Haben Sie schon einmal mit Ihren Kindern über die Gefahren des Internets gesprochen? Nein? Da sind Sie damit nicht allein. Unsere jüngste Studie ergab, dass weniger als die Hälfte der Eltern und Erziehungsberechtigten regelmäßig mit ihren Kindern über das Thema Online-Sicherheit sprechen.

Aber eines ist sicher… Die Gefahr wird nicht geringer, nur weil man nicht darüber spricht. Bitte reden Sie daher mit Ihrem Kind. Unbedingt. Glauben Sie mir, es gibt viele böse Dinge da draußen, und Ihre Kinder werden darauf stoßen – ob zufällig oder gezielt.

Diese Erkenntnis mag beunruhigend klingen: Wenn Sie nicht mit Ihren Kindern sprechen, dann wird es jemand anderes tun. (Hören Sie den Eismann klingeln?)

Sehen Sie nun also, was unsere Kinder online so alles treiben.

Das Center for Cyber Safety and Education hat 2016 eine „Studie zur Internetnutzung durch Kinder“ veröffentlicht, in der das Internet-Verhalten von Viert- bis Zwölfklässlern in den USA untersucht wurde. Die Erkenntnisse waren schockierend. (Oder auch nicht, sofern Sie die letzten Jahrzehnte nicht verschlafen haben.)

Es zeigte sich, dass die Kinder unsere Warnungen vor Unterhaltungen mit Fremden nicht beachten, oder dass wir als Eltern diese Gefahren nicht entschieden genug vermitteln. Und wie gelangte man zu dieser Erkenntnis? Ganz einfach, weil unsere Kinder sich mit Fremden unterhalten.. Es gibt dabei keinen signifikanten Unterschied zwischen Jungen und Mädchen. Beide tun es. In einigen Fällen wurden sogar Treffen mit diesen Fremden in der realen Welt arrangiert.

Sehen Sie sich diese Zahlen an ...

Quelle: https://iamcybersafe.org/parent-research/

Ganz schön beängstigend, oder? Setzen Sie sich bitte einmal mit Ihren Kindern zusammen und erklären Sie ihnen, dass Fremde ihnen schaden oder gar die Xbox stehlen könnten. (Oder halt etwas anderes, mit dem Sie ihre Aufmerksamkeit erregen.) Erinnern Sie Ihre Kinder daran, dass sie Fremden, die sie auf der Straße treffen, auch nicht einfach vertrauen. Und Online sollten sie dies schon gar nicht tun. So sähe ein solches Gespräch bei mir zu Hause aus:

Ich: Hey, Tochter. Unterhalte dich nicht mit Fremden.

Tochter: Warum nicht?

Ich: Weil dir sonst was passieren könnte.

Tochter: Und?

Ich: Und deine Xbox wird gestohlen.

Tochter: Nein!

Ich: Oh ja, und gib niemals irgendwelche persönlichen Informationen heraus.

Tochter: Wie meinen Namen?

Ich: Weder Namen, Adresse noch Telefonnummer – gar nichts. Die Herausgabe persönlicher Informationen ist geradezu eine Einladung, sich Ärger einzuhandeln.

Tochter: Typisch Papa, so was zu sagen.

Ich: Verdammt, Töchterlein. Ich möchte halt nicht, dass plötzlich mal ein Eiswagen genau vor unserem Haus parkt!

Was unsere Kinder online sonst noch so alles treiben

Erinnern Sie sich an die guten alten Tage, als Kinder das Nachbarhaus mit Eiern bewarfen oder Ameisen mit einer Lupe in Brand setzten? Gemäß der „Studie zur Internetnutzung durch Kinder“ haben sich bei Viert- bis Achtklässlern die Gepflogenheiten bei Dingen, die wir Eltern verbieten, gehörig geändert:

  • 29 % nutzen das Internet auf eine Art, die ihre Eltern nie erlauben würden.

  • 21 % besuchen Websites, auf denen sie mit Fremden chatten können.

  • 17 % besuchen Websites, die sexuelle Inhalte in Form von Fotos und Videos enthalten.

  • 11 % besuchen Websites mit Ratschlägen, wie man bei den Hausaufgaben schummelt.

  • 4 % besuchen Websites mit Glücksspielen (kann denn der kleine Timmy schon Karten zählen?)

Quelle: https://iamcybersafe.org/parent-research/

Wie kommen die Kinder ins Netz? Ziemlich problemlos.

Laut der bereits erwähnten „Studie zur Internetnutzung durch Kinder“ besitzen 70 % der Kinder in den Klassen 4–8 ein Handy , 64 % besitzen ein Tablet und 48 % haben einen Computer in ihrem Zimmer stehen. Unseren kleinen Mitbürgern stehen also einige Möglichkeiten zur Verfügung, sich unbeaufsichtigt im Netz zu betätigen.

Unsere eigene Studie zeigt, dass wir zu wenig mit unseren Kindern sprechen.

In einer aktuellen, weltweiten AVG-Studie mit 9485 Eltern und Aufsichtspersonen haben wir festgestellt, dass nur 43 % der Eltern bzw. Aufsichtspersonen regelmäßig mit ihren Kindern über ihr Online-Verhalten sprechen. Trotz eines zunehmend digitalisierten Lebensstils scheint die Internetsicherheit immer noch kein regelmäßiges Gesprächsthema in den Familien zu sein. Wir sollten uns schämen!

Informationen zu unserer Studie: Wir haben unsere Online-Studie in der zweiten Hälfte von 2018 durchgeführt. Die Befragten hatten mindestens ein Kind unter 18 Jahren, das in ihrem Haushalt lebte. Ich habe die folgenden Zahlen auf volle Prozent gerundet, um Ihnen als Leser (und unserem Grafikdesigner) das Leben zu erleichtern. Einige der Ergebnisse kommen daher zusammengenommen nicht exakt auf 100 %.

Hier nun unsere Fragen und die Antworten der Eltern:

„Sprechen Sie mit Ihrem(n) Kind(ern) über deren Online-Aktivitäten?“

Dies sagt Jas Dhaliwal, Consumer Security Expert bei AVG, darüber:

„Um das Internet sicherer zu machen, müssen Erwachsene und Kinder über ein angemessenes Online-Verhalten diskutieren sowie über Handlungsalternativen, falls ein Kind Zeuge bestimmter, für sein Empfinden unangenehmer Aktivitäten wird oder sich damit beschäftigt.“ Offene und ehrliche Gespräche sind eine der besten Abwehrmaßnahmen gegen Online-Täter, gegen unangemessene Inhalte und Cybermobbing. Bis zu dem Alter, in dem sowohl die Eltern als auch das Kind eine ausreichende Reife für eigenständige Entscheidungen über Online-Aktivitäten des Kindes für gegeben halten, sind solche Gespräche unerlässlich.

Mit anderen Worten, überspringen Sie Vogel- und Bienengleichnisse und sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, wie sie geschützt bleiben, wenn sie ins Internet gehen.

„Welcher der folgenden Sätze passt Ihrer Meinung nach am besten zu der Aussage: Ich halte mein Kind für digital unabhängig…?”

„Und wann, glauben Sie, wird Ihr Kind in der digitalen Welt selbstständig und unabhängig sein? (Bei mehreren Kindern die Antwort bitte auf das jüngste Kind beziehen)“

(Hinweis: Das Durchschnittsalter des jüngsten Kinds unserer Befragten lag bei 10 Jahren.)

Dhaliwal fährt fort: „Die digitale Unabhängigkeit stellt eine große Herausforderung für Eltern von heute dar, denn wie unsere Untersuchungen deutlich zeigen, gibt es einfach keinen Konsens darüber, ab wann ein Kind als digital unabhängig und eigenverantwortlich gilt. Während eine regelmäßige Diskussion über das sichere Surfen im Internet sehr wichtig ist, müssen die Eltern auch die Art der Aktivitäten ihrer Kinder berücksichtigen, egal ob beaufsichtigt oder unbeaufsichtigt, sowie den allgemeinen emotionalen Entwicklungsstand ihres Kindes. All diese Faktoren haben Einfluss auf seine Anfälligkeit bei Online-Aktivitäten.

Wie also kann man ein Kind vor den Gefahren des Internet schützen? Ich bin froh, dass Sie diese Frage stellen. Ich habe nämlich tatsächlich ein paar Tipps zu deren Schutz.

10 Tipps für die Online-Sicherheit Ihrer Kinder

Neben der Installation eines vertrauenswürdigen Virenschutzes auf dem Computer Ihres Kindes ist das Befolgen dieser Ratschläge die Grundlage für die Online-Sicherheit Ihrer Kinder. Damit haben Sie bereits einen erheblichen Beitrag geleistet, um Ihren Nachwuchs vor den Gefahren des Internets zu schützen.

  1. Sprechen Sie mit Ihren Kindern.

    Kinder bekommen schon im jungen Alter ihr erstes internetfähiges Spielzeug. Sprechen Sie also schon früh mit ihnen darüber. Warnen Sie vor Malware, gefährlichen Websites und Sexualstraftätern. Lassen Sie Ihre Kinder wissen, dass Sie auf sie aufpassen, sprechen Sie ehrlich mit ihnen und hören Sie ihnen zu. Wenn nur Sie allein etwas sagen, dann lässt sich das kaum als Gespräch bezeichnen. Das wäre dann eher eine Gardinenpredigt. Und so etwas mag niemand.

  2. Stellen Sie Ihren Computer in einem für alle zugänglichen Bereich auf.

    Sexualstraftäter und Online-Mobbing können weniger anrichten, wenn Sie mitbekommen, dass Ihr Kind belästigt wird. Sorgen Sie also dafür, dass Ihr Kind keinen Laptop und kein Handy mit ins Bett nimmt. Sorgen Sie für die Einhaltung angemessener Internetzeiten. (Sie machen sich Sorgen, dass Ihre Webcam zum Ausspähen ihres Kindes missbraucht wird? Holen Sie sich die kostenlose 30-Tage-Testversion von AVG Internet Security zum Schutz vor Webcam-Spionage.)

  3. Behalten Sie im Blick, welche anderen Computer Ihre Kinder nutzen.

    Ihre Kinder haben wahrscheinlich Zugriff auf Computer in der Schule und bei Freunden. Fragen Sie sie, wo sie online gehen, und reden Sie mit den Eltern der Freunde Ihrer Kinder darüber, wie sie deren Online-Nutzung überwachen.

  4. Erinnern Sie Ihre Kinder immer wieder daran: „Sprich nicht mit Fremden – und triff dich auch nicht mit ihnen“. 

    Machen Sie ihnen klar, dass Fremde, auf die sie online stoßen, keine Freunde sind. Erinnern Sie Ihre Kinder daran, dass online häufig ein falsches Alter angegeben wird und Pädophile sich als Kinder ausgeben. Betonen Sie, dass Ihre Kinder niemals persönliche Informationen wie Name, Adresse, Telefonnummer, den Namen ihrer Schule oder die Namen von Freunden preisgeben sollten. Jede dieser Informationen könnte Pädophile dazu in die Lage versetzen, Ihr Kind im realen Leben aufzuspüren. Und unter keinen Umständen sollte es ohne Ihre Erlaubnis eine Online-Bekanntschaft persönlich treffen. Wenn Sie einem Treffen zustimmen, begleiten Sie Ihr Kind und treffen Sie sich an einem öffentlichen Ort.

  5. Machen Sie die Internetzeit zum Familien-Event.

    Sehen Sie sich gemeinsam Filme an. Warum surfen Sie nicht einfach zusammen? Es kann viel Spaß machen, als Familie das Internet zu durchstöbern. Sie erfahren mehr über die Interessen Ihrer Kinder und können sie auf Websites führen, die ihrem Alter angemessen sind.

  6. Sie sollten die Passwörter Ihrer Kinder kennen 

    Erstellen Sie für ein jüngeres Kind ein Konto auf Ihren Namen, um seinen Namen nicht preiszugeben. So haben Sie auch direkt das Passwort. Bitte beachten Sie jedoch die Altersbegrenzungen für Konten. Wenn eine Seite ein Mindestalter von 18 Jahren verlangt, sollte Ihr Kind vielleicht noch warten. Stellen Sie aber unbedingt sicher, dass Sie die Passwörter erhalten und stellen Sie klar, dass Sie von Zeit zu Zeit die Konten überprüfen, um nach dem Rechten zu sehen. (Ohne ihr Wissen auf den Konten der Kinder zu spionieren, könnte ihr Vertrauen schwächen.)

  7. Achten Sie auf Veränderungen im Verhalten Ihrer Kinder 

    Geheimniskrämerei bei Online-Aktivitäten, Rückzug von der Familie und andere Persönlichkeitsänderungen könnten Anzeichen dafür sein, dass ein Online-Sexualstraftäter Ihr Kind im Visier hat. Achten Sie daher auf alle Verhaltensänderungen.

  8. Achten Sie darauf, von wem Ihr Kind Geschenke erhält.

    Pädophile senden Ihrem Kind möglicherweise Briefe, Fotos oder Geschenke, um es zu verführen. Bleiben Sie wachsam und fragen Sie Ihr Kind, woher das neue Spielzeug stammt.

  9. Überprüfen Sie den Bowserverlauf Ihres KIndes 

    Öffnen Sie den Webbrowser Ihres Kindes und werfen Sie einen Blick auf den Verlauf, um die besuchten Webseiten zu sehen. Überprüfen Sie auch den Papierkorb, um zu sehen, ob Dateien gelöscht wurden. Sie erleben vielleicht eine Überraschung.

  10. Stellen Sie Regeln auf und sorgen Sie für deren Einhaltung

    Als Elternteil ist es Ihre Aufgabe, die Bildschirmzeit Ihrer Kinder zu begrenzen, Grenzen für unangemessene Inhalte festzulegen und sicherzustellen, dass sich Ihre Kinder daran halten. Tun Sie es also. Sprechen Sie mit Ihrem Internetdienstanbieter über Filter, mit denen Sie pornografische oder gewaltverherrlichende Websites blockieren können, oder besorgen Sie sich einen WLAN-Router mit Kindersicherung.

Befürchten Sie, dass Ihr Kind bereits ins Visier geraten ist? Dann melden Sie das.

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind als Opfer ausgewählt wurde, wenden Sie sich sofort an die Polizei. Und fassen Sie Ihren Computer nicht an – es kann wichtige Beweise geben, die dabei helfen können, den Verbrecher zu stellen. Und versuchen Sie keinesfalls, die Sache selbst zu regeln. Einige Perverse können sogar Kung Fu.

Und wie immer… Nutzen Sie einen Virenschutz!

Holen Sie sich eine kostenlose 30-Tage-Testversion von AVG Internet Security, um Ihr Kind vor den neuesten Viren, Spyware und bösartigen Websites zu schützen. Wenn Ihr Kind versehentlich Malware herunterlädt, blockieren wir die Infektion automatisch, bevor sie Ihren Computer erreicht.

Das Beste daran: AVG Internet Security hält Spanner von Ihrem Zuhause fern, indem es Hackern den Zugriff auf Ihre Webcam Ihres Computers unmöglich macht. So haben Sie das gute Gefühl, dass niemand Ihre Kinder ausspioniert.

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