Wenn Sie keine 4G-Datenflatrate haben, ist die Grenze von 500 MB, 1 GB oder 5 GB schnell erreicht. Ich habe einen Test mit einigen typischen Aufgaben unterwegs durchgeführt, um zu sehen, wie viel Traffic über den Äther ging:

  • 60-minütiges Musik-Streaming unterwegs (hohe Qualität, Spotify): 101,2 MB
  • 45 Minuten Netflix bei Nacht (HD): 471 MB
  • 30 Minuten YouTube in der Mittagspause (480p, mittlere Qualität): 113 MB
  • 15 inhaltsintensive Websites im Laufe des Tages: 27 MB

Alle diese scheinbar trivialen Aktivitäten brachten es zusammen auf 712 MB. Sicher, die meisten Menschen streamen nicht jeden Tag Netflix über ihren mobilen Datendienst. Aber es ist nicht ungewöhnlich, sich ab und zu eine Fernsehsendung im Zug oder Bus anzusehen. Gleiches gilt für das Surfen im Internet oder das Hören von Spotify.

Die Datengrenze von 1 GB, 2 GB oder 5 GB (je nach Vertrag) ist daher schnell erreicht, wenn Sie am Arbeitsplatz oder zu Hause kein WLAN nutzen. Und dann wird Ihr Provider Sie wahrscheinlich auf 1997 übliche Surfgeschwindigkeiten (meist 64kb/s oder eine begrenzte EDGE-Rate) drosseln.

Hier sind einige Dinge, durch die Sie Ihren mobilen Traffic begrenzen können und die Ihnen helfen zu verstehen, warum Sie an das Limit stoßen.

1. – Wählen Sie einen geeigneten Vertrag

Als der Technikexperte unter Freunden und Familie erhalte ich immer wieder Fragen wie „Welchen Vertrag soll ich nehmen?“. Üblicherweise gefolgt von „Soll ich die teurere unbegrenzte Option für 70 € nehmen? Oder 1 GB für 19 € oder 5 GB für 39 €?“

Nun, es ist keine einfache Antwort, da es davon abhängt, wie viel Sie online machen wollen. Mein Ratschlag ist, eine halbe Stunde ein Datenschätzer-Tool zu nutzen. Ein Beispiel ist Data Plan Estimator von Wirefly. Es gibt noch andere, aber dieser hier funktioniert problemlos und liefert genaue Ergebnisse.

Meine Daten simulieren 

Wählen Sie Ihren Vertrag basierend auf der geschätzten monatlichen Nutzung und fügen Sie zur Sicherheit weitere 1-2 GB als Puffer hinzu.

2. – Schränken Sie die Nutzung mobiler Daten ein und legen Sie Warnungen fest

Android-Geräte bieten Ihnen eingebaute Möglichkeiten, mobile Daten automatisch auszuschalten, wenn Sie ein bestimmtes Limit erreicht haben. Sie erhalten zudem eine Warnung bei Erreichung bestimmter Schwellenwerte. Dies lässt sich einfach einrichten. Gehen Sie zu Einstellungen, tippen Sie auf Datennutzung und bewegen Sie die Schieberegler auf Ihr persönliches Limit:

Wir alle müssen unsere Grenzen kennen. 

Betätigen Sie den Schalter Einrichten für die Begrenzung der mobilen Daten.

3. – Identifizieren und stoppen Sie datenhungrige Anwendungen

Wenn Sie häufig die Grenzen Ihres Vertrags erreichen, sollten Sie überprüfen, welche Apps dafür verantwortlich sind. Einiges kann offensichtlich und durch Ihre Nutzung begründet sein (wenn Sie z. B. die ganze Nacht Netflix streamen, werden Sie unweigerlich das Limit erreichen), anderes entgeht möglicherweise Ihrer Aufmerksamkeit.

Hier kommt unser kostenloser AVG Cleaner für Android ins Spiel. Laden Sie ihn herunter und lassen Sie ihn für ein paar Tage bis zu einer Woche das Verhalten Ihrer Apps analysieren. Die APPS-Kategorie zeigt die Top-Apps nach Nutzung. Ich war sehr überrascht, welche Apps an nur zwei Tagen ein derartiges Volumen verbraucht haben.

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Meine Apps für mich verwalten 

Seltsamerweise habe ich nicht Crossy Roads gespielt und sicherlich auch nichts von TubeMate heruntergeladen. In derartigen Fällen müssen Sie die App öffnen und herausfinden, wie Sie diesen versteckten Konsum stoppen können. Sie können auch einfach die App löschen, wenn Sie sie nicht mehr benötigen.

4. – Offline-Navigation

Google Maps ist wahrscheinlich mein Hauptnavigationstool, wenn ich unterwegs bin. Leider ist es am Ende des Tages nicht verwunderlich, dass es ein paar hundert Megs verbraucht hat, da die Kartendaten ziemlich groß sein können (siehe unten). Glücklicherweise können Sie mit Google Maps Kartendaten offline speichern, was sich nicht nur zur Reduzierung des Datenvolumens sondern auch dann als nützlich erweist, wenn keine Online-Navigation verfügbar ist.

So einfach geht es: Starten Sie Google Maps und tippen Sie auf die drei kleinen Linien in der linken oberen Ecke:

Karte nach alter Schule nutzen – guck mal Mama, ohne Verbindung! 

Tippen Sie auf Offline-Bereiche, drücken Sie die PLUS-Taste und wählen Sie dann den Bereich aus, den Sie offline verwenden möchten. Dies umfasst alle POIs, alle Straßen, und eigentlich alles.

5 – Vermeiden Sie das automatische Herunterladen von Fotos aus Messenger-Apps und MMS

Nutzen Sie WhatsApp oder andere Instant Messaging-Anwendungen? Nun, wenn es Ihnen wie mir geht, werden Sie wahrscheinlich in seltsame Gruppen-Chats gezogen und mit unzähligen animierten GIFs, Fotos und Videos gequält. Wenn Sie 3G oder 4G nutzen, schalten Sie diese Funktion ab, um Bandbreite zu sparen.

Ich empfehle sogar das Abschalten automatischer Downloads als Sicherheitsmaßnahme bei Nutzung von WLANs. Wenn Sie ältere Versionen von Android verwenden, die nicht für die Stagefright-Schwachstelle gepatcht wurden, kann die automatische Download-Funktion ein Risiko für Sie darstellen.

Aber keine Sorge, Sie verpassen keine Nachrichten. Wenn Sie diese Einstellungen deaktivieren, können Sie selbst entscheiden, was auf Ihr Gerät heruntergeladen wird. Sehen Sie sich die Einstellungen der einzelnen Messaging-Apps an, um die automatische Download-Funktion zu deaktivieren. Wenn Ihre Messaging-App nicht über diese Einstellmöglichkeit verfügt, sollten Sie über einen Wechsel nachdenken.

6. – Nutzen Sie die Komprimierungsfunktion Ihres Browsers

Die meisten mobilen Browser, wie Chrome oder Opera, verfügen heute über Komprimierungsfunktionen. Daten werden über Server (z. B. Google) umgeleitet, komprimiert und dann an Sie gesendet. Sie werden feststellen, dass beispielsweise Fotos etwas unschärfer aussehen als JPGs, da sie etwas stärker komprimiert werden. Öffnen Sie zum Aktivieren der Funktion Ihren Browser (in unserem Beispiel Chrome) und tippen Sie auf Einstellungen. Gehen Sie zum Datenspeicher und aktivieren Sie dies. Die folgende Grafik zeigt, dass ein einziger Besuch bei „The Verge“, einschließlich dem Durchsuchen einiger Seiten, zu einem um 10 % verringerten Datenaufkommen führte. Nicht schlecht.

Tolle Ergebnisse 

Es gibt einen Nachteil bei der Komprimierung, den Sie beachten sollten: Ihr Browserverlauf wird dabei auf den Server übertragen, der die Komprimierung durchführt. Außerdem wird die Werbeblockierung deaktiviert.

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