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Was ist E-Mail-Sicherheit?

Wussten Sie, dass jeden Tag durchschnittlich mehr als 300 Milliarden E-Mails verschickt werden? Angesichts dieser Unmenge an weltweit herumschwirrenden E-Mails, ist es wichtiger denn je, Ihr E-Mail-Konto vor Bedrohungen jeder Art zu sichern.

Dieser Artikel enthält:

    Sie sind sich nicht sicher, wie E-Mail-Sicherheit funktioniert? Zunächst bezieht sich der Begriff der E-Mail-Sicherheit auf den Schutz Ihrer E-Mail-Konten vor nicht autorisiertem Zugriff. Weshalb sollten Sie eigentlich unbedingt darauf achten, dass Ihr Konto niemals kompromittiert wird?

    E-Mails sind die bevorzugte Methode zur Übertragung von Malware – schädlicher Software wie Viren und anderen Typen, die üblicherweise in Form von infizierten Links oder Anlagen versendet werden. Die meisten Hacker verwenden E-Mails, um in Ihr System einzudringen, dort Unheil anzurichten und ihre Malware an alle anderen Ihres Netzwerk oder Ihrer Kontaktliste weiterzuleiten.

    Sie verwenden Ihr E-Mail-Konto wahrscheinlich auch als Verifizierungsmethode für andere vertrauliche Online-Transaktionen wie Online-Banking. Dies ist nur ein weiterer Grund, es abzusichern. 

    Unternehmen sollten die E-Mail-Sicherheit besonders ernst nehmen, da dies ein ausgesprochen typisches Einfallstor für Hacker ist, die an Unternehmensdaten interessiert sind oderRansomware einschleusen wollen.

    Wie steht es mit Phishing?

    E-Mails sind auch die Basis, auf der Cyberkriminelle Ihnen nervige Spammails und gefährliche Phishing-Versuche zusenden. Phishing ist eine Betrugsmethode, bei der Cyberkriminelle sich als geschäftlicher oder persönlicher Kontakt ausgeben, um Sie dazu zu bringen, persönliche Informationen preiszugeben, die diese später für Identitätsdiebstahl oder andere Vergehen missbrauchen können. Phishing ist äußerst verbreitet und kann sowohl für reale Personen als auch für ganze Unternehmen katastrophale Folgen haben. Dies ist einer der wichtigsten Gründe, weshalb man sein E-Mail-Kontos absichern sollte.

    Bewährte Verfahren in Sachen E-Mail-Sicherheit

    Wenn Sie die nachfolgend beschriebenen Best Practices anwenden und lernen, welche Sicherheitsprotokolle zum Schutz von E-Mails verwendet werden, sind Sie auf dem besten Weg, Ihre Konten in kürzester Zeit abzusichern. Hier folgen unsere sechs wichtigsten Tipps und Funktionen zum Thema E-Mail-Sicherheit, mit denen Sie Ihr Konto geradezu wie eine Festung sichern können.

    Im Übrigen gelten diese Vorkehrungen nicht nur für Ihr Konto. Jeder Benutzer in Ihrem Netzwerk sollte unsere Verfahren zur E-Mail-Sicherheit befolgen, da ein Mitarbeiter Ihr Gerät leicht infizieren könnte, falls dessen Konto kompromittiert wird. Privat oder am Arbeitsplatz: Jeder sollte geeignete Vorsichtsmaßnahmen treffen.

    1. Verlassen Sie sich stets auf den gesunden Menschenverstand.

    Eine der besten Möglichkeiten, Cyberkriminellen einen Schritt voraus zu sein, besteht darin, intelligente digitale Gewohnheiten zu verinnerlichen. Das bedeutet auch, dass Sie sich eine gesunde Dosis Skepsis bewahren sollten. Sie haben eine merkwürdig aussehende E-Mail erhalten? Nicht öffnen! Und klicken Sie auf keinen Fall auf Links oder Anhänge, da es sich dabei wahrscheinlich um Malware handelt. Sie haben eine Nachricht von einem Freund erhalten, der behauptet, er stecke in einem anderen Land fest und benötige Bargeld, um wieder nach Hause zu kommen? Nehmen Sie direkten Kontakt zu diesem Freund auf, anstatt auf diese E-Mail zu antworten – die ist mit ziemlicher Sicherheit eine Fälschung.

    Achten Sie darauf, keine hochsensiblen Informationen per E-Mail preiszugeben. Das bedeutet: Versenden Sie niemals Ihre Passwörter, Sozialversicherungsnummern, Bankdaten oder Geschäftsgeheimnisse per E-Mail. Mitunter können Hacker so gerissen sein, dass der gesunde Menschenverstand allein Ihnen nicht weiter hilft. Hier kommen unsere restlichen Tipps ins Spiel.

    2. Erstellen sicherer Passwörter 

    Nutzen Sie seit Jahren dasselbe alte Passwort? Falls ja, ändern Sie es umgehend! Hacker können mithilfe von Brute-Force-Angriffen leicht in Konten mit schwachen Passwörtern eindringen. Und nach einer Datenschutzverletzung werden häufig Tausende von Benutzernamen und Passwörtern im Dark Web zum Verkauf angeboten.

    Das bedeutet, dass ein Cyberkrimineller eine Reihe von Benutzernamen und Passwörtern abrufen und versuchen kann, Anmeldeinformationen zu recyceln. Dabei wird versucht, auf alle Ihre Konten zuzugreifen, sobald sie auf nur eines davon Zugriff haben. Ein Hacker kann beispielsweise prüfen, ob Ihr E-Mail-Passwort auf Ihren Online-Banking-Konten funktioniert. Deshalb ist es so wichtig, einmalige Passwörter für alle Ihre Konten einzurichten.

    Um ein tatsächlich sicheres Passwort auszudenken, können Sie eine Passphrase verwenden – eine Sammlung von Wörtern, die Sie zu einem langen, sicheren Passwort zusammenfügen. Lesen Sie unsere Anweisungen zum Erstellen einer Passphrase.

    Wenn Sie dann ein wirksames Passwort haben, hören Sie hier nicht auf. Um das Recycling von Anmeldeinformationen zu verhindern, sollten Sie für jedes Ihrer Online-Konten ein einmaliges Kennwort erstellen. Falls Ihnen das zu umständlich und aufwendig erscheint, dann verwenden Sie einen Passwort-Manager.

    3. 2FA aktivieren

    Steigern Sie Ihre Sicherheit noch mehr, indem Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) verwenden, die auch als zweistufige Überprüfung bezeichnet wird. 2FA fügt eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzu, indem Sie bei der Anmeldung in Ihrem Konto eine zweite Information angeben müssen. Dies kann ein Code sein, der Ihnen per SMS gesendet wird, eine Drittanbieter-App wie Google Authenticator, Ihr Fingerabdruck oder eine andere Methode. Die meisten E-Mail-Anbieter bieten 2FA an, einschließlich Gmail, Microsoft, Yahoo! und AOL. 

    Die Aktivierung von 2FA variiert etwas, abhängig vom jeweiligen E-Mail-Anbieter. Im Folgenden demonstrieren wir, wie es in Gmail funktioniert:

    1. Melden Sie sich bei Ihrem Konto an.

      Um 2FA in Gmail zu aktivieren, melden Sie sich zunächst bei Ihrem Konto an.

    2. Klicken Sie oben rechts auf das Symbol (Ihr Bild oder Ihre Initialen) und wählen Sie dann Google-Konto verwalten.

      Klicken Sie auf „Google-Konto verwalten“, um Ihre Einstellungsoptionen zu öffnen.

    3. Wählen Sie auf der linken Seite Sicherheit aus und klicken Sie dann auf Zwei-Schritt-Verifizierung.

      Sobald Sie sich in Ihren Einstellungen befinden, können Sie die Optionen für die Zwei-Schritt-Verifizierung öffnen.

    4. Klicken Sie im nächsten Bildschirm auf Erste Schritte.

      Durch Aktivieren der Zwei-Schritt-Verifizierung wird eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzugefügt. Klicken Sie auf „Los geht´s“.

    5. Geben Sie Ihr Passwort erneut ein, um zu bestätigen, dass wirklich Sie diese Änderung vornehmen.

    6. Google schlägt vor, auf Ihrem Telefon eine Art Eingabeaufforderung zu verwenden, auf die Sie tippen, um zu bestätigen, dass es wirklich Sie sind. Sie können auch einen Sicherheitsschlüssel, eine Textnachricht oder einen Sprachanruf zur Verifizierung auswählen. Wählen Sie die gewünschte Option und klicken Sie auf Jetzt testen. (Falls Sie die Gmail-App noch nicht auf Ihrem Smartphone verwenden, sollten Sie sie jetzt herunterladen, um sicherzustellen, dass die verbleibenden Schritte ordnungsgemäß funktionieren.)

      Im Menü zur Zwei-Schritt-Verifizierung können Sie eine Google-Eingabeaufforderung, einen Sicherheitsschlüssel, eine Textnachricht oder einen Sprachanruf als zweiten Identifizierungsschritt verwenden.

    7. Google sendet eine Testaufforderung an Ihr Handy.

      Google sendet eine Testaufforderung, um sicherzustellen, dass sie funktioniert.

    8. Auf Ihrem Handy wird ein Bildschirm angezeigt, in dem Sie verifizieren müssen, dass es wirklich Sie sind. Tippen Sie auf Ja.

      Suchen Sie auf Ihrem Smartphone nach der Google-Meldung und klicken Sie auf „Ja“, um zu bestätigen, dass es funktioniert.

    9. Sie sind fast fertig – fügen Sie einfach eine Sicherungsoption hinzu, falls die Eingabeaufforderung nicht funktioniert. Sie können zwischen SMS und Sprachanruf wählen. Geben Sie Ihre Nummer ein und klicken Sie auf Senden.

      Fügen Sie nun eine Sicherungsoption hinzu, falls die erste Option nicht funktioniert. Sie können zwischen Textnachricht und Sprachanruf wählen.

    10. Überprüfen Sie Ihr Handy erneut. Sie erhalten einen Google-Bestätigungscode.

      Google sendet Ihnen einen Bestätigungscode zu, um Ihre Telefonnummer als Backup für die Zwei-Schritt-Verifizierung zu bestätigen.

    11. Gehen Sie zu Ihrem Computer zurück, geben Sie den an Ihr Telefon gesendeten Bestätigungscode ein und klicken Sie auf Weiter.

      Geben Sie den soeben erhaltenen Google-Bestätigungscode ein und klicken Sie auf „Weiter“.

    12. Tippen Sie abschließend auf Einschalten.

      Der letzte Schritt besteht darin, die Zwei-Schritt-Verifizierung mit der Schaltfläche „Einschalten“ zu bestätigen.

    13. Sie haben jetzt 2FA aktiviert! Sie sollten eine E-Mail erhalten, die bestätigt, dass Sie die Änderung erfolgreich angewendet haben.

      Google sendet Ihnen eine E-Mail, um zu bestätigen, dass Sie 2FA erfolgreich aktiviert haben.

    4. Verwenden Sie Spamfilterdienste und E-Mail-Sicherheitssoftware.

    Es gibt zwei Arten von Spamfiltern, die Sie in Ihrem E-Mail-Konto verwenden können: den integrierten Spam-Catcher Ihres E-Mail-Anbieters und den effizienteren Schutz, den Ihnen ein Drittanbieter-Service bereitstellen kann. 

    Der Spamfilter Ihres E-Mail-Anbieters sollte im Allgemeinen die verbreitesten Formen von Spam gut herausfiltern können, sodass Sie nicht in Ihrem Posteingang landen. Bisweilen fangen sie aber durchaus auch legitime Nachrichten ab. Die meisten Spam-Ordner werden automatisch alle 30 Tage gelöscht. Es empfiehlt sich daher, Ihren Spam-Ordner regelmäßig zu überprüfen, um sicherzustellen, dass Sie keine echten Nachrichten verpasst haben.

    Erweitern Sie Ihren Schutz durch die Verwendung einer robusten Antivirensoftware mit speziellen E-Mail-Funktionen. Probieren Sie AVG AntiVirus FREE aus, um unser E-Mail-Schutzschild zu erhalten, das eine starke Abwehr gegen Phishing und andere Betrugsfälle bietet, die möglicherweise in Ihren Posteingang gelangen. Darüber hinaus erhalten Sie zusätzlichen Schutz vor dubiosen E-Mail-Anhängen, nicht geschützten Links und Websites, suspekten Downloads sowie allen Formen von Viren und Malware.

    5. Verbundene Apps verwalten

    Haben Sie sich jemals über die Funktion „Mit E-Mail anmelden“ für Apps von Drittanbietern angemeldet? Diese Apps und Dienste von Drittanbietern haben wahrscheinlich immer noch Zugriff auf Ihre E-Mails, auch wenn Sie sie schon lange nicht mehr verwendet haben. Sehen Sie sich an, welche Apps Zugriff haben, und deaktivieren Sie einige, wenn nicht alle dieser Berechtigungen.

    Der Vorgang zum Entfernen verbundener Apps hängt vom verwendeten E-Mail-Anbieter ab. Hier werden die Schritte mit Gmail veranschaulicht.

    1. Melden Sie sich bei Ihrem Konto an und öffnen Sie die Kontoeinstellungen.

    2. Wählen Sie auf der linken Seite Sicherheit aus und suchen Sie das Feld für verbundene Apps. Klicken Sie auf Zugriff von Drittanbietern verwalten.

      Rufen Sie die Sicherheitseinstellungen auf und suchen Sie die Liste der Apps und Dienste der Drittanbieter, die Zugriff auf Ihr Konto haben.

    3. Sie sehen eine Liste aller Apps, die Zugriff auf einen Teil Ihres Kontos oder Ihrer Daten haben. Wählen Sie eine bestimmte App aus und klicken Sie auf Entfernen, um den Zugriff zu deaktivieren.

      Wählen Sie eine App aus, um deren Zugriff auf Ihr E-Mail-Konto zu deaktivieren.

    4. Wenn das Bestätigungsfeld angezeigt wird, klicken Sie auf OK.

      Bestätigen Sie, dass Sie den Zugriff einer Drittanbieter-App entfernen möchten, indem Sie auf „OK“ klicken.

    5. Gehen Sie die Liste der verknüpften Apps durch und entfernen Sie alle, die Sie nicht mehr benötigen.

    6. Meiden Sie kostenloses WLAN

    Kostenlose öffentliche WLAN-Netzwerke, wie sie in Cafés, Flughäfen und anderswo angeboten werden, sind nicht sicher. Hacker können mit Man-in-the-Middle-Angriffen, DNS-Spoofing und WLAN-Sniffing ohne großen Aufwand in solchen ungesicherten Netzwerken agieren. Dies bedeutet, dass Cyberkriminelle möglicherweise alles sehen können, was Sie eingeben, einschließlich Ihres E-Mail-Benutzernamens und Ihrer Passwörter, der Online-Banking-Details und aller anderen Informationen, auf die Sie in einem gefährdeten Netzwerk zugreifen. Aus diesem Grund ist es am besten, kostenloses WLAN ganz zu meiden - es sei denn, Sie verwenden ein virtuelles privates Netzwerk (VPN), um Ihre Daten sicher zu verschlüsseln und Hacker fernzuhalten. 

    AVG Secure VPN bietet eine militärische Verschlüsselung, um Ihren Internetverkehr einschließlich E-Mails zu sichern. Und es funktioniert auf fünf Geräten gleichzeitig, sodass Sie unabhängig von Ihrem Standort geschützt sind. Probieren Sie es noch heute kostenlos aus.

    E-Mail-Schutz für Unternehmen

    Die meisten Menschen haben unterschiedliche persönliche und geschäftliche E-Mail-Konten. Es empfiehlt sich, diese voneinander zu trennen. Auf diese Weise wird der Schaden gering gehalten, wenn nur ein einzelnes Konto kompromittiert wird. Aus demselben Grund empfiehlt es sich, mehrere private Konten einzurichten. Sie können eines verwenden, um sich bei Diensten und Mailinglisten anzumelden, und ein anderes, noch privateres Konto, das Sie für vertrauliche Daten wie Bankkontenaktualisierungen verwenden.

    Viele Sicherheitsverstöße in großen Unternehmen haben ihren Ursprung darin, dass ein einzelner Mitarbeiter auf einen Phishing-Betrug hereinfällt, was dann dazu führt, dass die Daten von Millionen von Menschen entwendet werden. Befolgen Sie die oben aufgeführten Tipps, um Ihre geschäftlichen E-Mails so sicher wie Ihre privaten zu halten. Überprüfen Sie die Cybersicherheitsrichtlinien Ihres Unternehmens, um festzustellen, ob es weitere Anforderungen oder Vorschläge zur Sicherung von Geschäfts-E-Mails gibt.

    Seien Sie auch vorsichtig beim Einrichten einer automatisierten Abwesenheits-E-Mail (OoO). Das könnte Cyberkriminelle darauf hinweisen, dass Ihr Konto für einen bestimmten Zeitraum nicht überwacht wird. Vermeiden Sie es, die E-Mailadressen oder Telefonnummern Ihrer Kollegen in Ihrer OoO-Notiz zu veröffentlichen. Eine empfehlenswerte Lösung besteht darin, verschiedene OoOs festzulegen: eine für interne Kontakte und eine separate, ohne die Informationen für externe Kontakte zu gefährden.

    Stellen Sie schließlich sicher, dass Sie die Antivirensoftware Ihres Unternehmens verwenden. Wenn Sie eine E-Mail erhalten, bei der es sich möglicherweise um einen Phishingversuch handelt, wenden Sie sich an Ihr IT-Team, um weitere Informationen zu erhalten.

    Falls Sie Unternehmer sind, stellen Sie sicher, dass Sie über eine effiziente E-Mail-Sicherheitssoftware auf Unternehmensebene für die gesamte Firma verfügen. Investieren Sie Zeit in die Cybersicherheitsausbildung, damit all Ihre Mitarbeiter geschützt sind und Ihr Unternehmen nicht gefährden.

    So verschlüsseln Sie E-Mails

    Eine weitere Möglichkeit, Ihre E-Mails dauerhaft zu sichern, besteht darin, zu lernen, wie Sie E-Mails verschlüsseln. Verschlüsselung bezieht sich auf die Codierung von Informationen, damit diese von niemandem gelesen werden können, der nicht über den Dechiffrierschlüssel verfügt. Jeder Unbefugte, der einen Blick in verschlüsselte E-Mails wirft, wird nur ein wirres Zeichenchaos sehen.

    Es ist möglich, die Verbindung zwischen Ihrem Computer und Ihrem E-Mail-Anbieter zu verschlüsseln ebenso wie Ihre E-Mails selbst. Ohne Verschlüsselung können Hacker oder andere Schnüffler Anmeldeinformationen und den Inhalt Ihrer E-Mails sammeln.

    Aktivieren Sie zum Verschlüsseln Ihrer Verbindung zum E-Mail-Dienst die SSL- (Secure Socket Layer) und TLS-Verschlüsselung (Transport Layer Security). Dies ist ganz einfach. Stellen Sie einfach sicher, dass Ihr Anbieter eine HTTPS-Verbindung (anstelle von HTTP) verwendet. Wenn Sie die Adressleiste in Ihrem Browser überprüfen, sollte HTTPS und je nach Browser ein Vorhängeschlosssymbol zu sehen sein, das anzeigt, dass die Verbindung sicher ist.

    Sie können überprüfen, ob die SSL/TLS-Verschlüsselung aktiviert ist, indem Sie nach HTTPS und einem Vorhängeschlosssymbol suchen.

    Um eine vollständige End-to-End-Verschlüsselung zu erzielen, d.h. die E-Mail wird von Ihrem Computer zum E-Mail-Server und auf dem Weg zum Empfänger verschlüsselt, bis sie wieder entschlüsselt wird, muss die Person, der Sie E-Mails zusenden, ebenfalls eine Verschlüsselung verwenden. Mit Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions (S/MIME) richten Sie eine End-to-End-E-Mail-Verschlüsselung ein. Dazu müssen Sie einen Sicherheitsschlüssel auf Ihrem Computer installieren und dann den öffentlichen Sicherheitsschlüssel an Ihre Kontakten weitergeben. Sie müssen diesen Schlüssel verwenden, um an Sie gerichtete E-Mails zu verschlüsseln.

    Um diese Sicherheitsstufe aufrechtzuerhalten, müssen Ihre Kontakte jeweils IHR Ende der Verschlüsselung aufrecht halten und Dritte das Sicherheitszertifikat ausstellen und/oder Webbrowser-Add-Ons von Drittanbietern, um den Vorgang zu verwalten. Die End-to-End-E-Mail-Verschlüsselung wird hauptsächlich verwendet, wenn Unternehmen geistiges Eigentum oder andere geschützte Informationen schützen müssen. Dies liegt im Allgemeinen außerhalb des Bereichs normaler E-Mail-Benutzer.

    Die beste Methode für einen umfassenden Schutz der Privatsphäre bietet ein virtuelles privates Netzwerk (VPN). Ein VPN verschlüsselt Ihren gesamten Internetverkehr – E-Mails, Suchanfragen, sogar Apps und Spiele, sodass Hacker nicht ausspionieren können, was Sie gerade tun. Dies ist besonders hilfreich, wenn Sie öffentliches WLAN verwenden, da diese Arten von ungesicherten Netzwerken Ihre Online-Aktivitäten offen zugänglich machen können.

    Hüten Sie sich vor E-Mail-Tracking-Software

    Im Allgemeinen gibt es zwei Gruppen von Personen, die Ihre E-Mails verfolgen: Vermarkter von legalen Unternehmen, insbesondere von Unternehmen, zu denen Sie Kontakt haben (z. B. e-Shops, bei denen Sie etwas bestellt haben), und Spammer. Sie sollten unabhängig von der Quelle E-Mail-Tracking-Software blockieren.

    Blockieren Sie die E-Mail-Verfolgung durch Vermarkter.

    Wussten Sie, dass Sie jedes Mal, wenn Sie die Marketing-E-Mail eines Unternehmens öffnen, mit ziemlicher Sicherheit Daten zurücksenden, auch wenn Sie gar nicht tatsächlich auf die E-Mail antworten? Die meisten Vermarkter verwenden E-Mail-Tracking-Software in Form von Pixel-Tracking – winzige Ein-Pixel-Bilder, die in die E-Mail eingebettet werden und für das menschliche Auge unsichtbar sind, aber nützliche Informationen an den Absender zurücksenden können wie:

    • Wann Sie die E-Mail geöffnet haben.

    • Auf welchem Gerät und Betriebssystem Sie sie geöffnet haben.

    • Wie oft Sie die E-Mail angesehen haben.

    • Welche Links in der E-Mail Sie angeklickt haben.

    • Ihre IP-Adresse.

    Viele Unternehmen verwenden spezielle E-Mail-Marketing-Software wie MailChimp, um möglichst vielen Daten nachzuspüren.

    Während Vermarkter diese Informationen hauptsächlich verwenden, um Trends zu identifizieren – beispielsweise den Prozentsatz der Empfänger, die eine E-Mail öffnen, oder den Prozentsatz, der auf einen Link geklickt hat –, können sie sich auch über Sie persönlich informieren. Werbetreibende können Informationen auswerten, die sie Ihren Surfgewohnheiten entnehmen und so ein Profil über Sie erstellen, um Preise entsprechend daran anzupassen und ihre Marketingstrategie ganz gezielt auf Sie persönlich auszurichten.

    Glücklicherweise gibt es einige einfache Möglichkeiten, um die Verfolgung von E-Mails zu verhindern.

    Deaktivieren Sie automatische Bildanzeige in Ihrer E-Mail.

    Da die Pixelverfolgung auf Bildern basiert, können Sie sich von Ihrem E-Mail-Anbieter fragen lassen, ob externe Bilder angezeigt werden sollen. Beachten Sie, dass dadurch alle Bilder deaktiviert werden. Sie können jedoch einfach auf die Bilder klicken, die Sie sehen möchten (wodurch das Laden der Tracking-Pixel-Bilder verhindert wird). Der Vorgang hängt etwas davon ab, welchen E-Mail-Dienst Sie verwenden. So geht's in Gmail:

    1. Öffnen Sie Ihr Gmail-Konto.

    2. Klicken Sie oben rechts auf das Zahnradsymbol für die Einstellungen und wählen Sie dann Einstellungen aus dem Dropdown-Menü.

      Einstellungen in Gmail öffnen

    3. Scrollen Sie nach unten zu Bilder und wählen Sie Fragen, ob externe Bilder angezeigt werden sollen.

      Wählen Sie die Option „Fragen, ob externe Bilder angezeigt werden sollen“.

    4. Scrollen Sie zum unteren Rand des Bildschirms und klicken Sie auf Änderungen speichern. Ein Feld wird angezeigt, klicken Sie zur Bestätigung darauf.

      Bestätigen Sie die Bildeinstellung, indem Sie auf „Änderungen speichern“ klicken.

    Dadurch wird auch dafür gesorgt, dass Bilder in der Gmail-App Ihres Smartphones blockiert werden. Falls Sie jedoch den E-Mail-Client eines Drittanbieters wie Outlook oder die Mail-App von Apple verwenden, dann müssen Sie die Einstellungen aufrufen und dort ebenfalls Bilder deaktivieren.

    Verwenden Sie einen Tracker-Blocker

    Neugierig, wer Ihr Internetaktivitäten verfolgt? Sie können dies mithilfe einer Browser-Erweiterung herausfinden. Es gibt verschiedene Optionen, die Bilder blockieren – Tracker verhindern – und Sie benachrichtigen, wenn eine E-Mail versucht, Informationen über Sie zu sammeln. Probieren Sie PixelBlock (Chrome), Ugly Email (Chrome), Trocker (Chrome und Firefox) oder eine andere Option aus, um die Kontrolle über Ihren Posteingang zurückzugewinnen.

    Werbetreibende können Sie nicht nur per E-Mail verfolgen – 70% der Websites praktizieren dies bei ihren Besuchern, und zwar quer durch das Internet. Und Tausende von Datenbrokern sammeln Informationen über Sie und verkaufen sie an Werbetreibende. 

    Sie können alle Arten von invasivem Tracking mit einer speziellen Anti-Tracking-Lösung entfernen. AVG AntiTrack ist ein Datenschutz-Tool, das Nachverfolgen mit einem Klick blockiert. Es gibt auch gefälschte Daten an Tracker weiter, um diese auf die falsche Fährte zu locken und online Ihre wahre Identität zu verschleiern.

    Abonnement kündigen

    Echte Marketing-E-Mails mögen ärgerlich sein, stellen im Allgemeinen aber keine Bedrohung dar. Wenn Sie ein Produkt bei einem Online-Händler erwerben, werden Sie wahrscheinlich auf dessen E-Mail-Liste landen. Möglicherweise bekommen Sie regelmäßig Newsletter, Verkaufsangebote, Produktankündigungen und andere Unternehmens- oder allgemeine Infos. Falls Sie diese E-Mails stören, sollten Sie sich einfach abmelden können. Scrollen Sie bis zum Ende der E-Mail und suchen Sie folgendermaßen nach der Schaltfläche zum Abmelden:

    Die meisten Marketing-E-Mails bieten ganz unten die Möglichkeit, sich von der E-Mailliste abzumelden.Sie können auch Optionen anbieten, um die Häufigkeit von E-Mails zu verringern oder einen bestimmten E-Mail-Typ zu unterbinden. Hinweis: Sie sollten nur in den E-Mails eines seriösen Unternehmens auf Abmelden klicken. Durch die Interaktion mit Spam- oder Betrugs-E-Mails besteht ein erhöhtes Risiko für zukünftige Betrugsfälle.

    E-Mail-Tracking von Spammern blockieren

    Falls Sie E-Mails mit nicht jugendfreiem Inhalt oder zu irgendeinem SONDERVERKAUF, zu medizinischen Dienstleistungen oder mit ähnlich dubiosen Angeboten erhalten, dann öffnen Sie diese Mail nicht. Löschen Sie sie einfach. Falls Sie wiederholt kontaktiert werden, blockieren Sie den Absender. Klicken Sie in einer Spam-E-Mail niemals auf Abmelden. Wenn Sie auf solche Spammails eingehen, informieren Sie damit den Spammer, dass er auf eine gültige E-Mail-Adresse gestoßen ist, hinter der sich eine reale Person verbirgt: Sie. Sie werden Sie noch häufiger kontaktieren und versuchen, Sie in den einen oder anderen Betrug zu verwickeln. Einfach löschen, blockieren und weitermachen.

    Die sichersten E-Mail-Anbieter

    Sie fragen sich, welcher E-Mail-Anbieter die beste Sicherheit bietet? Die Antwort mag Sie überraschen. Während Gmail etwa 30 bis 40% des Marktes beherrscht, ist es möglicherweise nicht der sicherste E-Mail-Anbieter. Tatsächlich stammen die sichersten Lösungen in der Regel von weniger bekannten Anbietern, die ihre Tools unter Berücksichtigung von Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben entwickeln. Suchen Sie Funktionen, die die Sicherheit verbessern – beispielsweise:

    • End-to-End-Verschlüsselung (normalerweise nur, wenn Absender und Empfänger denselben verschlüsselten E-Mail-Dienst verwenden)

    • Multi-Faktor-Authentifizierung

    • Selbstzerstörende E-Mails, die nach einer bestimmten Zeit verschwinden

    • Benutzerdefinierte Domainnamen

    • Open-Source-Code

    • Entfernte Metadaten (Entfernen von Informationen über Ihr Gerät, Zeitstempel, den verwendeten Browser usw.)

    Wenn Sie ein hohes Maß an Sicherheit benötigen, sollten Sie einen speziell entwickelten E-Mail-Dienst wie ProtonMail, MailHippo (sicher genug, um HIPAA-konform zu sein) oder Mailfence in Betracht ziehen. Die meisten E-Mail-Benutzer benötigen diese Sicherheitsstufe jedoch nicht. Und viele Menschen möchten nicht den E-Mail-Anbieter wechseln, da sie dann allen Kontakten ihre neue E-Mail-Adresse senden müssen. Wir empfehlen, zuerst die Tipps in diesem Artikel zu Ihrem aktuellen E-Mail-Konto zu implementieren und Ihre neue Sicherheitsstufe zu bewerten, bevor Sie zu einem neuen Anbieter wechseln.

    Sichern Sie Ihre E-Mail auf einfache Weise

    Problematische E-Mails reichen von offensichtlichen Betrugsangeboten über hinterhältige Angriffe in James Bond-Manier bis hin zu lediglich nervigen Marketing-E-Mails. Unabhängig von der konkreten Sorge, die Sie plagt, schützt eine Antivirensoftware mit E-Mail-Sicherheitsfunktionen Ihr Konto.

    Probieren Sie AVG AntiVirus FREE und die integrierte E-Mail-Schutz-Funktion aus, die gefährliche Phishing-Versuche blockiert. Darüber hinaus erhalten Sie rund um die Uhr Schutz vor infizierten E-Mail-Anhängen, gefährlichen Links und ungeschützten Downloads. Sorgen Sie für wichtige E-Mail-Sicherheit und Online-Schutz, damit Sie beruhigt E-Mails versenden, einkaufen und Bankgeschäfte tätigen können.

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