Die Technologien von heute sind wie eine wankelmütige Geliebte. Wir werden von unseren Fernsehern beobachtet, unsere smarten Haushalte sind intelligenter als wir Menschen selbst und Alexa übermittelt unsere Gespräche an die Russen. Okay, beim Letzteren sind wir uns nicht 100%ig sicher, doch das verdeutlicht sehr schön, wie leicht man Gerüchte in der Online-Welt verbreiten kann. Nehmen wir uns daher eine Minute Zeit, um einige der gängigsten Mythen aufzudecken, und zwar hier und jetzt.

Smartphones können sich keinen Virus einfangen

Ähm. Das können sie sehr wohl. Doch bevor wir in diese Thematik eintauchen, gilt es etwas zu klären – aus rein technischer Sicht handelt es sich bei eventuell auf Ihrem Smartphone vorhandener Malware höchstwahrscheinlich nicht um einen Virus. Diese zwei Begriffe werden oft synonym verwendet, doch es handelt sich dabei nicht um ein und dasselbe. Ein Virus ist eine Art von Malware und obwohl es da draußen jede Menge Android-Malware gibt, gibt es technisch gesehen keine Android-Viren. Es kommt nicht so häufig vor wie bei Ihrem Computer, dass Ihr Smartphone mit Malware infiziert wird, doch passieren kann das. Android-Geräte können einer Vielzahl an Sicherheitsrisiken ausgesetzt sein und Hacker suchen nach immer neuen Wegen, wie sie an Ihre Daten gelangen können.

Versäumt man Software-Updates, klickt man auf fragwürdige E-Mail-Links oder verwendet man öffentliche WLAN-Netze, kann man ehe man sich versieht auf eine Schnellstraße in Richtung Malware-City geraten. Diese Probleme lassen sich jedoch relativ leicht vermeiden. Seien Sie stets auf der Hut vor Phishing-E-Mails – und wenn etwas zu gut klingt um wahr zu sein, dann ist es höchstwahrscheinlich genau das. Halten Sie Schritt mit den neusten Software-Updates für Ihr Gerät und vermeiden Sie öffentliche WLAN-Netzwerke so gut es geht. Die Verwendung eines VPNs kann Ihnen natürlich dabei helfen in WLAN-Netzen anonym zu bleiben, doch behalten Sie dabei im Hinterkopf, dass es Sie nicht vor Malware schützt.

Bei einem iOS-Gerät ist die Wahrscheinlichkeit, dass es mit Malware infiziert wird, deutlich geringer, doch es ist auch nicht völlig unmöglich. Dies geschieht üblicherweise bei Geräten, auf denen ein Jailbreak durchgeführt wurde, was das jeweilige Gerät für Angriffe anfällig macht. Zu Ihrer Information: Im Zuge des Jailbreaks eines iOS-Gerätes kommt es zu Änderungen am Betriebssystem, wodurch der Benutzer zwar mehr Kontrolle erhält, gleichzeitig wird das Gerät jedoch anfälliger für Bedrohungen.

Ein weiterer Aspekt, den es zu bedenken gilt, sind Apps. Sind sie vertrauenswürdig? Auch hier gilt, dass bei iOS-Geräten die Wahrscheinlichkeit viel geringer ist, dass sie sich auf diesem Wege infizieren werden (doch es ist nicht unmöglich), während das Risiko bei Android etwas höher ist, da Android den Download von Apps von außerhalb des Google Play-Stores zulässt. Doch sowohl Google als auch Apple wurden in der Vergangenheit bereits getäuscht, sodass beide schon einmal (direkt im App-Store) bösartige Apps gehostet haben. Bevor Sie also eine App herunterladen, sollten Sie sowohl deren Bewertungen als auch deren Beliebtheit überprüfen, um sicherzugehen, dass es sich um einen seriösen Download handelt.

Malware lässt sich auf verschiedenen Wegen von Ihrem Gerät entfernen. Dazu zählen das Löschen von Website-Daten, der Geräte-Neustart, die Wiederherstellung aus einer älteren Backup-Version, oder wenn Sie über ein Android-Gerät verfügen, können Sie es mit einem Antivirus schützen.

Macs können sich keinen Virus einfangen

Es tut uns wirklich leid Sie enttäuschen zu müssen, doch das können sie sehr wohl und das werden sie höchstwahrscheinlich auch. Dieses Gerücht, dass sich Macs keinen Virus einfangen können, macht schon seit Jahren die Runde. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen. In der Regel kamen PCs in der Vergangenheit viel häufiger zum Einsatz, sodass über Viren auf PCs viel häufiger berichtet wurde. Diese Tatsache hat ebenso bedeutet, dass es viel mehr Windows-Benutzer gab –  was diese zu einer deutlich größeren Zielscheibe gemacht hat.

Dieser Trend ist jedoch stark rückläufig. Die Beliebtheit von Macs bei Alltagsanwendern und Unternehmen gleichermaßen hatte zur Folge, dass die Verbreitung von Mac-bezogenen Viren im Laufe der Jahre drastisch zugenommen hat. Laut Malwarebytes kam es im April 2019 zu einer Zunahme in Höhe von 16 Millionen Fällen von Mac-Malware. Diese Zahl ist viermal so groß wie der vorherige Rekord. Am häufigsten werden Macs über Browser-Plugins wie Flash sowie über Browser von Drittanbietern und über die üblichen Phishing-Scams und Trojaner infiziert.

Die kurze Antwort lautet also: Ja, Macs können sich auf jeden Fall einen Virus einfangen. Es ist daher wichtig, dass Sie sich mit diesem Wissen wappnen und Ihr Gerät überprüfen und es schützen.

Langsamer PC? Das muss ein Virus sein

Das ist die häufigste Ausrede, wenn ein PC langsamer wird, doch sehr oft, liegt die Ursache ganz woanders. Installierte und unnötige Software kann den Arbeitsspeicher und die CPU Ihres Computers überlasten und dazu führen, dass er schmerzhaft langsam läuft, hochfährt und lädt. Dann gibt es noch das Problem der vorinstallierten Programme, die sich schon beim Kauf auf dem Gerät befinden, und die vernachlässigt, nie aktualisiert und nie verwendet werden. Sie belegen einfach nur wertvollen Speicherplatz. Dasselbe gilt für alte Backups und temporäre Systemdateien. Ihren Zweck haben sie bereits erfüllt und sind am Ende nichts weiter als Ballast. Bevor Sie also voreilige Rückschlüsse auf Viren ziehen, empfehlen wir Ihnen zunächst Ihr Gerät zu aktualisieren und zu bereinigen sowie System-Updates zu installieren.

Ein Antivirus ist nicht nötig

Es ist Ihnen sicher nicht entgangen, dass sich bei uns alles um Online-Sicherheit dreht  – weshalb wir immer dazu raten werden, sich einen Antivirus zu besorgen. Doch wir tun das aus gutem Grund. Die meisten PCs sind zwar schon von Haus aus mit Sicherheitssoftware ausgestattet, doch das reicht nicht immer aus. Das befolgen optimaler Vorgehensweisen – wie dem regelmäßigen Aktualisieren Ihres Gerätes und des Betriebssystems sowie dem Meiden von Links in nicht vertrauenswürdigen E-Mails – tragen zwar viel zu Ihrer Sicherheit bei. Doch es ist schlicht und einfach nicht genug.

Malware entwickelt sich unaufhörlich im Sekundentakt weiter, weshalb es von essenzieller Wichtigkeit ist, dass Sie sich mit einem Virenschutz wappnen, der sich ständig aktualisiert und der nach neuen Bedrohungen und Wegen sucht, Sie vor Viren, Trojanern, Ransomware und einer Vielzahl von anderer Malware zu schützen. Dass Sie ohne ein Antivirenprogramm auskommen, wenn Sie super vorsichtig sind und nichts tun, was als unsicher gilt, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Leider ist es so, dass Sie sich in dem Moment, in dem Sie Ihr Gerät mit dem Internet verbinden, einem Risiko aussetzen. Das klingt zwar sehr dramatisch, entspricht aber der Wahrheit. Die gute Nachricht ist, dass Sie für eine gute Antivirensoftware nicht gleich ein kleines Vermögen ausgeben müssen. In Wirklichkeit müssen Sie überhaupt nichts ausgeben...

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Der Inkognito-Modus sorgt dafür, dass Sie anonym unterwegs sind

Hier lautet die Antwort ganz klar „Nein“. Viele Menschen glauben, dass man durch Einschalten des Inkognito-Modus im Browser anonym im Internet surfen kann. Das wäre ziemlich einfach, oder? Ein wenig zu einfach. Klar, der Inkognito-Modus bietet Ihnen bestimmte Funktionen zum Schutz Ihrer Privatsphäre. So werden beispielsweise Ihr Browserverlauf, Ihre Suchanfragen und Cookies nicht für den späteren Gebrauch abgelegt. Das bedeutet also, dass nach dem Schließen des Fensters keine abgelegten Einträge dessen vorliegen, was Sie zuvor getan haben. Dies ist aber nur dann nützlich, wenn Sie Ihren Browserverlauf vor anderen Leuten schützen möchten, die eventuell denselben PC nutzen wie Sie. Internetdienstleister, datenerhebende Unternehmen, Social-Media-Services und alle jene, die darauf aus sind, online Ihre Daten zu erfassen, können weiterhin alles sehen und verfolgen, was Sie tun, und Daten über diese Aktivitäten ablegen – Inkognito-Modus hin oder her.

Der beste Weg, wie man wieder ein Stück Online-Privatsphäre zurückerlangen kann, ist das Herunterladen von AVG Secure VPN, das Ihre IP-Adresse verbirgt (die ansonsten sogar Ihren physischen Standort preisgeben kann – echt unheimlich!) und Ihre Verbindung verschlüsselt. Außerdem empfiehlt sich eine Anti-Tracking-Software, die Tracking-Cookies aufspüren und entfernen kann, die von Unternehmen und Webseiten dazu eingesetzt werden, Ihre Daten zu erfassen.

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So, da haben Sie es also. In unter zehn Minuten (fünf, wenn Sie ein schneller Leser sind) haben wir mit fünf der häufigsten Irrglauben in Sachen PC aufgeräumt.

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