVG Mobile Security für iPhones und iPads wird dafür sorgen, dass Ihre Geräte geschützt bleiben und alle schädlichen Inhalte entfernen, die einen Weg in Ihr Gerät gefunden haben. Unsere App bietet außerdem noch weitere Sicherheitstools wie ein Analysetool für WLAN-Netzwerke, das die Sicherheit eines Netzwerks überprüft, bevor Sie eine Verbindung damit herstellen, und einen Foto-Tresor, in dem Sie Ihre sensiblen, privaten Fotos ablegen können, um sicherzugehen, dass keiner auf sie zugreifen kann, wenn Ihr Gerät verloren gehen oder gestohlen werden sollte.

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