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Veröffentlicht am May 13, 2021
Aktualisiert am August 22, 2025
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    Kann mein Smartphone gehackt werden?

    Ja, Smartphones können gehackt werden – und das passiert häufiger, als viele denken. Cyberkriminelle haben es auf wertvolle Daten wie Bankdaten, Passwörter und Authentifizierungscodes abgesehen, um Geld zu stehlen oder Konten zu kapern. Manche gehen sogar noch weiter und missbrauchen Ihre Kamera oder Ihr Mikrofon für Erpressung oder Sextortion.

    Auf Smartphones befinden sich so viele persönliche Daten, dass sie zu bevorzugten Zielen für Cyberkriminelle geworden sind – sie zu schützen ist daher unerlässlich. Die Warnsignale zu kennen, die auf Hacking hinweisen, ist der erste Schritt, um Ihr Gerät und Ihre Daten zu schützen.

    10 Anzeichen dafür, dass Ihr Smartphone gehackt wurde

    Anzeichen dafür, dass Ihr Mobiltelefon gehackt wurde, sind nachlassende Leistung, Überhitzung, das Auftauchen merkwürdiger Popups oder neuer Apps sowie schlechte Datenverbindungen. Für sich genommen bedeuten diese Anzeichen nicht zwangsläufig, dass Ihr Telefon gehackt wurde. Wenn jedoch mehrere dieser Probleme gleichzeitig auftreten, wurde Ihr Gerät möglicherweise tatsächlich gehackt.

    Hier sind die wichtigsten Anzeichen für ein gehacktes Smartphone:

    1. Plötzlich treten Leistungsprobleme auf

    Leistungsprobleme – etwa langsamere Geschwindigkeiten, häufiger nötiges Aufladen oder regelmäßiges Überhitzen – können auf Malware hindeuten, die die Rechenleistung Ihres Smartphones belegt und den Akku leert. Allerdings kann eine kürzere Akkulaufzeit zwar ein Anzeichen für Hacking sein, aber auch durch legitime Apps verursacht werden, die rechenintensive Prozesse im Hintergrund ausführen.

    Um den Akkuverbrauch auf Ihrem iPhone oder Android-Gerät zu prüfen, gehen Sie zu Einstellungen > Akku (bzw. bei manchen Samsung-Modellen Einstellungen > Akku und Gerätewartung). Prüfen Sie, welche Apps den meisten Akku verbrauchen, und schließen Sie sie, oder beschränken Sie die Hintergrunddaten der Apps. Wenn die Leistungsprobleme weiterhin bestehen, wurde Ihr Smartphone möglicherweise gehackt.

    Überprüfen des Akkuverbrauchs auf Anzeichen für Telefon-Hacking auf einem iPhone und Android-Gerät.

    2. Sie bemerken Dienstunterbrechungen

    Gelegentliche Verbindungsabbrüche oder eine schlechte Internetverbindung sind normal, aber wenn diese Störungen häufig und ohne erkennbaren Grund auftreten, könnte das auf einen Hackerangriff auf Ihr Telefon hindeuten. Aber prüfen Sie zunächst harmlosere Ursachen, indem Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter oder Internetdienstanbieter nachfragen, ob Störungen gemeldet wurden, bevor Sie annehmen, dass ernsthaftere Probleme vorliegen:

    • Prüfen Sie den Dienststatus für Ihre Region auf den entsprechenden Websites oder in den Apps.

    • Erkundigen Sie sich direkt beim Kundensupport nach möglichen Ausfällen und zur Behebung von Konnektivitätsproblemen.

    • Behalten Sie Social-Media-Plattformen wie X oder Facebook im Auge, um Updates von Ihrem Anbieter oder anderen Benutzern zu erhalten, die möglicherweise ähnliche Probleme haben.

    • Sehen Sie in lokalen Nachrichtenquellen oder Community-Foren nach, ob Dienstausfälle gemeldet werden.

    3. Sie sehen seltsame Popups

    Wenn Sie auf Ihrem Android-Gerät oder iPhone mehr Popup-Werbung sehen als üblich, könnte Ihr Mobiltelefon mit Adware infiziert sein – einer Form von Malware, die Sie mit Werbung überflutet. Tippen Sie niemals auf verdächtige Anzeigen oder Links, denn es könnte sich um Malvertising handeln, das eine weitere Infektion auslösen oder einem Hacker Zugriff auf Ihr Telefon geben könnte. Nutzen Sie stattdessen einen kostenlosen Adware-Cleaner, um die störende Software zu finden und zu entfernen.

    4. Webseiten sehen anders aus

    Websites ändern durchaus manchmal das Design ihrer Startseite für Feiertage oder Marketingkampagnen. Doch wenn plötzlich sehr Vieles ungewohnt aussieht, könnte bedeuten, dass Ihr Smartphone gehackt wurde. Malware auf Ihrem Smartphone könnte Ihre Verbindung abfangen und den Datenverkehr über zwielichtige Proxyserver auf unsichere Websites umleiten.

    5. Ungewöhnliche App-Aktivität

    Gehackte iPhone- und Android-Apps können sich unberechenbar verhalten: Sie stürzen häufig ab, fordern ungewöhnliche Berechtigungen an oder versenden unerwartet Nachrichten – wodurch sie Ihre Sicherheit und Privatsphäre gefährden. So konnte etwa die Gaming-App Scary Granny Vollbildwerbung starten und anzeigen, ohne in der Liste der laufenden Apps auf dem Gerät zu erscheinen.

    Prüfen Sie die Sicherheit von Apps, bevor Sie sie herunterladen. Lesen Sie dazu Bewertungen und halten Sie Ausschau nach Berichten über merkwürdiges Verhalten. Ein weiteres Warnzeichen sind unbekannte Apps, die plötzlich auf Ihrem Gerät auftauchen. Diese könnten automatisch von einer bösartigen Website installiert worden sein, oder es könnte sich um als legitime Software getarnte Trojaner-Malware handeln.

    Und wenn Sie auf Ihrem Gerät eine unbekannte App entdecken, öffnen Sie sie nicht – recherchieren Sie zunächst online, was Sie vor sich haben und ob sie vertrauenswürdig ist.

    6. Ungewöhnliche Kommunikation, die von Ihrem Telefon gesendet und empfangen wird

    Auf einem gehackten Smartphone kann es neben unbekannten Anrufen und SMS auch zu Problemen beim Senden und Empfangen von Mitteilungen kommen. Malware kann in manchen Fällen die Kontrolle übernehmen und eigenständig Nachrichten versenden – häufig mit Links, die die Infektion an Ihre Kontakte weitergeben. Werden diese Links geöffnet, installiert sich die Malware auf dem Gerät des Empfängers und setzt den Kreislauf fort.

    Wenn jemand behauptet, Sie hätten angerufen oder eine Nachricht geschickt, obwohl das nicht stimmt, wurde Ihr Smartphone möglicherweise gehackt. Informieren Sie umgekehrt auch Freunde und Angehörige, wenn Sie verdächtige Nachrichten oder Anrufe von ihnen erhalten – möglicherweise sind auch deren Geräte infiziert.

    7. Sie überschreiten Ihr verfügbares Datenvolumen

    Unerklärliche Anstiege beim Datenverbrauch können darauf hindeuten, dass jemand Ihre Verbindung für dubiose Zwecke nutzt. Ein gehacktes iPhone- oder Android-Gerät kann ohne Ihr Wissen gestohlene Informationen wie Nachrichten, Kontodaten oder andere persönliche Daten übertragen und dabei große Mengen an mobilen Daten verbrauchen.

    So überprüfen Sie Ihren Datenverbrauch auf unerwartete Spitzen:

    • Auf dem iPhone gehen Sie zu Einstellungen > Mobilfunk Daten oder Mobile Daten.

      Prüfen auf Spitzen in der Datennutzung, die auf Telefon-Hacking hinweisen könnten, auf einem iPhone.
    • Auf Android-Geräten gehen Sie zu Einstellungen > Netzwerk & Internet oder Verbindungen > Datennutzung.

      Prüfen auf Spitzen in der Datennutzung, die auf Telefon-Hacking hinweisen könnten, auf einem Android-Gerät.

    8. Ihnen entstehen unerwartete Kosten

    Wenn Sie unerwartete Posten in Ihrer Telefonrechnung entdecken, könnte ein Hacker Ihr Gerät aus der Ferne nutzen, um Anrufe zu tätigen oder kostenpflichtige Dienste zu verwenden. Sie sollten verdächtige Abbuchungen in Verbindung mit Ihrem Smartphone, Ihrer Apple-ID oder Ihrem Samsung- oder Google-Konto unbedingt genauer unter die Lupe nehmen, um einen Hackerzugriff auszuschließen.

    So überprüfen Sie unerwartete Abbuchungen:

    • Melden Sie sich in Ihrem Konto beim Mobilfunkanbieter an, und überprüfen Sie Ihre Abrechnung.

    • Prüfen Sie Ihre Kreditkartenabrechnung und Ihre Kontoauszüge sorgfältig.

    • Überwachen Sie Benachrichtigungen von Apple Pay oder Google Pay auf unbefugte Transaktionen.

    Achten Sie dabei nicht nur auf große Transaktionen. Hacker beginnen manchmal mit kleineren "Probeabbuchungen", bevor sie größere Transaktionen versuchen.

    9. Sie sind aus Ihren Konten ausgesperrt

    Wenn Sie aus Ihrer Apple-ID, Ihrem Google-Konto oder Ihrem Samsung-Konto ausgesperrt sind, kann dies auf Hacking hinweisen. Das könnte bedeuten, dass jemand sich unberechtigten Zugriff verschafft und Ihr Passwort oder Ihre Sicherheitseinstellungen geändert hat, um Sie dauerhaft auszusperren.

    Befolgen Sie diese Schritte, um dies zu untersuchen:

    • Auf unberechtigten Zugriff prüfen: Suchen Sie nach E-Mails, die auf verdächtige Kontoaktivitäten hinweisen, etwa unbekannte Anmeldungen, Kontoänderungen oder Änderungen Ihrer Kontoeinstellungen.

    • Kontowiederherstellung versuchen: Nutzen Sie die offizielle Funktion für "Passwort vergessen?" oder für die Kontowiederherstellung. Wenn Ihre Wiederherstellungs-Telefonnummer oder -E-Mail-Adresse geändert wurde, ist das ein deutliches Zeichen für unberechtigten Zugriff.

    • Kontostatus überprüfen: Wenden Sie sich über die offiziellen Kanäle an den Support Ihres Dienstanbieters. Fragen Sie nach, ob es in letzter Zeit Anmeldungen von unbekannten Standorten oder Geräten gegeben hat, und bitten Sie um Einzelheiten zum Grund der Sperrung.

    • Aktuelle Aktivitäten überprüfen: Sobald Sie wieder Zugriff haben, prüfen Sie die Aktivitäts-Log-Dateien des Kontos auf unbekannte Anmeldungen, hinzugefügte Geräte oder Änderungen an den Sicherheitseinstellungen. Viele Dienste führen dies unter den Sicherheits- oder Datenschutzeinstellungen auf.

    • Verknüpfte Konten überprüfen: Wenn das gesperrte Konto mit anderen verknüpft ist – etwa durch die Anmeldung über Google, Apple oder Facebook –, prüfen Sie auch diese Konten auf verdächtige Aktivitäten. Ein Sicherheitsrisiko dort kann auf andere Dienste übergreifen.

    10. Die Kamera oder das Mikrofon schalten sich häufig ein

    Eine unerwartete Aktivität der Kamera oder des Mikrofons kann darauf hindeuten, dass ein Hacker aus der Ferne auf Ihr Smartphone zugreift. Er könnte diese Funktionen nutzen, um vertrauliche Informationen zu stehlen, Ihre Unterhaltungen zu überwachen oder Bilder für Erpressungszwecke aufzunehmen.

    Die meisten Smartphones zeigen oben auf dem Bildschirm einen farbigen Punkt an, wenn das Mikrofon oder die Kamera aktiv ist:

    • iPhones zeigen einen grünen Punkt bei Kameranutzung und einen orangefarbenen Punkt bei aktivem Mikrofon an.

    • Android-Geräte zeigen einen grünen Punkt an, wenn Kamera oder Mikrofon verwendet wird.

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    Wenn Sie einen Punkt bemerken, ohne dass eine App geöffnet ist, die diese Funktionen nutzt, ergreifen Sie umgehend Maßnahmen zum Schutz Ihrer Privatsphäre.

    Was tun, wenn Ihr Smartphone gehackt wurde?

    Falls Ihr Smartphone gehackt wurde, schalten Sie das WLAN aus, deinstallieren Sie verdächtige Anwendungen und führen Sie einen Anti-Malware-Scan durch. Sie können Ihr Smartphone auch auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Es ist es wichtig, schnell zu handeln, um den potenziellen Schaden zu begrenzen und die Bedrohung zu stoppen – für Sie und Ihre Kontakte.

    Grafik, die verschiedene Wege zeigt, wie Hacking Ihr Telefon beeinträchtigen kannWenn Ihr Telefon kompromittiert ist, deinstallieren Sie Apps, trennen Sie die WLAN-Verbindung, führen Sie einen Scan durch und ziehen Sie auch eine Zurücksetzung auf die Werkseinstellungen in Betracht.

    1. Trennen Sie Ihr Smartphone vom Internet

    Durch das Deaktivieren von WLAN und mobilen Datenverbindungen wird die Verbindung zwischen Ihrem Telefon und dem Hacker unterbrochen, wodurch ein weiterer Gerätezugriff und Datendiebstahl verhindert werden.

    So trennen Sie Ihr Android-Smartphone vom Internet:

    • Gehen Sie zu Einstellungen > Netzwerk und Internet oder Verbindungen > Internet > stellen Sie den WLAN-Schalter auf "Aus".

    • Gehen Sie zurück zu Netzwerk und Internet > tippen Sie auf SIMs > stellen Sie den Schalter für mobile Daten auf "Aus".

    So trennen Sie Ihr iPhone vom Internet:

    • Gehen Sie zu Einstellungen > WLAN.

    • Gehen Sie zurück zu Einstellungen > tippen Sie auf Mobilfunk (oder Mobile Daten) > stellen Sie den Schalter für Mobilfunk auf "Aus".

    Lassen Sie die Internetverbindung Ihres Telefons ausgeschaltet, bis Sie die folgenden Schritte abgeschlossen haben.

    2. Entfernen Sie verdächtige Apps

    Deinstallieren Sie alle Apps, die Sie nicht kennen oder die Sie kurz vor dem Hackerangriff heruntergeladen haben – sie könnten Malware enthalten. Manche Android-Spyware funktioniert sogar, wenn Ihr Telefon ausgeschaltet ist.

    • iPhone: Tippen und halten Sie das Symbol der App, tippen Sie dann auf App entfernen > App löschen.

      Löschen einer App unter iOS.
    • Android: Gehen Sie zu Einstellungen > Apps > Apps verwalten (je nach Android-Modell). Wählen Sie dann die App aus, die Sie nicht kennen oder der Sie nicht vertrauen, und tippen Sie auf Deinstallieren.

      Löschen einer App unter Android.

    3. Führen Sie einen Anti-Malware-Scan aus

    Nutzen Sie eine seriöse kostenlose Antivirus-App, um Malware von Ihrem Smartphone zu entfernen. Da sich Malware tief in Ihrem Gerät verstecken kann, ist ein vollständiger Scan unerlässlich.

    So spüren Sie Malware auf Ihrem Smartphone auf und entfernen sie:

    4. Überprüfen Sie die App-Berechtigungen

    Die Überprüfung der App-Berechtigungen auf Ihrem Android-Gerät oder iPhone ist wichtig, denn manche Malware kann Einstellungen so verändern, dass Hacker noch tieferen Zugriff auf Ihre Daten erhalten. Überprüfen Sie regelmäßig, über welche Berechtigungen die einzelnen Apps verfügen – insbesondere den Zugriff auf Ihre Kamera, Ihr Mikrofon, Ihren Standort, Ihre Kontakte und Ihre Dateien – und entziehen Sie alle, die unnötig oder verdächtig erscheinen.

    • iPhone: Öffnen Sie Einstellungen > Apps, und tippen Sie auf eine App, um ihre Einstellungen anzuzeigen. Deaktivieren Sie dann über den Schalter alle Berechtigungen, die Sie entziehen möchten.

      Aufrufen und Konfigurieren von App-Berechtigungen auf einem iPhone.
    • Android: Gehen Sie zu Einstellungen > Apps > Apps verwalten (je nach Android-Modell). Wählen Sie dann eine App aus > tippen Sie auf App-Berechtigungen > deaktivieren Sie die Schalter für die Berechtigungen, die Sie entziehen möchten.

      Ändern der App-Berechtigungen unter Android.

    5. Setzen Sie Ihr Smartphone auf die Werkseinstellungen zurück.

    Wenn alles andere fehlschlägt, setzen Sie das Gerät auf die Werkseinstellungen zurück, um die Standardkonfiguration wiederherzustellen. Dadurch werden alle anderen Daten auf dem Gerät entfernt – das heißt, Ihre Fotos, Apps und Einstellungen werden zusammen mit jeglicher Malware ebenfalls gelöscht.

    • iPhone: Tippen Sie auf Einstellungen > Allgemein > iPhone übertragen/zurücksetzen > Alle Inhalte & Einstellungen löschen > Weiter.

      Screenshots, die das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen auf einem Smartphone zeigen.
    • Android: Gehen Sie zu Einstellungen > Allgemeine Verwaltung > Zurücksetzen. Tippen Sie auf Auf Werkseinstellungen zurücksetzen, und folgen Sie den Anweisungen.

      Wenn Ihr Telefon gehackt wurde, entfernt ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen die vorhandene Malware.

    Nachdem Sie Ihr Gerät zurückgesetzt haben, verbinden Sie sich erneut mit einem sicheren WLAN, und stellen Sie ein Backup wieder her, das Sie vor dem Hackerangriff erstellt haben. Die Verwendung eines neueren Backups birgt das Risiko, dieselbe Malware erneut zu installieren – und dem Hacker erneut einen direkten Weg zurück auf Ihr Telefon zu eröffnen.

    Wie funktioniert ein Smartphone-Hack?

    Die gefährlichsten Hacker bedienen sich einer Kombination aus technischen Exploits und Social Engineering-Tricks, um sich Zugriff auf mobile Geräte zu verschaffen. Die meisten Methoden – darunter Trojaner-Malware, Phishing-Links und das Ausnutzen öffentlicher WLAN-Verbindungen – sind Formen von Remote-Hacking. Das bedeutet: Der Hacker muss Ihr Telefon nicht einmal in die Hand nehmen, um Zugriff zu erhalten.

    Eines der bekanntesten Beispiele dafür ist die Pegasus-Spyware – ein hoch entwickeltes Werkzeug, mit dem sich iPhones aus der Ferne infiltrieren lassen. Angreifer erhalten so Zugriff auf Daten, Nachrichten und sogar auf Mikrofon oder Kamera, ohne dass der Nutzer etwas davon mitbekommt.

    Abbildung: die verschiedenen Wege, auf denen Hacker Ihr Telefon angreifen könnenHacker nutzen verschiedene Methoden, um in Ihr Mobilgerät einzudringen.

    Laut einem aktuellen Threat Report von Gen sind die Bedrohungen durch Malware für Mobilgeräte in den ersten drei Monaten 2025 deutlich gestiegen – 25 % mehr Nutzer wurden vor Adware- oder Spyware-Angriffen geschützt.

    Häufige Smartphone-Hacking-Techniken

    Cyberkriminelle setzen verschiedenste Methoden ein, um Smartphones zu hacken – von technisch kaum anspruchsvollen Täuschungsmanövern bis hin zu ausgeklügelten Exploits. Das Verständnis der gängigsten Methoden hilft Ihnen, mögliche Bedrohungen zu erkennen und Maßnahmen zum Schutz Ihres Geräts zu ergreifen.

    • Phishing: Die Angriffe reichen von einfachem Phishing-Betrug per E-Mail bis hin zu hochgradig zielgerichteten Spear-Phishing-Angriffen. Das Ziel ist es, an Informationen zu gelangen, die Hackern den Zugriff auf Ihr Gerät ermöglichen.

    • Vishing: Beim Phishing per Telefonanruf geben sich Angreifer als seriöse Unternehmen oder IT-Support aus, um Sie zur Preisgabe persönlicher Daten zu verleiten, die sie dann für Hackerangriffe nutzen können. Vishing-Angriffe nahmen in der zweiten Jahreshälfte 2024 um 442 % zu.

    • SMS-Hacking: Angreifer können Ihnen in einer SMS schädliche Links oder Anhänge senden, und sobald Sie darauf klicken oder sie herunterladen, können sie Malware installieren. In manchen Fällen müssen die Nachrichten dazu nicht einmal geöffnet werden.

    • Trojaner-Malware: Sie laden eine schädliche App herunter, die als legitime Software getarnt ist. Sie sieht aus wie eine normale App, enthält jedoch schädliche Software wie Tools zur Handyortung oder einen Cryptojacking-Virus.

    • SIM-Swapping: Indem Hacker Ihren Mobilfunkanbieter dazu bringen, Ihre Rufnummer auf ihre SIM-Karte zu übertragen, können sie Ihre Nachrichten empfangen. Darüber hinaus haben SIM-Karten oft eine Standard-PIN, die sich leicht knacken lässt.

    • Bluetooth-Verbindungen: Hacker können ungesicherte Bluetooth-Verbindungen missbrauchen, um Malware zu installieren, die das Abfangen von Anrufen oder den Diebstahl persönlicher Daten wie Nachrichten und Passwörter ermöglicht.

    • Ungesichertes WLAN: Hacker können ungesicherte öffentliche Netzwerke ausnutzen, um Ihre Daten abzufangen und sich Zugriff auf Ihr Telefon zu verschaffen.

    • Juice Jacking: Angreifer manipulieren öffentliche Ladestationen, damit Malware installiert oder Daten von angeschlossenen Geräten abgegriffen werden können.

    • Sicherheits-Exploit: Manche Hacker nutzen Schwachstellen in den Sicherheitsfunktionen Ihres Mobiltelefons aus. Dazu kann es kommen, wenn der Nutzer das neueste Sicherheitsupdate seines Mobilgeräts nicht installiert hat.

    • Cache-Manipulation: Hacker können in Ihrem Cache gespeicherte sensible Daten stehlen oder ihn mit Schadcode infizieren.

    So schützen Sie Ihr Smartphone vor Hackern

    Die beste Möglichkeit, sich vor Hacking zu schützen, ist, es von vornherein zu verhindern – es ist unerlässlich, Ihr Smartphone und Ihre persönlichen Daten sicher und vertraulich zu halten.

    So schützen Sie sich davor, Opfer von Hacking zu werden:

    • Installieren Sie Software-Updates: Betriebssystem- und App-Updates enthalten oft Sicherheitspatches für neu entdeckte Sicherheitslücken.

    • Verwenden Sie starke Passwörter: Erstellen Sie starke, eindeutige Passwörter, und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle Ihre Online-Konten.

    • Vermeiden Sie die Nutzung öffentlicher WLAN-Netzwerke: Hacker können ungesicherte WLAN-Verbindungen ausnutzen, um Verbindungen zu anderen Geräten im Netzwerk herzustellen.

    • Verwenden Sie ein VPN: Wenn Sie ein öffentliches WLAN nutzen müssen, richten Sie ein mobiles VPN ein, und verwenden Sie es, um eine private Verbindung herzustellen und Ihren Internetverkehr zu verschlüsseln.

    • Löschen Sie Ihren Cache: Indem Sie regelmäßig Ihren Cache auf Android oder iPhone löschen, können Sie Ihre Angriffsfläche verringern.

    • Minimieren Sie Ihren Daten-Fußabdruck: Je mehr persönliche Daten auf Ihrem Smartphone gespeichert sind, desto größer ist die Ausbeute für Hacker.

    • Deaktivieren Sie Bluetooth: Deaktivieren Sie Bluetooth, wenn Sie es nicht verwenden, und verbinden Sie sich niemals mit unbekannten Bluetooth-Geräten.

    • Ändern Sie Ihre SIM-PIN: Durch das Ändern der PIN können Sie verhindern, dass Hacker unbefugten Zugang zu Ihrer SIM-Karte und Ihrem Mobilfunknetz erhalten.

    • Meiden Sie verdächtige Websites: Eine Website-Sicherheitsprüfung kann Ihnen helfen, den Ruf und die SSL-Zertifikate der Domain zu überprüfen. Sie können auch Online-Bewertungen prüfen.

    • Verwenden Sie verschlüsselte Messaging-Apps: Um sich besser vor Sicherheitslücken zu schützen, können Sie eine sichere Messaging-App mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwenden.

    • Achten Sie auf Phishing-Betrug: Da 83 % der Phishing-Websites gezielt Mobilgeräte ins Visier nehmen, klicken Sie nicht auf verdächtige Links, und blockieren bzw. melden Sie unbekannte E-Mails sowie Textnachrichten.

    • Nutzen Sie eine App für mobile Sicherheit: Nutzen Sie eine App für mobile Sicherheit mit integrierter Antivirus-Software, um verdächtige Aktivitäten auf Ihrem Telefon automatisch zu blockieren.

    Verhindern Sie Hacks mit AVG

    Egal, wie vorsichtig Sie sind – eine Garantie für die Sicherheit Ihres Smartphones gibt es nicht. Hacker entdecken immer wieder neue Exploits oder entwickeln neue Hacking-Tools, um in Ihre Geräte einzudringen. Deshalb ist es unverzichtbar, Ihr Smartphone mit einer vertrauenswürdigen Antivirus-App zu schützen, die Ihren Schutz stärkt und Bedrohungen schnell aufspürt und beseitigt.

    Wenn Sie ein iPhone oder iPad nutzen, kann AVG Mobile Security für iOS Sie zu Ihrem Schutz beitragen, indem es automatisch die Sicherheit Ihres WLAN-Netzwerks überprüft und Online-Datenbanken nach gestohlenen Passwörtern durchsucht.

    Für Android-Nutzer bietet AVG AntiVirus für Android weitreichenden Schutz vor Malware, unerwünschten Anrufen und anderen schädlichen Aktivitäten. Die App bietet außerdem Anti-Hacking-Schutz, indem Sie Apps mit vertraulichen Informationen sperren können.

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    Oliver Buxton
    13-05-2021