Sie haben sich also entschieden, den Einstieg in mobile VPNs zu wagen, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen. Keine Sorge, Sie sind nicht allein. Deshalb haben wir diese praktische Anleitung zusammengestellt, wie Sie ein VPN auf Ihrem Android oder iPhone einrichten können.

Warum ein mobiles VPN nutzen?

Heutzutage spielt sich ein Großteil Ihres digitalen Lebens auf Ihrem Handy ab, egal ob iPhone oder Android: Mobiles Banking, Online-Shopping, Chatten mit Freunden über Skype, oder Teilen von schönen Momenten über Instagram. Wir sind vielleicht (noch) nicht bei „Black Mirror“ angelangt, aber wir sind ohne Zweifel fast pausenlos verbunden. Das Online-Leben ist sicher sehr bequem und praktisch, aber es setzt Ihrer Privatsphäre Bedrohungen aus. Ohne angemessenen Schutz könnten Informationen über Sie und Ihre Online-Gewohnheiten in die Hände Dritter fallen, etwa von Internetdienstanbietern (ISPs), Firmen oder sogar Hackern. Die Verwendung eines Virtual Private Network (VPN) auf dem Mobilgerät hilft Ihnen, die Privatsphäre online zu schützen, unabhängig davon, ob Sie zu Hause sind oder mit einem öffentlichen WLAN verbunden sind.

Die 3 wichtigsten Gründe für den Download eines VPNs auf Ihr Handy

Es gibt zwar viele Gründe, warum Sie ein VPN verwenden sollten, aber hier sind die drei wichtigsten:

1. Unerkannt im Internet surfen

Abbildung eines durch ein VPN abhörgeschützten Telefons Ihre Online-Aktivitäten sind Ihre Privatangelegenheit und ein VPN kann helfen, dass es dabei bleibt: Es verbirgt eine wichtige Nummer, die sogenannte IP-Adresse. ISPs und Suchmaschinen wie Google nutzen die IP-Adresse Ihres Handys, um Daten über Ihre Online-Suchgewohnheiten zu erfassen. Haben Sie jemals diese gruseligen Online-Anzeigen bemerkt, die Ihnen Produkte zeigen, nach denen Sie kürzlich gesucht haben? Genau, das ist im Grunde Google, das Sie ausspioniert. Und gerade jetzt, nachdem die Regeln zur Netzneutralität in den Vereinigten Staaten aufgehoben wurden, könnte die Sicherheit Ihrer Online-Daten vor den Augen Ihres ISPs in naher Zukunft noch wichtiger werden.

2. Öffentliches WLAN sicher nutzen

Abbildung eines Telefons in einem durch ein VPN geschützten öffentlichen RaumÖffentliche WLAN-Hotspots machen es uns leicht, von fast jedem Standort aus Verbindungen herzustellen. Aber leider macht es das ungesicherte WLAN-Netzwerk bei Starbucks, mit dem Sie sich von Ihrem iPhone oder Android-Telefon aus verbinden, auch Hackern leicht, auf Ihr verbundenes Gerät zuzugreifen und alle sensiblen Daten abzufangen, die Sie online übermitteln (Passwörter, Kreditkartendetails usw.). Ein VPN hilft Ihnen, die Gefahren öffentlicher WLANs zu vermeiden, indem es Ihre Verbindung verschlüsselt und verhindert, dass Dritte sehen können, was Sie im Netzwerk tun. Achten Sie darauf, ein VPN nicht mit einem Proxy-Server zu verwechseln: Beide verbergen Ihre IP-Adresse, ein Proxy-Server verwendet jedoch keine Verschlüsselung, was bedeutet, dass Ihre Online-Daten nicht geschützt sind. Proxys werden außerdem im Gegensatz zu VPNs (die für Ihren gesamten Online-Datenverkehr angewendet werden), nur jeweils auf einzelne Anwendungen angewendet.

3. Inhaltssperren umgehen

Darstellung eines von einem VPN-Netzwerk umgebenen Globus mit Servern auf der ganzen Welt, die Videostreaming betreibenJe nachdem, wo Sie sich befinden – Schule, Arbeit, Ausland – bemerken Sie vielleicht, dass bestimmte Websites oder Online-Dienste aufgrund von Urheberrechtsvereinbarungen oder, in einigen Ländern, Zensurgesetzen blockiert sind. Da die Blockierung von Inhalten anhand Ihrer IP-Adresse durchgesetzt wird, kann ein VPN Ihnen den Zugriff auf Inhalte ermöglichen, unabhängig davon, wo Sie sich aufhalten. Sie wollen nicht auf Ihre HBO-Serien verzichten, während Sie in Europa herumreisen? Mit einem VPN ist das kein Problem. In diesem Fall könnten Sie auch einen Proxy-Server verwenden, aber vergessen Sie nicht, dass Ihre Verbindung dabei nicht verschlüsselt wird, also verwenden Sie einen seriösen Dienst. 

Wie richte ich ein VPN auf meinem Telefon ein?

Es gibt eine große Vielfalt von VPNs. Die richtige Wahl ist normalerweise von Ihren persönlichen Verwendungszwecken und Vorlieben (und natürlich von der Art Ihres Handys – iPhone oder Android) abhängig, es ist jedoch auch wichtig, die Vor- und Nachteile und den Schwierigkeitsgrad der Optionen zu kennen.

Der einfachste Weg: VPN-App herunterladen

Das Herunterladen einer App von einem VPN-Anbieter ist bei weitem der schnellste und bequemste Weg, um ein VPN auf Ihrem iPhone oder Android-Telefon einzurichten. Apps sind auch deshalb von Vorteil, weil sie es Ihnen ermöglichen, Ihre Einstellungen festzulegen und zu speichern, und die Konfiguration ist sehr einfach. Aber natürlich gibt es einen Haken. Es stehen unzählige VPN-Apps zur Verfügung. Wie können Sie wissen, für welche Sie sich entscheiden sollten?

Hier sind einige Punkt, die Sie bei der Wahl Ihres VPN-Anbieters beachten sollten:

1. Stellen Sie sicher, dass keine Protokollierung erfolgt

Ein VPN sollte Ihr Netzwerk vollständig privat halten, d. h. der Provider sollte keine Datenprotokolle Ihrer Online-Aktivitäten führen. Überprüfen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters, wo Sie seine Protokollierungsrichtlinie finden sollten. Ein vertrauenswürdiger VPN-Anbieter wird ausdrücklich angeben, dass keine Protokolle geführt werden. Sie sollten jedoch trotzdem selbst recherchieren, da es Fälle von Anbietern gegeben hat, die über das Führen von Protokollen lügen.

2. Geben Sie kostenpflichtigen Diensten den Vorzug

Bei VPN-Apps bekommen Sie definitiv das, wofür Sie bezahlen. Viele kostenlose VPN-Apps verschlüsseln Ihre Verbindung nicht. Das ist technisch in Ordnung, wenn Sie nur Inhalte streamen möchten, aber nicht, wenn Ihnen an Ihrer Sicherheit und Privatsphäre gelegen ist (und das sollte der Fall sein). Nichts auf dieser Welt ist kostenlos, und die Einnahmen zur Unterstützung von „kostenlosen“ VPNs müssen von irgendwo herkommen. In vielen Fällen handelt es sich um Anbieter, die Ihre Online-Daten protokollieren und zu Werbezwecken an Dritte verkaufen.

3. Welche Protokolle werden verwendet?

Das von einem VPN-Anbieter verwendete Protokoll bestimmt die Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit Ihrer Verbindung bei der Nutzung seines VPN. Derzeit werden mehrere verschiedene Protokolltypen für mobile VPNs verwendet: von OpenVPN, das ein Höchstmaß an Sicherheit und Leistung bietet, bis hin zum Point-to-Point Tunneling Protocol (PPTP), einem älteren Protokoll, das für seine hohe Geschwindigkeit bekannt ist, aber auch als eines der am wenigsten sicheren Protokolle gilt.

Diese Richtlinien können Ihnen bei der Auswahl des richtigen VPN helfen, aber wenn Sie Ihr VPN auf die Probe stellen wollen, gibt es auch Möglichkeiten, zuüberprüfen, ob es sicher ist.

Der Mittelweg: OpenVPN nutzen

Wie bereits erwähnt, ist OpenVPN eines der vertrauenswürdigsten Protokolle. Es wird von vielen VPN-Anbieter-Apps wie AVG Secure VPN verwendet, da es ein hohes Maß an Sicherheit und Stabilität bietet und Firewalls umgehen kann. Darüber hinaus ist es Open Source, d. h. der Quellcode ist für jeden leicht zugänglich, der ihn einsehen und prüfen möchte. Es steht zwar für keine Plattform nativ zur Verfügung, aber VPN-Client-Software von Drittanbietern macht es sowohl für iPhones als auch für Android-Mobiltelefone verfügbar.

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Die Verwendung einer VPN-App kann weniger Aufwand bei der Einrichtung bedeuten, aber wenn sie Ihnen nicht die gewünschte Sicherheit, Funktionalität oder Leistung bietet, sollten Sie OpenVPN in Betracht ziehen. Es ermöglicht Ihnen, Ihr VPN ganz nach Bedarf zu konfigurieren, sodass Sie Ihre Einstellungen anpassen, Ihre Verbindung optimieren, Fehler beheben und andere Aufgaben durchführen können. Der Nachteil: Sie verlieren etwaige erweiterte „Zusatzfunktionen“, die Ihr derzeitiger VPN-Anbieter zur Verfügung stellt. Sofern dieser jedoch das OpenVPN-Protokoll unterstützt, können Sie es neben Ihrem bestehenden VPN-Client verwenden und bei Bedarf zwischen beiden wechseln.

Der schwierige Weg: VPN manuell konfigurieren

Außer OpenVPN stehen andere Protokolle zur Verfügung, zu denen Sie entweder nativ über Ihre Geräteplattform oder über einen VPN-Client Verbindung aufnehmen können. Und wenn Sie bereit sind, zusätzliche Zeit zu investieren, können Sie im Wesentlichen jedes beliebige verwenden, sofern es von Ihrem VPN-Provider unterstützt wird. Hier sind einige Informationen zu den verschiedenen Mobil-VPN-Protokollen.

L2TP/IPSec

Layer 2 Tunneling Protocol (L2TP) kann allein keinen verschlüsselten VPN-Schutz bieten, weshalb es normalerweise in Kombination mit der Internet Protocol Security-(IPSec-)Authentifizierungssuite eingesetzt wird. Die Kombination L2TP/IPSec ist im Großen und Ganzen sicher (obwohl es Berichte gibt, dass IPSec von der NSA kompromittiert wurde). L2TP/IPSec ist eine beliebte Protokollkombination, da es mit den meisten Geräten kompatibel (insbesondere als Alternative für diejenige, die OpenVPN nicht unterstützen) und recht einfach einzurichten ist. Andererseits kann es etwas langsamer sein als andere Protokolle, und es ist aufgrund der begrenzten Anzahl von Ports leichter zu blockieren.

Das Akronym für dieses VPN-Protokoll ist unterschiedlich – L2TP, L2TP über IPSec, L2TP/IPSec – aber die meisten VPN-Anbieter unterstützen heute L2TP mit IPSec-Verschlüsselung. Erwähnenswert ist auch, dass IPSec allein über einen der verschiedenen verfügbaren Modi (IKEv2 ist die neueste Version) verwendet werden kann. L2TP/IPSec und IPSec sind zwar aus Sicht der Verschlüsselung vergleichbar, allerdings veröffentlichen VPN-Anbieter ihre Pre-Shared Keys (die zur Authentifizierung der beiden Seiten einer VPN-Verbindung erforderlich sind) oft auf ihren Websites. Das bedeutet: Das IPSec-Protokoll ist zwar sicher, seine Implementierung jedoch oft nicht.

IKEv2 (Internet Key Exchange, Version 2)

Ähnlich wie L2TP erfordert auch IKEv2 die Kombination mit IPSec, damit Sie nicht nurein Tunneling-Protokoll, sondern ein VPN-Protokoll erhalten (es wird jedoch normalerweise nur als „IKEv2“ bezeichnet). IKEv2 ist schneller als die meisten anderen Protokolloptionen und zudem ein äußerst stabiles und sicheres VPN-Protokoll.

Das vielleicht nützlichste und einzigartige Feature von IKEv2 ist seine Fähigkeit, zwischen Verbindungen (z. B. von WLAN zu Ihrem Mobilfunknetz) zu wechseln, ohne die sichere VPN-Verbindung zu verlieren, was es zu einer bevorzugten Wahl für Mobilgeräte macht. Leider wird es nicht so häufig wie L2TP/IPSec verwendet, da es nicht auf so vielen Plattformen unterstützt wird. Wenn Sie ein iPhone haben, sind Sie im Vorteil, da IKEv2 nativ auf iOS unterstützt wird.

PPTP (Point-to-Point Tunneling Protocol)

Obwohl PPTP auf den meisten Plattformen unterstützt werden kann und allgemein als sehr schnelles VPN-Protokoll angesehen wird, raten wir von seiner Verwendung ab, da es NICHT sicher ist. Es wurde ursprünglich von einem 1999 von Microsoft gegründeten Herstellerkonsortium zum Aufbau von VPN über Einwahlnetze entwickelt, ist jedoch inzwischen obsolet (iOS 10 hat es als native Verbindungsoption entfernt). Wenn Ihr VPN-Anbieter also die Option zum Konfigurieren einer PPTP-Verbindung anbietet, nehmen Sie davon Abstand. Andernfalls schnüffelt mit ziemlicher Sicherheit die NSA in Ihren Angelegenheiten herum.

Vor- und Nachteile verschiedener VPN-Protokolle

  Vorteile Nachteile
OpenVPN
  • Hoher Sicherheitsgrad
  • Open-Source-Software
  • Kann Firewalls umgehen
  • Hochgradig konfigurierbar
  • Schnell und stabil
  • Von den meisten Plattformen unterstützt

   

  • Drittanbieter-VPN-Client erforderlich
L2TP/IPSec
  • In der Regel sehr sicher
  • Native Unterstützung auf modernen Plattformen
  • Leicht zu konfigurieren
  • Eventuell langsamer als andere Protokolle
  • Sicherheitslücke in Implementierung
  • Kann von der NSA kompromittiert sein
  • Probleme bei der Umgehung restriktiver Firewalls
IKEv2
  • Extrem sicher
  • Hohe Geschwindigkeit
  • Native Unterstützung (Blackberry, Windows, iOS)
  • Schnelle Wiederherstellung der Verbindung zwischen Netzwerken möglich
  • Leichte Einrichtung
  • Drittanbieter-Software erforderlich (Android)
  • Leichter zu blockieren als OpenVPN

So richten Sie VPN-Protokolle auf Android-Geräten ein

1. OpenVPN

Die Konfiguration von OpenVPN für Android ist recht einfach. Zunächst müssen Sie auf der Website Ihres VPN-Anbieters überprüfen, ob dieser das OpenVPN-Protokoll unterstützt (was sehr wahrscheinlich ist). Dann müssen Sie die notwendigen OpenVPN-Konfigurationsdateien (Einstellungen, die zeigen, wie jede Verbindung funktionieren soll) herunterladen, die ebenfalls auf der Website Ihres VPN-Anbieters verfügbar sein sollten. Beachten Sie, dass diese Dateien in der Regel als ZIP-Datei bereitgestellt werden, und Sie benötigen möglicherweise eine Dateimanager-App, um sie zu extrahieren.

Da für die Konfiguration des OpenVPN-Protokolls mit Android eine VPN-Client-Software erforderlich ist, müssen Sie auch OpenVPN Connect for Android von Google Play herunterladen. Sobald Sie die Client-Software und die Konfigurationsdateien extrahiert haben, können Sie loslegen. Viele VPN-Anbieter bieten auf ihren Websites hilfreiche Tutorials zum Einrichten eines VPN auf Android-Telefonen an. Verwenden Sie diese daher als Referenz, wenn sie verfügbar sind. Andere Anbieter hingegen stellen eventuell nur die notwendigen Dateien zur Verfügung. Suchen Sie in diesem Fall auf den Support-Seiten nach Hinweisen zu OpenVPN- oder OVPN-Dateien oder folgen Sie Methode 4 für eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Konfiguration von OpenVPN mit Android.

2. L2TP/IPSec

Im Gegensatz zu OpenVPN wird L2TP/IPSec von Android nativ unterstützt, sodass Sie keine zusätzliche VPN-Client-Software installieren müssen. Stattdessen müssen Sie nur die Liste der VPN-Server-IP-Adressen, die Ihnen über Ihren VPN-Provider zur Verfügung stehen, sowie den voreingestellten VPN IPSec-Schlüssel Ihres Providers finden. Wie oben erwähnt, ist dieser möglicherweise über die Website Ihres Anbieters öffentlich zugänglich; andernfalls sollten Sie nach der Anmeldung an Ihrem VPN-Konto darauf zugreifen können. Befolgen Sie die Installationsanleitung für Android oder die Anweisungen Ihres Anbieters und Sie müssten L2TP/IPSec mit wenig Zeitaufwand konfigurieren können.

3. IKEv2

Wenn Sie kein Blackberry- oder Windows-Mobilgerät verwenden, die beide IKEv2 nativ unterstützen, müssen Sie Client-Software von Drittanbietern herunterladen, um dieses VPN-Protokoll einzurichten. Laden Sie den strongSwan VPN Client für Android direkt aus dem Google Play Store herunter und installieren Sie ihn. Wie bei L2TP/IPSec benötigen Sie die Serverliste Ihres VPN-Anbieters; einige Anbieter stellen auch eine Verbindungszertifizierungsdatei bereit, die Sie herunterladen können.

Die allgemeine Bereitstellung, das Dateiformat und die benötigten Schlüssel werden auf der Website von strongSwan beschrieben, die Konfiguration insgesamt ist jedoch ähnlich wie bei L2TP/IPSec. Auch hier müssen Sie die gewünschte Serveradresse aus der Serverliste Ihres Anbieters angeben. Anschließend authentifizieren Sie sich entweder mit den Anmeldedaten Ihres VPN-Kontos (wobei im Feld für das CA-Zertifikat „Select Automatically“ ausgewählt ist) oder Sie haben die Möglichkeit, das Zertifikat unter Verwendung der zuvor heruntergeladenen Zertifikatdatei zu importieren.

So richten Sie VPN-Protokolle auf dem iPhone ein

1. OpenVPN

Da OpenVPN nicht nativ für iOS konfiguriert ist, wird eine VPN-Client-Software benötigt. OpenVPN Connect für iOS ist der einzige für die OpenVPN-Konfiguration verfügbare Client. Er kann direkt aus dem Apple App Store heruntergeladen und installiert werden.

Die Einrichtung des iPhone-VPN ist glücklicherweise recht einfach. Sobald Sie die App heruntergeladen haben, müssen Sie auf die Website Ihres VPN-Anbieters gehen, um die OpenVPN-Konfigurationsdateien zu finden und herunterzuladen. Viele VPN-Anbieter bieten auf ihren Websites hilfreiche Tutorials für die Einrichtung an. Verwenden Sie diese daher als Referenz, wenn sie verfügbar sind. Andere Anbieter hingegen stellen eventuell nur die notwendigen Dateien zur Verfügung. Suchen Sie in diesem Fall auf den Support-Seiten nach Hinweisen zu OpenVPN oder OVPN-Dateien.

Öffnen Sie jede Datei in Ihrer OpenVPN-App und tippen Sie auf die grüne Schaltfläche mit dem Pluszeichen (+), um den Server hinzuzufügen. Wiederholen Sie dies, bis Sie alle gewünschten Server hinzugefügt haben. Beachten Sie, dass die App zwar mehrere verschiedene Server speichern kann, Sie sich aber immer nur mit einem davon verbinden können. Danach müssen Sie nur noch Ihre VPN-Anmeldedaten eingeben und die Verbindung herstellen.

2. L2TP/IPSec

Im Gegensatz zu OpenVPN wird L2TP/IPSec von iOS nativ unterstützt, sodass Sie keine zusätzliche VPN-Client-Software installieren müssen. Stattdessen müssen Sie nur die Liste der VPN-Server-IP-Adressen, die Ihnen über Ihren VPN-Provider zur Verfügung stehen, sowie den voreingestellten VPN IPSec-Schlüssel Ihres Providers finden. Wie oben erwähnt, ist dieser möglicherweise über die Website Ihres Anbieters öffentlich zugänglich; andernfalls sollten Sie nach der Anmeldung an Ihrem VPN-Konto darauf zugreifen können.

Tippen Sie auf Ihrem iPhone oder iPad auf das Symbol „Einstellungen“ dann auf „Allgemein>> VPN >> VPN-Konfiguration hinzufügen“. Unter „Typ“ können Sie einfach das Protokoll auswählen, das Sie konfigurieren möchten (in iOS ist es als „L2TP“ angegeben, aber keine Sorge, es ist immer noch mit IPSec-Verschlüsselung implementiert). Befolgen Sie die Installationsanleitung für iOS oder die Anweisungen Ihres Anbieters, dann sollten Sie L2TP/IPSec in kurzer Zeit konfiguriert haben.

3. IKEv2

Insgesamt bietet iOS eine hervorragende Unterstützung für VPNs. Dazu gehört auch IKEv2, das auf vielen Plattformen nicht nativ verfügbar ist - iOS, Blackberry und Windows sind die einzigen für Mobilgeräte. Wie bei L2TP/IPSec müssen Sie nur auf Ihrem iPhone oder iPad auf das Symbol „Einstellungen“ dann auf „Allgemein>> VPN >> VPN-Konfiguration hinzufügen“ tippen. Unter „Typ“ wählen Sie einfach das Protokoll, das Sie konfigurieren möchten (in diesem Fall IKEv2).

Suchen Sie die Liste der VPN-Server-IP-Adressen, die Ihnen über Ihren VPN-Anbieter zur Verfügung stehen, wählen Sie die gewünschte aus und geben Sie sie in das Feld „Server“ auf dem Konfigurationsbildschirm ein. Geben Sie die restlichen Verbindungsdaten Ihres VPN-Anbieters ein, einschließlich Ihres Konto-Benutzernamens und Passworts, und verbinden Sie sich. Beachten Sie, dass einige Anbieter anstelle Ihres Benutzernamens und Passworts eine Zertifikatauthentifizierung verwenden können; in diesem Fall müssen Sie diese Dateien importieren, bevor Sie Ihre VPN-Verbindung einrichten.

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