Sie sind mit der Arbeit an Ihrem Laptop fertig, schließen ihn und er wechselt in den Standbymodus. Aber ist das wirklich die beste Weise, eine Pause zu machen, oder sollten Sie nicht vielleicht einige der anderen Optionen nutzen, etwa ihn vollständig herunterfahren oder in den Ruhezustand versetzen? In diesem Artikel beschreiben wir die verschiedenen Optionen und zeigen Ihnen, was zu tun ist.

Das Windows 10-Abschaltmenü

Weiter geht es nach der Pause

Wann sollten Sie den Laptop herunterfahren, in den Energiesparmodus oder in den Ruhezustand versetzen?

  • Wenn Sie nur eine kurze Pause einlegen möchten, ist der Energiesparmodus (bzw. der hybride Energiesparmodus) die richtige Lösung.
  • Wenn Sie nicht Ihre gesamten Dateien speichern möchten, aber sich für einige Zeit vom Computer entfernen müssen, ist der Ruhezustand am besten.
  • Ab und zu ist es ratsam, den Computer komplett herunterzufahren, damit er in einwandfreiem Zustand bleibt.

Dies wird im Folgenden ausführlich beschrieben.

Energiesparmodus

Was passiert, wenn Sie Ihren Computer in den Energiesparmodus versetzen?

Der Energiesparmodus ist eine sehr energieeffiziente Möglichkeit, Ihr Gerät für kurze Zeit inaktiv zu schalten, ohne es vollständig herunterzufahren: Sobald Sie auf diese Option klicken (oder den Deckel Ihres Laptops schließen), wird alles, woran Sie arbeiten und alles, was ausgeführt wird, wie Windows oder macOS und Ihre Anwendungen, im Hauptspeicher Ihres Computers (dem Arbeitsspeicher oder RAM) gespeichert. Dieser RAM ist dann das Einzige, das Akku verbraucht, und unnötige integrierte Geräte wie der Laptop-Prozessor, die Festplatte oder das DVD-Laufwerk werden abgeschaltet, um Strom zu sparen.

Wann Sie Ihren Computer in den Energiesparmodus schalten sollten

Der Energiesparmodus ist die beste und einfachste Option, wenn Sie nur schnell eine Pause von der Arbeit einlegen und noch genügend Akkuladung vorhanden ist (oder wenn Ihr Laptop mit dem Kabel betrieben wird). Sobald Sie den Laptop öffnen oder eine Taste drücken, ist Ihr Laptop sofort mit allen Ihren Anwendungen einsatzbereit und Sie können weiterarbeiten.

Nachteile des Energiesparmodus beim PC oder Mac

Im Energiesparmodus wird immer noch ein wenig Akku verbraucht, und obwohl es normalerweise Tage (oder Wochen!) dauert, bis ein Gerät in diesem Modus einen vollständig geladenen Akku entleert hat, muss man darauf achten. Wenn Sie Ihren Laptop später „aufwecken“, stellen Sie womöglich fest, dass sich der Akku zu einem großen Teil entleert hat. Aber keine Sorge: Sobald der Akku einen kritischen Zustand erreicht, nutzt Ihr Laptop automatisch den Ruhezustand (siehe unten), vollständig herunterzufahren, um so Datenverlust zu vermeiden.

Außerdem neigen Windows, macOS und Ihre Anwendungen dazu, langsamer zu laufen und etwas unzuverlässig zu werden, wenn der Computer einige Tage lang nicht heruntergefahren wurde. Dies kann unter anderem daran liegen, dass der Arbeitsspeicher voll ist oder dass sehr viele temporäre Dateien erstellt wurden. Deshalb sollten Sie Ihren PC auf jeden Fall ab und zu neu starten.

Ein Neustart Ihres PCs wird nicht alle Leistungsprobleme lösen – lesen Sie dazu unseren praktischen Leitfaden zur Beschleunigung Ihres PCs.

So schalten Sie Ihren Windows-PC in den Energiesparmodus

Klicken Sie in der Taskleiste auf die Schaltfläche Start und dann auf Energie sparen oder schließen Sie einfach den Deckel des Laptops. Das war's schon. Um ihn wieder aufzuwecken, drücken Sie eine beliebige Taste auf Ihrer Tastatur, die Einschalttaste oder öffnen Sie den Deckel. 

So schalten Sie Ihren Mac in den Ruhezustand

Klicken Sie auf die Apple-Taste in der linken oberen Ecke und wählen Sie Ruhezustand oder schließen Sie Ihr MacBook. Um es wieder einzuschalten, müssen Sie nur den Deckel öffnen oder die Einschalttaste drücken.

Ruhezustand

Was passiert, wenn Sie Ihren Computer in den Ruhezustand versetzen?

Beim Ruhezustand wird der Computer vollständig ausgeschaltet, Sie können Ihre Arbeit jedoch direkt fortsetzen. Wie ist das möglich? Er friert alles, was Sie gerade tun, gewissermaßen ein und speichert es sicher auf der Festplatte in der sogenannten „Ruhezustanddatei“. Danach wird der gesamte Computer ausgeschaltet und benötigt damit keinerlei Strom. Sobald Sie die Einschalttaste drücken, wird das gesamte System aktiviert und Sie können Ihre Arbeit fortsetzen.

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Wann Sie Ihren Computer in den Ruhezustand schalten sollten

Wenn Sie Ihren Windows-PC oder Mac in den Ruhezustand versetzen, werden alle Aktivitäten auf Ihrem Computer unterbrochen und er verbraucht weder Netzstrom noch Akkulaufzeit. Sie sollten erwägen, Ihren Computer in den Ruhezustand zu versetzen, wenn Sie Ihre Arbeit noch nicht abgeschlossen haben und mehrere Tage lang nicht in der Nähe einer Steckdose sein werden. Dies ist die beste Option, wenn Sie viele Programme, Webseiten, Dokumente usw. geöffnet haben, auf die Sie später noch zugreifen müssen und die Sie noch nicht speichern möchten.

Nachteile des Ruhezustands beim PC oder Mac

Es dauert eine ganze Weile, den PC in Ruhezustand zu versetzen bzw. ihn wieder „aufzuwecken“. Dies hat einen einfachen Grund: Alles, was sich in Ihrem Arbeitsspeicher befindet – Windows, Ihre Programme, Ihre offenen Webseiten, Ihre offenen Dokumente – muss auf Ihrer Festplatte gespeichert werden. Abhängig davon, wie viele Apps Sie ausführen und wie viel Speicher Sie haben (z. B. 16 GB RAM), bedeutet das, dass große Datenmengen auf die Festplatte geschrieben und von ihr gelesen werden müssen. Es geht also nicht so schnell wie beim Energiesparmodus, der meist nur 1–2 Sekunden dauert.

So versetzen Sie Ihren PC in den Ruhezustand

Klicken Sie in der Taskleiste auf die Schaltfläche Start und dann auf Ruhezustand. Das war's schon. Um ihn wieder aufzuwecken, müssen Sie die Einschalttaste drücken. Wenn diese Option nicht sichtbar ist, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das kleine Batteriesymbol in der Taskleiste. Klicken Sie dann auf Energieoptionen.

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Klicken Sie auf der linken Seite auf „Auswählen, was beim Zuklappen des Computers geschehen soll“. Wählen Sie Zurzeit nicht verfügbare Einstellungen ändern und aktivieren Sie das Kästchen Ruhezustand.

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So versetzen Sie Ihren Mac in den Standbymodus

Der Standbymodus auf dem Mac ist ein interessantes Phänomen: Apple will, dass Sie in erster Linie den Ruhezustand verwenden, und versteckt daher den Standbymodus gründlich. Diese für Apple typische Vorgehensweise soll Sie daran hindern, sich über die verschiedenen Energiesparoptionen Gedanken zu machen – entweder Sie fahren den Mac herunter oder sie schalten ihn in den Ruhemodus. Wir raten davon ab, ihn manuell zu aktivieren (falls Sie ihn brauchen, finden Sie hier eine Anleitung).

Herunterfahren

Was passiert, wenn Sie Ihren PC herunterfahren?

Beim Herunterfahren werden alle Ihre Anwendungen beendet und der Laptop oder Desktop-Computer wird komplett ausgeschaltet. Der gesamte Arbeitsspeicher wird geleert, weshalb ich persönlich den Vorgang alle 2–3 Tage ausführe, damit das System schnell und reaktionsfähig bleibt. Es fühlt sich auch ein wenig so an, als würde man seinen Schreibtisch aufräumen.

Wann sollten Sie Ihren PC oder Mac herunterfahren?

Den PC oder Mac herunterzufahren, ist sinnvoll, wenn Sie mit Ihrer Arbeit fertig sind und sie nicht später fortsetzen müssen. Sie sollten es besonders dann tun, wenn Sie Ihren Computer seit einiger Zeit nicht mehr heruntergefahren haben. Wie bereits erwähnt, empfehle ich, es alle 2–3 Tage zu tun, um das System zu bereinigen: Sie werden überrascht sein, wie viel besser es nach einem einfachen Neustart läuft. Das Herunterfahren Ihres PCs oder Macs ist ideal, um am nächsten Morgen einen sauberen Neuanfang zu machen.

Wenn der PC langsam läuft oder Probleme auftreten, ist ein Neustart immer einen Versuch wert.

Nachteile beim Herunterfahren des Computers

Sie müssen Ihre Arbeit speichern und dann warten, bis das System herunterfährt bzw. gestartet wird.

Wie sieht es mit dem Neustart aus?

Der Neustart bewirkt dasselbe wie das Herunterfahren: Alle Anwendungen werden geschlossen und das Betriebssystem (Windows/macOS) wird heruntergefahren, aber Ihr PC oder Mac wird sofort wieder eingeschaltet. Dies ist die Option für den Fall, dass Ihr Computer schwerfällig zu laufen scheint oder etwas nicht richtig funktioniert. Das bewährte Allheilmittel: „Hast du ihn schon herunter- und wieder hochgefahren?“

Der hybride Standbymodus: Das Geheimnis von Windows!

Bei Desktops steht die Option „Hybrider Standbymodus“ zur Verfügung, die die Vorteile des Energiesparmodus und des Ruhezustands kombiniert. Alle Informationen, die Windows für einen schnellen Start benötigt, werden dabei in Ihrem RAM gespeichert, was dem Energiesparmodus sehr nahe kommt. Aber die Aufgaben, an denen Sie arbeiten, werden für alle Fälle auf die Festplatte geschrieben (denken Sie daran: Sobald der Strom ausgeschaltet wird, gehen Informationen im RAM verloren, auf der Festplatte jedoch nicht). Auf Laptops oder Tablets ist dies deaktiviert, weil sie über einen Akku verfügen, falls dieser jedoch schwach ist oder wenn Ihnen das Konzept des hybriden Standbymodus gefällt, sollten Sie es aktivieren. Das Herunter- und Hochfahren des Geräts kann etwas länger dauern als im Energiesparmodus, aber es ist eine sichere Option.

So aktivieren Sie den hybriden Standbymodus auf dem PC

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Batteriesymbol wie oben beschrieben. Wählen Sie Energieoptionen. Klicken Sie dann neben dem aktivierten Energiesparplan auf Energiesparplan-Einstellungen ändern. Wechseln Sie dann zu Erweiterte Energie-Einstellungen ändern. Gehen Sie zu Energie sparen, Hybriden Standbymodus zulassen und wählen Sie Ein.

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Sie finden die neue Option „Hybrider Standbymodus“ nicht im Startmenü, sondern sie ersetzt die Option „Energiesparmodus“, Sie können also zukünftig diese verwenden.

Kann mein Computer durch manche dieser Energiesparoptionen beschädigt werden?

Wenn Sie Ihren PC oder Mac in den Energiesparmodus versetzen, werden einige Funktionen weiter ausgeführt. In der Theorie trägt dies zum mechanischen Verschleiß der laufenden Geräteteile bei, aber die tatsächliche Auswirkung ist hier so gering, dass Sie sich keine Sorgen darüber machen müssen. Die tägliche Verwendung Ihres Laptops trägt weitaus mehr zur Komponentenabnutzung bei als jeder denkbare Energiesparmodus, sodass Sie sich keine Sorgen machen sollten. Selbstverständlich sind das Herunterfahren und der Ruhemodus die Optionen, bei denen keinerlei Verschleiß auftritt.