Ruckeln Ihre Spiele? Werden Ihre Multimedia-Aufgaben (z. B. Video-Rendering oder 3D-Animation) verlangsamt ausgeführt? Falls ja, ist Ihre Grafikkarte der Aufgabe nicht gewachsen. Sie könnten auf eine bessere Grafikkarte aufrüsten -- aber das ist nicht ganz billig. Sie könnten aber aus Ihrer aktuellen Grafikkarte etwas mehr Leistung herausholen, indem Sie sie übertakten. In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erfahren Sie wie.

Was versteht man unter Übertaktung des Grafikprozessors?

Ihre Grafikkarte läuft in der Regel mit einer vom Hersteller festgelegten festen Leistungsstufe oder „Taktrate“. Das ist in etwa mit einem PKW vergleichbar, der 50, 10 oder 500 PS unter der Haube hat. Und ganz genau so wie bei einem Motor können Sie auch Ihre Grafikkarte für bessere Leistung optimieren – das nennt man dann „Übertakten“. Je höher Sie Ihre GPU übertakten, desto mehr Rechenleistung erhalten Sie – was sich in kürzeren Zeiten für das Rendern von Multimedia-Dateien und flüssigem Spielespaß niederschlägt. In den Fällen, in denen Sie Ihre Hardware nicht übertakten können, gibt es andere Methoden zur Steigerung der PC-Leistung auf Softwareebene wie beispielsweise den „Schlafmodus“, eine Komponente von AVG TuneUp. Damit werden alle Hintergrundaktivitäten von aktuell nicht genutzten Apps deaktiviert. Hört sich gut an? Hier bekommen Sie AVG TuneUp.

Was Sie für das Übertakten Ihres Grafikprozessors benötigen

Eine Übertaktung ist ziemlich einfach und kostet nicht viel. Zunächst sollte jedoch sichergestellt werden, dass Ihr PC von Grund auf optimiert und zu maximaler Leistung fähig ist. Hier ist ein interessanter Artikel, in dem Sie erfahren, wie Sie die Leistung Ihres PC jetzt sofort steigern.

Keine Sorge, die Übertaktung ist nicht allzu kompliziert oder zeitaufwendig. Einige dieser Schritte erfolgen automatisch mit verschiedenen Tools wie dem MSI Afterburner.

Lesen Sie weiter, um zu erfahren, was Sie zur Übertaktung Ihres Grafikprozessors benötigen, oder springen Sie direkt zu den Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

1. Ein Übertaktungs-Tool

Dafür stehen zahlreiche Tools zur Auswahl, aber der unserer Meinung nach beste ist MSI Afterburner – er ist einfach zu bedienen, verfügt über eine umfassend konfigurierbare Oberfläche, und er wird ständig aktualisiert, um die neuesten GPUs einzubinden. Erhältlich ist das Tool auf der offiziellen MSI-Seite. Es gibt auch einen Beta-Kanal, den Sie ausprobieren können, wenn Sie gerade eine Karte gekauft haben, die auf einer brandneuen Architektur basiert, wie NVIDIAs Turing. Sie können stets die neuesten Beta-Versionen in Guru3D erhalten. 

Afterburner

2. Ein Benchmark-/Stresstest-Tool

Übertaktung bringt Ihre Karte an ihr Limit (das ist auch der Punkt!) Um sicherzustellen, dass Ihr PC während des Spiels stabil läuft, sollten Sie ihn einem Stresstest unterziehen. Hierfür empfehlen wir diese beiden Tools:

  • Die klassische 3D-Benchmarking-Software 3DMark. Dieses Tool verfügt über eine praktische Stresstest-Funktion.

  • Furmark simuliert Millionen von kleinen Haarsträhnen, um Ihre Grafikkarte an ihre Grenzen zu bringen.

Screenshot des Stresstests für den Furmark-Grafikprozessor

3. Etwas Geduld – und Nerven aus Titan

Wir erwähnten bereits, dass das Vornehmen einer Übertaktung ziemlich einfach ist. Allerdings kann es einige Zeit und Tests erfordern, um die perfekte Balance zwischen Leistung und Temperatur sowie Kompatibilität mit Spielen zu finden.

Zum Beispiel kann es nach Beenden der Stresstests zunächst so aussehen, als hätten Sie die perfekte Übertaktung gefunden – aber dann stürzt Ihr Lieblingsspiel nach 30 Minuten ab. Also setzen Sie die Taktfrequenz wieder ganz leicht herunter.

Sind Übertaktungen sicher?

Heutzutage? Ja, auf jeden Fall! Eine Übertaktung erhöht die Temperatur und die Anforderungen an Ihre GPU, aber keine Sorge – bevor Ihre Grafikkarte in Flammen aufgehen kann, werden Sicherheitsmechanismen in Gang gesetzt. Schlimmstenfalls bleibt Ihr Computer hängen, stürzt ab oder zeigt einen schwarzen Bildschirm. In diesem Fall müssen Sie die Taktfrequenz etwas niedriger setzen.

Geforce GTX

Allerdings kann der Betrieb mit deutlich höherer Taktfrequenz theoretisch auch die Lebensdauer verkürzen – genau wie bei allem, das auf Dauer zu Höchstleistungen angetrieben wird. Allerdings gibt es statistisch gesehen noch keine signifikanten Daten zur Auswirkung einer GPU-Übertaktung.

Wir haben zum Beispiel unsere Titan Xp-Grafikkarten seit etwa einem Jahr mit dauerhafter Übertaktung betrieben – und das völlig ohne Probleme.

So übertakten Sie Ihren Grafikprozessor

Wir werden MSI Afterburner verwenden, den wir zuvor zur Übertaktung der GPU empfohlen haben. Installieren und starten Sie das Tool.

MSI Afterburner - ScreenshotDas Haupt-Dashboard zeigt die aktuelle Taktfrequenz Ihres Grafikchips (GPU Clock) und dessen Speicher (Mem Clock) an. Auf der rechten Seite sehen Sie die Temperatur. Diese Werte sind von PC zu PC unterschiedlich – aber als Faustregel gilt, dass Temperaturen über 90°C zu vermeiden sind. Sie können auch den Skin von MSI Afterburner ändern, indem Sie auf das Zahnradsymbol klicken und zur Benutzeroberfläche gehen.

Afterburner-Eigenschaften

Die Schieberegler steuern die Grundwerte der Übertaktung :

  • Core Voltage: Das ist die für Ihre Grafikkarte angelegte Spannung. Dies ist auf neueren Karten meist nicht verfügbar.

  • Power Level: Mit diesem Schieberegler kann Ihre Karte aus dem PC-Netzteil (PSU) mehr Strom ziehen. Wenn Ihre Karte beispielsweise standardmäßig auf 200 Watt begrenzt ist, können Sie diese auf 240 Watt erhöhen, indem Sie sie auf 120 einstellen. Möglicherweise ist dies nötig, wenn Sie Ihre Karte weiter übertakten möchten (dies wird die Temperatur definitiv erhöhen).

  • Core Clock: Hier können Sie die gewünschte Taktfrequenz angeben. Wahrscheinlich werden Sie hier viel ausprobieren müssen.

  • Memory Clock: Wie oben, aber für den GPU-Speicher.

Schritt 1 – Benchmarking Ihrer aktuellen Einstellungen

Führen Sie entweder 3DMark oder Furmark aus (die zuvor empfohlenen Stresstest-Tools) und überprüfen Sie die aktuelle Leistung:

Furmark-Vergleich

Dies gibt Ihnen einen guten Anhaltspunkt für Leistung, Temperatur, Taktfrequenz und FPS. Notieren Sie sich diese Zahlen oder machen Sie einen Screenshot – dies wird später beim Vergleichen nützlich sein.

Schritt 2 – Übertakten des GPU-Chips

Starten Sie behutsam: Steigern Sie die Kernrate um 5% und beobachten Sie, ob Sie auf seltsame grafische Artefakte, Störungen oder sogar Abstürze stoßen. Soweit sollte es noch stabil laufen, aber Sie werden wahrscheinlich nicht viel Verbesserung sehen. Es ist wirklich nur eine schnelle Überprüfung auf mögliche Probleme.

Schritt 3 – Übertakten des Speichers

Der Speicher ist genauso wichtig wie die GPU-Frequenz – vor allem bei hochtexturierten Spielen. Probieren Sie dann eine Erhöhung um 10 % bzw. 50-100 MHz aus. Eine Übertaktung um oder unterhalb der 10-Prozent-Marke sollte noch eine stabile Leistung erbringen.

MSI Afterburner 3

Wenn Ihr Computer bereits bei dieser niedrigen Übertaktung abstürzt oder in Spielen merkwürdige optische Phänomene zu erkennen sind, ist Ihre Hardware entweder überhaupt nicht zum Übertakten geeignet oder Sie müssen das Temperaturlimit heraufsetzen. Dazu später mehr.

Schritt 4 – Feinabstimmung

Erhöhen Sie die GPU-Taktfrequenz um ca. 10 MHz und testen Sie dies erneut. Ist sie stabil? Dann setzen Sie den Wert noch einmal um 10 MHz hoch. Und noch einmal. Und noch einmal. Und noch einmal. Führen Sie einen Benchmark, Stresstest (siehe oben) oder ein Spiel ein paar Stunden lang durch und prüfen Sie, ob Stabilitätsprobleme und auch Leistungssteigerungen zu beobachten sind.

Irgendwann wird Windows dann hängenbleiben oder neustarten. Das ist dann die Grenze Ihres PCs. Unterschreiten Sie diese Grenze um 10-20 MHz. Wenn Sie eine Übertaktung zu nahe an den Crashpunkt legen, ist nach mehreren Stunden Spielspaß schnell Schluss.

Zum Beispiel läuft unsere Titan Xp mit über 200 MHz Kernfrequenz hervorragend, aber nach 2-3 Stunden Final Fantasy 15 oder Witcher 3 in 4K überhitzt sie zu stark. Daher setzen wir zur Sicherheit nur bis zu 170 MHz hoch. Diese 30 MHz weniger machen keinen spürbaren Unterschied aus. Was wir allerdings wirklich zu spüren bekommen würden, wäre ein Absturz – und den würden auch unsere Nachbarn mitbekommen, wenn wir einen solchen um 3 Uhr nachts lautstark lamentieren. Auf Deutsch.

Sobald Sie eine stabile Kernfrequenz gefunden haben, wiederholen Sie das Verfahren mit der Speicherfrequenz. Allerdings nicht gleichzeitig, sonst wissen Sie nicht die Ursache, wenn etwas schiefgeht.

Schritt 5 – Erhöhen der Leistungsgrenze

Sobald Sie das Limit erreicht haben, können Sie nun den konservativen (manche würde auch sagen „langweiligen“) Weg gehen und sagen: „OK, das reicht mir jetzt“.

Oder Sie können die maximale Stromaufnahme (Power Limit) und Temperatur (Temperature Limit) im MSI Afterburner hochsetzen und sehen, was dann passiert.

MSI Afterburner - Details

Starten Sie jetzt Ihr Spiel. Auch ohne Übertaktung werden Sie wahrscheinlich feststellen, dass die Lüfter etwas lauter sind und die Karte ihre Frequenz nicht so schnell oder drastisch reduziert. Sie können dies mit RivaTuner von MSI Afterburner sehen, der im Lieferumfang des Übertaktungs-Tools enthalten ist. Sehen Sie sich diese Videoanleitung zur Aktivierung und Konfiguration der Bildschirmdarstellung an, damit Sie sie während eines Spiels oder bei der Verwendung Ihrer Benchmarking-Tools überprüfen können.

Spezifikationen

Zum Beispiel takten beide Titan Xps bei Witcher 3 standardmäßig auf 1823 MHz, reduzieren den Takt aber nach etwa einer Stunde (wenn die Temperatur ihren Höhepunkt erreicht hat) auf etwas über 1600 MHz. Bei Verwendung einer höheren Leistungsbegrenzung und Temperaturbegrenzung sehen wir diese Drosselung jedoch nicht mehr und fallen – mit der richtigen Übertaktung – nie wieder unter die magische 2000-MHz-Grenze.

Schritt 6 – (erneute) Feinabstimmung und Test

Da wir nun noch mehr Leistung freigesetzt haben, können wir wieder noch einmal wie zuvor in 10-MHz-Schritten die Frequenz heraufsetzen.

Ihre Karte wird nun wahrscheinlich über den früheren Absturzpunkt hinauskommen. Wie bereits erwähnt, bekommen wir statt 100 MHz/200 MHz jetzt satte 170 MHz/450 MHz. Die Suche nach den optimalen Einstellungen hat uns viel Arbeit gekostet, also üben Sie sich ruhig in Geduld.

Sobald Sie eine stabile Frequenz erreicht haben, vergleichen Sie Ihr System erneut mit dem bereits erwähnten 3DMark und Furmark. Benchmarken Sie auch Ihre Lieblingsspiele. Sie werden einen Unterschied bei den Zahlen bemerken – ebenso beim Spielen. Sie können auch eine Reihe anderer Tests ausführen, um die Leistung Ihres PCs bei Übertaktung zu ermitteln.

Macht Übertaktung des Grafikprozessors wirklich einen Unterschied?

In den meisten Fällen schon. Natürlich hängt es von der Art der Spiele und Ihrer Hardware ab – wenn Ihre Spiele bereits mit 60 fps laufen, müssen Sie schon sehr genau hinsehen, um den Unterschied zu erkennen, wenn die Übertaktung bis zu 69 fps erbringt. Aber wenn ein wirklich anspruchsvolles Spiel mit 60 fps kämpft und manchmal in den 40er- oder 50er-Bereich fällt, wird eine Übertaktung Spiele flüssiger laufen lassen.

GTA-Übertaktung
 

Durch Übertaktung können Sie Spiele bei höheren Auflösungendeutlich flüssiger spielen. Wenn Sie Far Cry 5 beispielsweise mit einer 6K-Auflösung spielen, werden sogar zwei Titan Xps zu kämpfen haben. Seit Mitte 2018 sind dies NVIDIAs Top-Endverbraucher/Pro-Grafikkarten, die sogar NVIDIAs Flaggschiff-Gaming-Karte 1080 Ti übertreffen.

Zwei davon zusammen mit einer Auflösung von 4K laufen zu lassen, sorgt bei den meisten Spielen für eine Bildrate von 60 fps. Far Cry 5 sieht jedoch deutlich besser aus, wenn man den Upscaler verwendet, der alles mit einer höheren Auflösung rendert und auf z. B. Full HD oder 4K herunterrechnet. In diesem Beispiel sank die Bildrate bei einer 6K-Auflösung auf mickrige 37 fps. Nach der Übertaktung verbesserte sich diese Zahl auf 45 fps – dadurch läuft das Spiel flüssiger und ist einfacher zu spielen:

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Wenn wir jedoch mit einer „normalen“ 4K-Auflösung spielen, läuft Far Cry 5 mit soliden 60 fps – was synchron mit unserem Display ist, sodass eine Übertaktung nichts verbessert.

In anderen Fällen sahen wir wenig Nutzen: Nier: Automata läuft auf unserem Surface Book nicht so besonders gut. Wir sprechen hier von etwa 24 fps. Dank Übertaktung konnte dies auf 27 fps erhöht werden – das ist ja nun nicht gerade viel. Ein Unterschied war nicht erkennbar (allerdings war die Lüftung des Surface Book deutlich lauter zu hören).

Welche Fehler treten bei der Übertaktung besonders häufig auf?

Wenn Sie unsere Richtlinien befolgen, müssen Sie keine Fehler befürchten. Einer der häufigsten Übertaktungsfehler besteht darin, dass einfach nur die Geschwindigkeit erhöht und mit den Reglern gespielt wird – was zu Abstürzen führt! Es gilt jedoch, einige Dinge zu beachten:

  • Vermeiden Sie Überhitzung: Achten Sie genau auf die Temperaturen Ihres Grafikprozessors und investieren Sie in angemessene Kühlung. Im Idealfall besitzen Sie bereits eine maßgeschneiderte Karte mit entsprechender Kühlung oder sogar eine Wasserkühlung.

  • Vermeiden Sie automatische Übertaktung: Da die Übertaktung den Grafikprozess „belastet“, würde ich vorschlagen, dass Sie nur dann übertakten, wenn dies für ein Spiel tatsächlich notwendig ist. Verwenden Sie das Profilsystem von MSI Afterburner: Sehen Sie die Schaltfläche „Speichern“ im Screenshot unten? Klicken Sie nach Ausführen unserer Schritte darauf, weisen Sie Ihrer letzten Übertaktung eine Nummer zu und verwenden Sie sie nur dann, wenn Sie ein anspruchsvolles Spiel oder eine anspruchsvolle Anwendung ausführen.

  • Machen Sie sich jedoch keine allzu großen Hoffnungen: Wenn Ihr Grafikprozessor 10 Jahre alt ist, wird die Übertaktung sie nicht auf das Niveau der heutigen High-End-Grafikprozessoren katapultieren. Das ist nun einmal so. Sie können höchstens eine Leistungssteigerung von 10-20% erwarten. 

Kann man Laptops auch übertakten?

Ja, auch das ist möglich. Mobile GPUs sind in ihrer Leistung eingeschränkt, sodass eine Übertaktung dazu beitragen kann, die Framerate oder Renderleistung zu verbessern. Aus unserem Microsoft Surface Book, das eine GeForce 965 GTX verwendet, konnten wir etwa 20-25 % mehr FPS herausholen.

Der Nachteil: Während Desktop-PCs und vollwertige Desktop-Grafikkarten üblicherweise über eine gute Kühlung verfügen, produzieren mobile GPUs viel Wärme in einem viel kleineren Gehäuse. So werden Sie bald an Temperatur-bedingte Grenzen stoßen. Außerdem erhöht der Betrieb mit höheren Taktraten den Stromverbrauch, so dass der Akku viel schneller entladen wird. Soviel zu den Nachteilen.

Kann ich nicht einfach die Übertaktungszahlen für meine Grafikkarte dank Google herausfinden und diese ganzen Schritte überspringen?

Na klar! Aber Sie werden feststellen, dass Hunderte von Menschen mit genau der gleichen Grafikkarte unterschiedliche Zahlen erhalten. Diese können für Sie funktionieren – oder auch nicht.

Diese „Chiplotterie“ liegt darin begründet, dass nicht alle GPU- und Speicherchips auf mikroskopischer Ebene genau identisch hergestellt werden. Manchmal sind die Materialqualität und die Lithographie von Chip zu Chip so unterschiedlich, dass eine höhere Temperatur oder Spannung nicht erreicht werden kann.

Wie carlose707 auf Reddit schreibt:

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Grundsätzlich kann Ihre Laufleistung variieren. Daher werden Sie wahrscheinlich am Ende alle Schritte durchführen, die wir hier zusammengestellt haben, um die perfekten Einstellungen für Ihre Karte zu finden.

Kann ich nicht einfach eine vorab übertaktete Karte kaufen?

Na klar! Aber auch diese können Sie noch weiter übertakten.

Neben den „offiziellen“ Grafikkarten von NVIDIA und AMD wie diesen.....

14-gtx1080

... wird der Großteil der Grafikkarten von Drittanbietern wie EVGA, MSI oder Gigabyte hergestellt. Sie verwenden den gleichen NVIDIA- oder AMD-Chip wie beispielsweise die GeForce 1080 TI, aber Kühlung, Netzteile, Transistoren und Platinen können sehr unterschiedlich sein und in der Regel für eine höhere Taktfrequenz ausgelegt sein. Deshalb sehen Sie die 1080 TI von etwa einem Dutzend verschiedener Anbieter – und selbst derselbe Anbieter könnte zahlreiche verschiedene Versionen verkaufen:

GeForce Preisvergleich - Screenshot

Diese Karten reichen von identischen Übereinstimmungen mit den NVIDIA-Referenzboards bis hin zu High-End-Modellen mit besonders starker Lüftung, hochwertigen Netzteilen und RGB-Beleuchtung. Sie sind üblicherweise ab Werk um 10-20 % übertaktet. Allerdings können auch diese Karten manuell übertaktet werden – mit den gleichen Schritten wie oben aufgeführt. Wahrscheinlich werden Sie dabei jedoch keine 20-30 % höhere Rate zusätzlich erreichen, aber auch höher getaktete Karten können noch einmal bis zu 15 % hochgesetzt werden.

So, dann wünschen wir nun viel Spaß beim Übertakten!

Vielleicht hat Sie dieser Übertaktungsleitfaden in weniger als einer Stunde zur perfekten Taktfrequenz gebracht, und Ihr PC läuft mit allen Spielen stabil, egal wie lange Sie spielen. Vielleicht suchen Sie aber immer noch nach dem perfekten Takt.

Falls dies der Fall ist, sollten Sie Folgendes wissen: Wir können Far Cry 5 nun mit einer Auflösung von 1,2-1,3 (also etwa 5K-Auflösung) bei 60 fps in den absolut höchsten Einstellungen ausführen, was zu diesem Gänsehaut-Level an Realismus führt:

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Wie wäre es? Probieren Sie es doch mal aus. Es ist die Mühe wirklich wert.

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