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Signal-Monkey-Video-Chat-App-Hero

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Veröffentlicht am January 13, 2023
Aktualisiert am September 25, 2025
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    Was ist die Monkey-App?

    Die Monkey-App ist eine speziell für Teenager der Generation Z vorgesehene App für Videochat- und soziale Netzwerke – Benutzer werden nach dem Zufallsprinzip für einen 15-sekündigen Videoanruf von Angesicht zu Angesicht mit Fremden zusammengebracht.

    Die 2016 von fünf Teenagern aus Kalifornien entwickelte und gestartete Videochat-App Monkey beschreibt sich selbst als Speed-Dating für Freundschaften. Sie werden nach dem Zufallsprinzip mit einem anderen Benutzer verbunden, danach beginnt der Videochat mit einem 15-sekündigen persönlichen Gespräch, um herauszufinden, ob beide Nutzer einander sympathisch sind.

    Wenn beide Nutzer auf dem Bildschirm die Taste Time antippen, wird der Videochat fortgesetzt. Andernfalls werden sie automatisch mit einem neuen Benutzer für einen neuen 15-sekündigen Chat verbunden.

    Oberfläche der Monkey-App, auf der Sie per Videoanruf mit Fremden chatten können.

    Wofür wird die Monkey-App verwendet?

    Die App Monkey wird genutzt, um Fremden zu schreiben, Updates mit Freunden zu teilen und per Videochat mit zufällig ausgewählten Personen zu sprechen – ähnlich wie beim Chatroulette und beim inzwischen eingestellten Omegle. Gleichzeitig bietet sie Funktionen der sozialen Medien, die viele Jugendliche kennen und lieben, etwa Filter, Storys und das Wischen von Karten, sowie Profildaten wie Benutzername, Alter, Geschlecht und Standort.

    So werden einige Funktionen der Monkey-App genutzt:

    • Nachrichten an Fremde: In der Monkey-App können Nutzer chatten und Gruppenkonversationen starten.

    • Neuigkeiten mit Freunden teilen: Nutzer können ihrem Profil Momente hinzufügen, zum Beispiel ein kurzes Video mit Musik.

    • Videochat mit Zufallspartnern: Die Monkey-App bringt Nutzer mit zufälligen Gesprächspartnern aus aller Welt zusammen.

    • Suche nach neuen Freundschaften: In Monkey können Nutzer durch Profile wischen, Chats starten und neue Freundschaften knüpfen.

    • Übereinstimmungen nach Interessen und Geschlecht: Nutzer können potenzielle Übereinstimmungen filtern, indem sie ihr bevorzugtes Geschlecht und die gewünschten Interessen der anderen Nutzenden angeben.

    So unterhaltsam oder gesellig diese Funktionen wirken mögen – sie sind auch anfällig für Missbrauch und können Nutzer dem Risiko aussetzen, mit unangemessenen Inhalten, Manipulation oder potenziell gefährlichen Kontakten konfrontiert zu werden. Daher ist es wichtig, die App mit Bedacht zu nutzen und sich der Risiken bei der Verwendung der Monkey-App bewusst zu sein.

    Ist die Monkey-App seriös?

    Die Monkey-App ist ein soziales Netzwerk mit weltweit über 30 Millionen Nutzerinnen und Nutzern und besonders bei Jugendlichen beliebt. Aus Sicherheitsgründen wurde sie aus dem App Store von Apple entfernt. Für Android-Geräte (je nach regionalen Einschränkungen) und in Desktop-Browsern ist sie jedoch weiterhin verfügbar. Common Sense Media empfiehlt sie für Nutzerinnen und Nutzer ab 17 Jahren, während die mit 3,5 Sternen bewertete App im Google Play Store für Personen ab 18 Jahren ausgewiesen ist.

    Sicherheitsstandards der Monkey-App

    Die Monkey-Sicherheitsrichtlinien besagen, dass die App eine "Null-Toleranz-Politik" gegenüber Cybermobbing und Drohungen verfolgt und "außergewöhnliche Maßnahmen" zum Schutz der Nutzer ergreift – darunter den 15-Sekunden-Timer und integrierte Meldefunktionen. Diese Maßnahmen reichen jedoch möglicherweise nicht aus, um Nutzer – insbesondere Minderjährige – ausreichend vor potenziellen Online-Risiken zu schützen.

    Hier ein Überblick über die Sicherheitsfunktionen von Monkey:

    • KI-Überwachung: Mithilfe von Machine Learning werden sexuelle Inhalte oder anderes Verhalten erkannt, das gegen die Richtlinien verstößt.

    • Eigenständige Meldungen: Wenn ein Nutzer während eines Videochats unangemessene Inhalte sieht, kann er über das Polizei-Emoji-Symbol eine Meldung an das Moderationsteam auslösen.

    • Aktive Moderatoren: Monkey setzt außerdem ein Moderationsteam ein, das rund um die Uhr Meldungen von Nutzerinnen und Nutzern prüft und per E-Mail Unterstützung bietet.

    • 15-Sekunden-Sicherheitstimer: Sobald Sie mit einer unbekannten Person verbunden sind, haben Sie 15 Sekunden Zeit, um zu entscheiden, ob Sie weiter chatten (durch Tippen auf Time) oder weiterschalten (durch Tippen auf Next) möchten. So verringern Sie das Risiko unerwünschter oder unangenehmer Begegnungen.

    • Strenge Community-Richtlinien: Zwar müssen Nutzer bei der Registrierung den Nutzungsbedingungen und Richtlinien von Monkey zustimmen, doch da die vollständigen Details nicht sofort mitgeteilt werden, kennen viele die konkreten Regeln vermutlich nicht.

    Benutzer der Monkey-App können auf ein Polizei-Symbol klicken, um unangemessene Inhalte an das Moderationsteam zu melden.Das Polizei-Emoji in der Monkey-App.

    Trotz der Sicherheitsrichtlinien von Monkey sind sexuell explizite Inhalte in der App alltäglich. Anders als bei manchen iPhone- und Android-Apps, in denen Sie zu Ihrer Sicherheit die App-Berechtigungen optimieren können, gilt bei der Monkey-App: Entweder Sie akzeptieren alles – oder Sie nutzen sie gar nicht.

    Was ist aus der Monkey-App geworden?

    Die Monkey-App für iOS wurde aus Sicherheitsgründen aus dem Apple App Store entfernt. iPhone-Nutzer können Monkey jedoch weiterhin über den mobilen Webbrowser aufrufen. Damit bleibt der Dienst für sie in den USA und den meisten anderen Ländern verfügbar.

    Kurz gesagt: Monkey gibt es weiterhin, aber nur noch für Android und Desktop-Plattformen.

    Probleme mit der Monkey-App

    Aufgrund nachlässiger Alterskontrollen sowie wegen Datenschutzbedenken und andauernder Probleme mit schädlichen und sexuellen Inhalten ist nicht davon auszugehen, dass die Monkey-App Ihre Kinder online schützen kann. Wir haben die App selbst getestet und wurden bereits in den ersten 30 Sekunden mit stark unangemessenen sexuellen Inhalten konfrontiert.

    Darüber hinaus sind sich Expertengremien weltweit einig, dass Kinder die Monkey-App nicht nutzen sollten.

    • Die US-amerikanische Initiative für Internetsicherheit Protect Young Eyes kommt zu dem Schluss, dass Monkey "für Kinder nicht sicher ist und gemieden werden sollte".

    • Die Washington Post berichtete, dass 2 % der Bewertungen zu Monkey Beschwerden über unerwünschte sexuelle Annäherungen enthielten – darunter auch Fälle, in denen gezielt Kinder angesprochen wurden. Die "Post" bezeichnete die Monkey-App wegen gezielt an Minderjährige gerichteter sexueller Inhalte als "ungeeignet" für Jugendliche.

    • Die britische Sicherheits-App Safer Schools hat eine Warnung veröffentlicht, in der Monkey als „extrem gefährlich“ bezeichnet wird.

    • Die iNECE Safeguarding Group hat eine Sicherheitswarnung zur Monkey-App herausgegeben und Monkey dabei als "eine äußerst gefährliche Website" bezeichnet.

    Hier erläutern wir einige der grundlegenden Sicherheitslücken der Monkey-Videochat-App genauer:

    Keine Altersüberprüfung

    Monkey schreibt offiziell vor, dass Nutzer mindestens 18 Jahre alt sein müssen, um die App zu verwenden – doch es gibt keinen Altersnachweis und kein entsprechendes Prüfverfahren. Bei der Registrierung muss zwar das Geburtsdatum angegeben werden, aber nichts hindert Kinder daran, ein falsches Datum einzugeben und so Zugriff auf den Monkey-Videochat zu erhalten.

    Diese fehlende Überprüfung ermöglicht es auch Erwachsenen, ihre Profile so zu verändern, dass sie deutlich jünger wirken, als sie tatsächlich sind – und den Algorithmus dahingehend zu manipulieren, dass er sie mit jungen, möglicherweise minderjährigen Nutzerinnen und Nutzern zusammenbringt.

    Bei ähnlichen Video-Apps, wo die Gefahr besteht, dass sie nicht jugendfreien Inhalten ausgesetzt sind, können diese gefiltert werden. Beispielsweise können Eltern ihren Nachwuchs bedenkenlos YouTube nutzen lassen, indem sie die kindersichere Variante (YouTube Kids) verwenden oder die Kindersicherungseinstellungen direkt auf dem Gerät oder in der YouTube-App anpassen. Monkey verfügt nicht über derartige Schutzmechanismen, und die Nutzer können beim Verbinden weder wissen, was sie erwartet, noch mit wem sie verbunden werden.

    Eingeschränkte Privatsphäre für Benutzer

    Monkey ist eine App für soziale Netzwerke, bei der es um die Weitergabe von personenbezogenen Daten und die Aufhebung von Datenschutzschranken geht. Sie können die App nur nutzen, wenn Sie ihr Zugriff auf Ihre Kamera und Ihr Mikrofon gewähren. Außerdem kommen Sie nicht darum herum, weitere potenziell vertrauliche Informationen preiszugeben, zum Beispiel:

    • Personenbezogene Daten: Um ein Konto bei Monkey zu erstellen, müssen Sie Ihren Namen und Ihr Geburtsdatum angeben sowie ein Profilbild hochladen – dieses kann allerdings auch ein anonymer Avatar sein.

    • Erfassung von Geräte- und Nutzungsdaten: Wie viele andere Apps und Websites sammelt auch Monkey automatisch Daten – etwa Ihre IP-Adresse, den Browsertyp, Geräteinformationen und Angaben dazu, wie Sie die App nutzen. Diese Informationen werden in der Regel für Analysen, gezielte Inhalte oder die Fehlerbehebung verwendet.

    • Benutzergenerierte Inhalte: Die Benutzer sind zwar nicht verpflichtet, werden aber dazu ermutigt, persönliche Fotos, Videos und Screenshots in Form von "Moments" mit anderen zu teilen.

    Die App untergräbt den Schutz der Daten ihrer Benutzer zusätzlich, indem sie keinen verlässlichen Schutz vor Datenverlust, -missbrauch oder -verfälschung bietet. Das kann dazu führen, dass gespeicherte Nachrichten verloren gehen, Fremde Zugriff auf Ihre privaten Fotos erhalten oder Ihre Daten ohne Ihr Wissen missbraucht oder auf anderen Plattformen wie Telegram geteilt werden.

    Dieser nachlässige Umgang mit Privatsphäre und Sicherheit setzt Benutzer dem Risiko von Datenpannen aus und könnte Hackern ohne viel Mühe Zugriff verschaffen, die Sie dann ohne viel Mühe über eine gehackte Webcam ausspionieren können, indem Sie Ihr Gerät mit Spyware infizieren.

    Erfassung von Standortdaten

    Durch die sozialen Medien haben sich viele Menschen daran gewöhnt, persönliche Details online zu teilen. Doch die automatische Datenerfassung – etwa Ihrer IP-Adresse – kann weit mehr über Sie preisgeben, als Ihnen bewusst ist. Monkey verwendet beispielsweise Ihre IP-Adresse, um anderen Nutzern Ihren ungefähren Standort anzuzeigen – Sie können also nicht einfach eine andere Stadt angeben, um anonym zu bleiben. Um Ihren tatsächlichen Standort zu verbergen, benötigen Sie ein VPN, das Ihre Internetverbindung über einen entfernten Server leitet.

    Die App Monkey gibt Ihren Standort an andere Nutzer weiter.

    Schädliche Inhalte

    Das alarmierendste Problem bei der App Monkey ist das hohe Risiko, auf sexuelle oder anderweitig unangemessene Inhalte zu stoßen. Trotz der angeblichen Moderation berichten Nutzer, dass die Plattform mit Werbung für Sex, Pornografie, Masturbation und sogar Sodomie überflutet ist. Viele dieser inakzeptablen Inhalte tauchen nur kurz auf und verschwinden sofort wieder – oft so schnell, dass Benutzer sie nicht melden können.

    Bewertungen der Monkey-App im Google Play Store für Android

    Eigenverantwortliche Überwachung

    In seinem Safety Center erklärt Monkey offen, dass die Plattform im Wesentlichen "selbstverwaltet" funktioniert, wobei "die Menschen die Kontrolle haben".

    Da Monkey nicht aktiv moderiert, sondern sich darauf verlässt, dass die Benutzer unangemessene Inhalte melden, besteht ein erhebliches Sicherheitsrisiko – vor allem für Kinder und Jugendliche. Da das Moderationsteam Zeit für die Bearbeitung von Meldungen benötigt und manche Benutzer zögern, problematische Inhalte überhaupt zu melden, kann Schädliches leicht durch das Raster rutschen.

    Anonyme Nutzer

    Benutzerinnen und Benutzer von Monkey können anonym bleiben, indem sie Fantasienamen verwenden und nur die nötigsten Profilangaben machen. Die App überprüft keine Identitäten. So lässt sich die eigene Identität leicht verschleiern, um etwa andere Benutzer zu catfishen.

    Ohne Identitätsprüfung und klare Rechenschaftspflicht können sich Täter problemlos als gleichaltrige Gesprächspartner ausgeben – und selbst durchschnittliche Benutzer geraten unter Umständen in Versuchung, sich unangemessen zu verhalten. Dadurch entsteht ein Hochrisiko-Umfeld für Exploits, Belästigungen und die Begegnung mit schädlichen Inhalten.

    Selbst wenn Benutzer gemeldet und gesperrt werden, können sie aufgrund der schwachen Identitätsprüfung der App mühelos neue Konten anlegen. Wiederholte Verstöße sind dadurch an der Tagesordnung – und das gesamte Moderationssystem ist wirkungslos.

    Einschränkungen bei der Meldung

    Das wichtigste Meldesystem von Monkey ist das Polizei-Emoji: Tippen Benutzer während eines Videochats darauf, können sie unangemessenes Verhalten melden. Dieses System hat jedoch etliche Schwachstellen:

    • Es geht nicht schnell genug und ist nicht wirklich einleuchtend: Bei Videochats geht alles sehr schnell – Entscheidungen fallen in nur 15 Sekunden. Das lässt den Benutzern kaum Zeit, das Verhalten ihres Gegenübers einzuordnen oder zu melden.

    • Es ist unklar, was nach einer Meldung geschieht: Benutzer wissen oft nicht, was geschieht, nachdem sie einen Vorfall gemeldet haben – die Maßnahmen des Moderationsteams bleiben intransparent.

    • Das System ist stark darauf angewiesen, dass Benutzer Meldungen einreichen: Die App räumt problematische Inhalte nicht aktiv im Vorfeld aus, sondern verlässt sich vollständig darauf, dass Benutzer Verstöße selbst erkennen und melden, statt problematische Inhalte aktiv im Vorfeld zu verhindern..

    • Gemeldete Benutzer können die Plattform weiterhin nutzen: Gemeldete Benutzer können während der Überprüfung durch das Moderationsteam weiterhin auf der Plattform aktiv bleiben – und damit andere Benutzer möglichen weiteren Verstößen aussetzen, bevor Maßnahmen ergriffen werden.

    • Unzureichende Meldeoptionen: Den Benutzern stehen zur Meldung unangemessenen Verhaltens in der App nur zwei grobe Kategorien zur Verfügung – "Minderjährig" oder "Verletzung von Community-Richtlinien". Ohne die Möglichkeit, genauere Angaben zu machen, ist Moderation weniger wirkungsvoll – und die Wahrscheinlichkeit, dass passende Maßnahmen ergriffen werden, sinkt.

    Verbindungen zu anderen riskanten Chat-Plattformen

    Die App Monkey ist nicht offiziell mit anderen Chat-Plattformen wie "Omegle", "Chatroulette", "Holla" oder "Azar" verbunden. Nach der Schließung von Omegle im Jahr 2023 gewann Monkey jedoch als Alternative an Beliebtheit – vor allem bei Teenagern und jungen Erwachsenen.

    Wie funktioniert die Monkey-App?

    Die Monkey-App verbindet einander fremde Menschen über ein einfaches Matching-System. Benutzer legen Profile an und werden von einem integrierten Algorithmus anhand gemeinsamer Merkmale und Interessen einander zugeordnet. Sobald ein Match zustande kommt, können sie per Direktnachricht und Video-Funktionen chatten – damit können sie leicht ins Gespräch kommen und neue Bekanntschaften schließen.

    Monkey Plus ist ein kostenpflichtiges Upgrade, das zusätzliche Funktionen wie erweiterte Filter, unbegrenztes Weiterskippen und werbefreie Nutzung bietet. Im Google Play Store häufen sich jedoch negative Bewertungen: Viele Benutzer bemängeln das schlechte Preis-Leistungs-Verhältnis, technische Probleme und insgesamt sehr begrenzte Vorteile für das gezahlte Geld.

    Einige der Premium-Funktionen, die Monkey-Abonnenten zur Verfügung stehen, wie Geschlechts- und LGBTQ-Filter und Direktnachrichten.

    Profile und Momente

    Um die Monkey-App zu nutzen, legen Sie zunächst ein Profil an, indem Sie Ihr Google- oder Facebook-Konto verknüpfen. Die App übernimmt automatisch Angaben wie Ihren Namen, Ihr Geburtsdatum, Ihr Geschlecht und Ihren Standort. Wenn Sie andere Benutzer durchsehen, sehen Sie nur deren Geschlecht, Profilfoto, Benutzernamen, Alter und Standort.

    Die kostenlose Version von Monkey bietet nur Grundfunktionen, etwa das Erstellen eines Profils und das Veröffentlichen von "Moments". Wie in anderen sozialen Medien können Sie Benutzern folgen, um ihre Inhalte zu sehen und ihre Follower-Zahl einzusehen.

    Die Profile erinnern an das Instagram-Layout: Unter dem Profilbild steht eine Kurzbeschreibung, dazu kommen Bereiche für Interessen und Hobbys. Standardmäßig wird auf jedem Profil ein Sternzeichen angezeigt – gemäß dem Geburtsdatum – und dieses lässt sich nicht ändern. Benutzer können außerdem ihre Stimmung angeben und sogar einen Song auswählen, der automatisch abgespielt wird, sobald jemand ihr Profil aufruft.

    Ein "Moment" ist Monkeys Variante der Story-Funktion, ähnlich wie bei Instagram oder TikTok. Benutzer können Fotos oder Videos aufnehmen, sie bearbeiten und in ihren Profilen und im Such-Feed der App teilen. Da "Moments" öffentlich sichtbar sind, kann diese Funktion für Menschen, die online zu viel von sich preisgeben, riskant sein.

    DUO-Videochat

    DUO ist eine Monkey-App-Funktion, die befreundete Paare oder bereits vernetzte Nutzerpaare mit anderen Paaren anhand von Alter, Standort und gemeinsamen Interessen für persönliche Live-Videochats zusammenführt. Wie bei jedem Videochat mit Fremden gibt es Vorteile, aber auch Risiken. Durch das Gruppenformat wirkt die App jedoch für Benutzer, die sie erkunden und neue Kontakte knüpfen möchten, oft weniger einschüchternd.

    Neue Kontakte als "Freunde" hinzufügen

    Teilnehmende können sich gegenseitig als Kontakte hinzufügen, indem sie auf die Schaltfläche Friend tippen. Aber um Freunde per Videoanruf zu erreichen oder Gespräche in einen Textchat zu verlagern, müssen Sie ein Monkey-Plus-Abo abschließen. Die Premium-Version der App kostet derzeit 13,99 USD pro Monat oder 6,99 USD pro Woche – überlegen Sie sich also genau, ob Sie wirklich kostenpflichtige Funktionen buchen möchten.

    Knock Knock: Textbasiertes Chatten

    Die Funktion "Knock Knock" von Monkey bietet einen Textchat als Alternative zu einem Videoanruf – allerdings nur mit einem Premium-Abonnement. Bevor Sie eine Chat-Anfrage senden, können Sie die Details der Person einsehen, mit der Sie chatten möchten, einschließlich ihres Namens, Profilbildes, Standorts und der Moments, die sie gepostet hat.

    Knock Knock-Chats laufen nach 24 Stunden ab, es sei denn, die beiden Personen fügen sich gegenseitig als Freunde hinzu, bevor die Zeit abläuft. Trotzdem gilt Monkey nicht als sichere Messaging-App.

    Karten: Benutzerzuordnung

    Karten sind Bilder von Personen in der Umgebung, über die Benutzer nach rechts oder links wischen können. Wenn zwei Benutzer nach rechts über die Karten des jeweils anderen wischen, werden sie zusammengeführt. Es gibt außerdem die Option Super Like, mit der die andere Person ausdrücklich benachrichtigt wird, dass Sie mit ihr sprechen möchten.

    Offiziell wird Monkey nicht als Dating-App eingestuft. Wenn Ihnen die Karten-Funktion allerdings bekannt vorkommt, liegt das daran, dass sie genauso funktioniert wie die Matching-Funktion von Dating-Apps wie Tinder.

    Einige Monkey-Plus-Funktionen lassen Monkey noch stärker wie eine Dating-App wirken: Sie können Ihre Matches ausschließlich nach dem von Ihnen bevorzugten Geschlecht sortieren, einen LGBTQ-Filter einsetzen und sehen, wer Sie gelikt hat – ohne dafür erst ein Match starten zu müssen.

    So nutzen Sie die Monkey-App sicher

    Am sichersten ist es, die Monkey-App vollständig zu meiden. Experten und Strafverfolgungsbehörden – darunter auch ein County Sheriff’s Office in Florida – raten eindringlich von der Nutzung ab, insbesondere für Jugendliche. Der Grund sind das hohe Risiko anstößiger Inhalte, von Begegnungen mit Sexualstraftätern sowie gravierende Datenschutzprobleme.

    Wenn Sie sich dennoch entscheiden, die Monkey-App zu verwenden, können Sie mit den folgenden Maßnahmen mögliche Risiken verringern:

    • Setzen Sie persönliche Grenzen: Begrenzen Sie Ihre Nutzungsdauer der App, um emotionaler Erschöpfung oder Überreizung vorzubeugen – besonders, wenn Sie an zufälligen Chats oder Videoanrufen teilnehmen.

    • Behalten Sie Ihre Interaktionen im Blick: Denken Sie regelmäßig darüber nach, mit wem Sie sprechen – und über den Ton dieser Gespräche. Seien Sie wachsam bei manipulativen oder allzu persönlichen Nachrichten von Fremden.

    • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Datenschutzeinstellungen: Stellen Sie sicher, dass Ihr Profil und Ihre Geräteeinstellungen geschützt sind – deaktivieren Sie unnötige App-Berechtigungen, etwa die Standortfreigabe sowie den Zugriff auf Kamera und Mikrofon, wenn Sie die App nicht gerade verwenden.

    • Seien Sie sich der Online-Risiken bewusst: Denken Sie daran: Nicht jeder im Netz meint es gut. Vermeiden Sie es, persönliche Daten wie Ihren vollständigen Namen, Ihre Adresse, Ihren Arbeitsplatz oder Ihre Kontaktdaten preiszugeben.

    • Informieren Sie sich, wie Sie blockieren und melden können: Machen Sie sich mit den Funktionen der App vertraut, mit denen Sie Benutzer blockieren oder melden können, die sich unangemessen verhalten oder Ihnen ein schlechtes Gefühl vermitteln.

    • Konzentrieren Sie sich auf echte Kontakte: Versuchen Sie, Verbindungen mit Menschen herzustellen, die ähnliche Interessen haben oder die Sie aus Ihrem realen Umfeld kennen. Vermeiden Sie den Kontakt mit Benutzern, die Ihnen verdächtig vorkommen oder sich zu aufdringlich verhalten.

    • Nutzen Sie die Sicherheitsfunktionen Ihres Geräts: Nutzen Sie die Gerätesteuerung, etwa Zeitlimits für Apps oder Inhaltsfilter, um sicherzustellen, dass Sie die App auf gesunde Weise verwenden.

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    Carly Burdova
    13-01-2023