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Was ist eine IP-Adresse und welchen Zweck hat sie?

„IP-Adresse“ steht für Internet Protocol address (Internetprotokolladresse). Eine IP-Adresse ist eine eindeutige Abfolge von Zahlen und Buchstaben, die jedem Gerät in einem Computernetzwerk zugewiesen ist, und somit auch jedem Gerät im Internet. Mit dieser Adresse werden die Milliarden von Geräten, die das Internet nutzen, identifiziert und unterschieden. Dazu zählen z. B. Computer, Mobiltelefone, Drucker und auch immer mehr sogenannte Internet of Things (IoT)-Geräte (Smart Speaker, Kühlschränke, Überwachungssysteme für Wohnung oder Haus).

Dieser Artikel enthält:

    IP-Adressen sorgen auch dafür, dass Daten an den richtigen Ort gelangen. Menschen und Unternehmen benötigen eine Empfänger-Adresse, um Briefe zu versenden, und das Internet benötigt eine digitale Adresse, um angeforderte Daten zuzustellen. 

    Was kann man mit einer IP-Adresse machen? Alles! Sie ermöglicht die Verbindung zu den Websites, die Sie besuchen, zu den E-Mails, die Sie öffnen, und zu den Videos, die Sie sich ansehen. Alle diese Aktivitäten, die im Internet stattfinden, werden als „Datenanforderungen“ bezeichnet und erfordern eine IP-Adresse. Ihr Computer und Ihre Internetnutzung würden ohne IP-Adressen nicht funktionieren.

    Die Bestandteile von IP-Adressen

    Wie werden also IP-Adressen zugewiesen und welche Informationen enthalten sie? Sehen wir uns eine beispielhafte IP-Adresse an:

    172.16.254.1

    Eine IP-Adresse besteht in der Regel aus vier Zahlen zwischen 0 und 255, die durch Punkte getrennt sind. Nicht jede der vier Zahlen muss dreistellig sein. Im obigen Beispiel ist die erste Zahl 172, die zweite Zahl 16, die dritte Zahl 254 und die vierte Zahl 1. Diese Darstellung mit Punkten wird als 32-Bit-Zahl bezeichnet.

    Ganz einfach, oder? Eine Abfolge von Zahlen und Punkten, die eine ähnliche Funktion wie eine Postanschrift hat und mit der Geräte daher Daten im Internet senden und empfangen können. Aber es gibt auch noch andere Arten von IP-Adressen:

    2001:db8:0:1234:0:567:8:1

    Das ist schon etwas komplexer. Warum gibt es verschiedene Arten von IP-Adressen und warum unterscheiden sie sich so stark voneinander?

    Wir gehen später noch auf die verschiedenen Arten von IP-Adressen und die Gründe für IPv4 und IPv6 ein (es gab eigentlich nicht mehr genug IP-Adressen). Aber zuerst sehen wir uns die zwei Hauptkomponenten von IP-Adressen an: die Netzwerk-ID und die Host-ID.

    Die Netzwerk-ID ist der Teil einer IP-Adresse, der angibt, welches Netzwerk für die Verbindung mit dem Internet genutzt wird (im ersten Beispiel oben ist das „172.16.254“). Sie wird von einem Internetdienstanbieter (auch „Internet Service Provider“ oder „ISP“ genannt) zugewiesen, wenn Sie sich von zu Hause aus über einen WLAN-Router, in einem Firmennetzwerk oder in einem öffentlichen Netzwerk, z. B. in einem Café, mit dem Internet verbinden. 

    Ein Netzwerk kann lediglich aus zwei Computern bestehen, die Daten miteinander austauschen, oder aber so groß wie das Internet selbst sein. Das Internet ist ein Netzwerk. Es ist ein Netzwerk aus Netzwerken!

    Die Host-ID einer IP-Adresse (im ersten Beispiel oben nur die „1“ am Ende) steht für das Gerät, das mit diesem Netzwerk verbunden ist. Nehmen wir an, Sie haben die folgenden Geräte zu Hause, die alle eine IP-Adresse fürs Internet benötigen. Die IP-Adressen könnten so lauten: 

    Gerätename: Netzwerk-ID.Host-ID

    Laptop 1: 172.16.254.1

    Laptop 2: 172.16.254.2

    Desktop: 172.16.254.3

    Smartphone: 172.16.254.4

    Smart Speaker: 172.16.254.5 

    Jeder Host in einem Netzwerk hat die gleiche Netzwerk-ID, aber die letzte Nummer ist bei jedem Host unterschiedlich. Ein Host hat nur eine IP-Adresse, ein Netzwerk hat viele.

    Die Netzwerk-ID in Kombination mit der Host-ID ergibt die IP-Adresse. Und diese alphanumerische Zeichenfolge ermöglicht Ihnen den Zugang zum Internet.

    Wie funktionieren IP-Adressen?

    IP-Adressen fungieren als eindeutige Kennung für jedes Onlinegerät, ähnlich wie eine Postanschrift. Über eine IP-Adresse erhalten Sie aber keine Briefe, sondern angeforderte Daten, wie z. B. Suchergebnisse, Websites und E-Mails. Wenn Sie die Funktionsweise von IP-Adressen verstehen, hilft es Ihnen, Themen wie Onlinesicherheit und digitale Privatsphäre mit fundiertem Wissen anzugehen.

    Werfen wir zunächst einen Blick auf die grundlegende Definition des Internets. Das Internet ist ein globales Netzwerk von Computern, das auf der Grundlage von Protokollen bzw. Regeln funktioniert. Diese Regeln definieren, wie Daten zwischen elektronischen Geräten übertragen werden – oder, anders gesagt, wie Computer über ein Netzwerk miteinander kommunizieren. 

    Wenn Sie online etwas anfordern, „weiß“ das Internet anhand Ihrer IP-Adresse, wohin es die Antwort auf diese Anforderung schicken soll. Wenn Sie beispielsweise eine Suchanfrage in Google eingeben, wie z. B. „Was ist eine IP-Adresse“, ruft das Internet diese Daten ab (in diesem Fall Suchergebnisse wie z. B. den Link zu diesem Artikel) und sendet sie an Ihr Gerät.

    All dies geschieht innerhalb von Millisekunden.

    Wozu werden IP-Adressen benötigt?

    Das Internet kann wie ein Dschungel ohne Regeln wirken. Aber eigentlich ist es ein sehr gut organisiertes System, weswegen es wichtig ist, Ihre IP-Adresse zu verbergen, zu ändern und zu schützen. 

    Der Sinn von IP-Adressen ist es, das Web abzubilden und Daten an die richtigen Stellen zu senden. Ohne diese wichtige Protokolladresse für Geräte und Netzwerke könnten Ihre Datenanforderungen im Internet nicht erfüllt werden. Das würde bedeuten: Kein Facebook. Keine E-Mail. Überhaupt kein Surfen im Web.

    Welchen anderen Zweck außer der „digitalen Anschrift“ erfüllt eine IP-Adresse noch? Sie kann auch sensible Informationen offenlegen, wie z. B. Ihren Standort und andere Details, die Sie vielleicht lieber geheim halten möchten. Es ist zwar nicht möglich, ohne IP-Adresse ins Internet zu gehen, aber es ist möglich, sie mithilfe eines virtuellen privaten Netzwerks wie AVG Secure VPN zu ändern oder zu verbergen.

    Ein VPN verschlüsselt den Online-Traffic und leitet ihn zu einem speziellen VPN-Server um, bevor Sie sich mit dem öffentlichen Internet verbinden. Wenn Sie dann eine Website aufrufen, ist für die Website nur die IP-Adresse des VPNs sichtbar – Ihre tatsächliche IP-Adresse wird maskiert (verborgen). 

    Bei vielen VPNs können Server in verschiedenen Ländern ausgewählt werden, sodass Sie auch Ihren übermittelten Standort beeinflussen können. Das ist z. B. praktisch, wenn Sie auf Reisen sind und denselben Zugang zu Streaming-Diensten benötigen wie an Ihrem Heimatstandort. Ein VPN bietet Ihnen also folgende Vorteile: Ihre persönlichen Daten werden geschützt, Sie verpassen keine Lieblingssendung mehr und halten Ihre Online-Aktivitäten anonym.

    Wie finden Sie Ihre eigene IP-Adresse heraus?

    Es ist ganz einfach, Ihre eigene IP-Adresse herauszufinden. Am einfachsten geht es so: Sie geben „Wie ist meine IP-Adresse?“ in Google ein und können die Adresse gleich in den Suchergebnissen aufrufen. Das zeigt auch, wie einfach es für Hacker und andere Schnüffler ist, Sie online zu finden. Daher ist es ratsam, die IP mithilfe eines VPNs zu verbergen.

    Die verschiedenen Arten von IP-Adressen

    Die IP-Adresse variiert je nachdem, wie die Geräte mit dem Internet verbunden sind. Vieles hängt davon ab, von wo aus Sie sich verbinden (zu Hause, im Büro, im Café), und außerdem von den Regeln Ihres ISP.

    TCP/IP

    TCP/IP bildet die grundlegende Basis für IP-Adressen. TCP/IP steht für „Transmission Control Protocol/Internet Protocol“ und umfasst eine Reihe von Protokollen, die die Internetarchitektur bilden

    Diese Regeln bestimmen, wie Daten im Internet ausgetauscht und kommuniziert werden. Sie legen auch fest, wie Daten in Pakete aufgeteilt und adressiert werden, um an das Ziel übertragen und dort empfangen zu werden. Das klingt vielleicht komplex, geht aber schneller, als Sie mit den Fingern schnippen können.

    Öffentlich und lokal

    Wussten Sie, dass Geräte zwei verschiedene IP-Adressen haben? Genau das ist der Fall: Ihr Computer hat sowohl eine öffentliche IP-Adresse als auch eine lokale IP-Adresse.

    Die öffentliche IP-Adresse, auch externe oder globale IP-Adresse genannt, wird für die Kommunikation zwischen Hosts und dem globalen Internet verwendet. Mit dieser öffentlichen IP-Adresse, die in der Regel von Ihrem ISP für den Einsatz zu Hause zur Verfügung gestellt wird, verbinden Sie sich mit dem Internet. 

    Die lokale IP-Adresse, manchmal auch als private oder interne IP-Adresse bezeichnet, wird Ihrem Gerät innerhalb eines privaten Netzwerks zugewiesen. Lokale IP-Adressen werden nicht über das Internet geleitet und dienen nur der Verwendung innerhalb des lokalen Netzwerks.

    Die „öffentliche Adresse“ eines Bürogebäudes kann z. B. „Hauptstraße 123, Große Stadt“ lauten, die „lokale Adresse“ eines Geräts z. B. „Raum 123“. Post wird zunächst an die öffentliche Adresse geschickt, und Ihr Büromanager (=Ihr ISP) bringt die Sendung dann direkt zu Ihrem Raum.

    IPv4 und IPv6

    Bei seiner Konzeption war das Internet nicht das, was es heute ist. Seine Erfinder hatten nicht mit der weiten Verbreitung und täglichen Nutzung durch Milliarden von Menschen und Geräten gerechnet. Daher sind irgendwann die Zahlen für die IP-Adressen ausgegangen. IPv4 ist die ursprüngliche Nummerierungsstruktur des Internetprotokolls, bei der ein 32-Bit-Zahlenformat genutzt wird. 

    Eine IPv4-IP-Adresse sieht so aus: 78.2.40.106

    Der Unterschied zwischen IPv4- und IPv6-IP-Adressen: Letztere wurden erst später ausgegeben, als es nicht mehr genügend IPv4-Adressen gab. Sie weisen ein 128-Bit-Hexadezimalformat und Doppelpunkte als Trennzeichen auf und sind (theoretisch) unendlich verfügbar.

    Eine IPv6-Adresse sieht so aus: 2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334

    IPv6 wird gerade erst eingeführt. Vermutlich sind Sie noch über eine IPv4-Adresse mit dem Internet verbunden. Google berichtet, dass nur etwa 30 % seiner Benutzer sich über eine IPv6-Adresse verbinden. IPv6 wird zwar kontinuierlich implementiert, aber es kann eine Reihe von Gründen geben, IPv6 lieber zu deaktivieren. Der Weg zur umfassenden Verwendung wird wahrscheinlich holprig werden.

    So werden IP-Adressen zugewiesen

    Wir kennen jetzt schon die verschiedenen Arten von IP-Adressen und erfahren nun, wer IP-Adressen eigentlich vergibt. Es gibt zwei Arten der Zuweisung von IP-Adressen: statisch oder dynamisch. Wie Ihrem Gerät eine IP-Adresse zugewiesen wird, hängt von den Netzwerkbedingungen – z. B. von Ihrem ISP – und von den Softwarefunktionen Ihres Geräts ab.

    Die Erstellung einer IP-Adresse erfolgt automatisch, wenn sie dynamisch ist, und manuell, wenn sie statisch ist. Eine statische Adresse ist fest und permanent, während eine dynamische Adresse sich jedes Mal ändern kann, wenn Sie sich mit dem Internet verbinden. Beispielsweise kann Ihrem Computer bei jedem Neustart eine andere (dynamische) IP-Adresse zugewiesen werden.

    Die Antwort auf die Frage „Von wem oder was werden IP-Adressen zugewiesen“? fällt also je nach Netzwerkverbindung anders aus. Kurz gesagt werden IP-Adressen weltweit von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) verwaltet und danach von Ihrem lokalen ISP oder Ihrem Router zu Hause verwaltet.

    Schützen Ihrer IP-Adresse

    Cyberkriminelle können auch bei einem nur begrenzten Zugriff großen Schaden anrichten. Ist Ihre IP-Adresse offen zu sehen, kann sie als Einfallstor für illegale und schädigende Aktivitäten dienen. Schlaue Internetnutzer entscheiden sich daher oft dafür, ihre IP-Adresse zu verbergen und auf das Internet über ein VPN sicher zuzugreifen. Auch mit einem Proxy oder dem Tor-Netzwerk lassen sich IP-Adressen maskieren. 

    Mit AVG Secure VPN können Sie Ihre IP-Adresse verbergen und mögliche Risiken vermeiden. Ungeschützte IP-Adressen können von Cyberkriminellen repliziert und zum Herunterladen illegaler Inhalte verwendet werden. Schlimmer noch: Sie können Ihre IP-Adresse für gezielte DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Services) gegen Ihr Netzwerk nutzen, bei denen Server durch große Mengen an vorgetäuschtem Website-Traffic zum Absturz gebracht werden.

    Schützen Sie Ihre IP-Adresse mit AVG Secure VPN vor neugierigen Blicken

    Gehen Sie mit einem sicheren VPN ins Internet, um die Vorteile der digitalen Anonymität zu nutzen. Ein VPN verbirgt aber nicht nur Ihre IP-Adresse, sondern verschlüsselt auch Ihren Internet-Traffic. Das bedeutet, dass Sie in Ruhe Online-Banking erledigen, online einkaufen und surfen können, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass Hacker oder andere Personen dabei zusehen. Und durch die Verwendung eines VPN-Servers an einem Standort Ihrer Wahl können Sie Inhalte selbst dann von zu Hause streamen, wenn Sie im Ausland unterwegs sind.

    AVG Secure VPN ist Ihre Eintrittskarte zu einer Internetnutzung mit mehr Sicherheit und Privatsphäre. AVG Secure VPN wurde entwickelt, um unabhängig vom Gerät Ihre IP-Adresse zu verbergen und Ihre Anonymität zu wahren. Sie profitieren von Verschlüsselung nach Militärstandard und von unseren fürs Streaming optimierten Servern, die sich an über 50 Standorten rund um den Globus befinden. Überzeugen Sie sich mit unserer kostenlosen Testversion selbst von den Vorteilen.

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