Ein Keylogger ist die ultimative Malware, die Beziehungen zerstören und ein Bankguthaben ruinieren kann. Ziemlich gruselig, diese Vorstellung. Um diese Horrorvorstellung etwas abzumildern, habe ich mir einen niedlichen Panda zuhilfe geholt.

An dieser Stelle müssen Sie sich daher einen niedlichen, knuddeligen Pandabären vorstellen.

Worum geht es dabei?

Nun, schlicht um meine Computergeheimnisse. Dinge, die mir höchst unangenehm wären, sollten sie jemals bekannt werden: all die eBay-Gebote für „Die kleine Hexe“-Fanartikel, all die superleichten Rechenoperationen, die ich eigentlich im Kopf hätte ausrechnen können. Solche Sachen halt.

Wir alle haben unsere kleinen Geheimnisse, online und offline, die wir lieber für uns behalten wollen.

Prozentrechnung ist eben schwer, na und?!

Natürlich nehme ich die Bedrohung sehr ernst, dass alles, was ich auf meinem Computer tippe, tatsächlich von jemandem gelesen werden könnte.

Denn es gibt eine Art von Malware, die genau das tut. Ein Keylogger, einmal installiert, zeichnet alles auf, was Sie schreiben: Ihre Chats, E-Mails, Anmeldedaten mit Passwörtern, Kreditkartendaten mit der Sicherheitsnummer auf der Rückseite, die überall abgefragt wird ... Und all das wird an den weitergeleitet, der den Keylogger in Ihren Computer eingeschleust hat: an Ihren Freund, Ihre Frau, Ihren Chef oder an den freundlichen Cyberkriminellen aus der Nachbarschaft.

Die Wahrung der Computer-Privatsphäre ist Ihr gutes Recht, also fordern Sie es ein!Hilfe, meine Privatsphäre!

Wie Keylogger es schaffen, ihren Weg in Ihr Leben zu finden

Insgesamt gibt es vier Wege...

  1. Sie verwenden einen öffentlichen oder geliehenen Computer und jemand hat eine kleine Software dort eingeschleust, die jeden Tastendruck aufzeichnet. Sie melden sich einmalig auf einem öffentlichen PC bei Ihrem Facebook-Konto an und los geht‘s – Ihr Benutzername und Ihr Passwort werden erfasst, gespeichert und warten nun nur darauf, von irgendjemandem mit finsteren Absichten abgerufen zu werden. (Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich hoch, dass Ihr Facebook-Benutzername auch Ihre primäre E-Mail-Adresse ist ... und Sie verwenden dasselbe Passwort für beide, oder nicht? Jaaaaa. Und es wird noch schlimmer.)
    Dieser Online-Fehltritt kann Ihnen eine Menge Ärger einbringen.
    Kann man eigentlich noch leichtsinniger sein?
  2. Sie haben versehentlich einen Keylogger auf Ihren Rechner heruntergeladen. Keylogger sind Malware und Malware richtet Schaden an. Das Öffnen eines suspekten Links, eines vagen E-Mail-Anhangs oder das Anklicken einer infizierten Online-Werbung auf einem ungesicherten Computer - all das genügt, damit ein Krimineller an Ihre Bankdaten, Passwörter oder an die Briefe an Ihre Mutter gelangt.
  3. Jemand installiert einen Keylogger auf Ihrem Computer, ohne Ihr Wissen natürlich. Dieser Fall ist ziemlich selbsterklärend, aber ich beschreibe ihn hier kurz: Der Ehepartner oder die Eltern oder ein Mitbewohner oder auch der Chef ( der Ihren persönlichen Blog lesen will, auch wenn Sie ihm die URL gar nicht übergeben haben) hat ohne Ihr Wissen einen Keylogger auf Ihrem Rechner platziert. Und plötzlich müssen Sie erklären, wer diese Lisa ist, oder aber Sie werden beim Personalchef vorgeladen.
  4. Irgendjemand schließt ein Keylogging-Modul an Ihren Computer an. Ein reales Objekt aus Metall und Plastik zum Anfassen – falls Sie überhaupt wüssten, dass sich dort befindet. Dieses wird zwischen Tastatur und USB-Anschluss installiert und eignet sich besonders gut zur Unternehmensspionage, da es angesichts des üblichen Kabelsalats viel einfacher ist, ein solches Gerät unauffällig versteckt anzubringen.

Hardware-Keylogger sehen aus wie ein einfacher USB-Adapter.
Diese Vorrichtungen werden sauber verpackt und mit allem Zubehör geliefert.

Wie kann man einen Keylogger erkennt, entfernt bzw. unbrauchbar macht

Okay, dann also zu den Tipps. Die Sie zweifellos anwenden werden, denn Keylogger bergen in der Tat ein hohes Risiko, wenn Sie an die vielen privaten oder gar kompromittierenden Daten denken, die Sie auf Ihrem Computer täglich bearbeiten.

  • Geben Sie an einem öffentlichen Computer niemals persönliche Daten ein und melden Sie sich auf keinen Fall mit Ihren Anmeldedaten an. Warten Sie, bis Sie nach Hause kommen, wenn Sie die neuesten Posts in den sozialen Medien lesen oder Ihren Kontostand überprüfen wollen. Gehen Sie davon aus, dass alles, was Sie auf einem öffentlichen PC eingeben, aufgezeichnet wird, also agieren Sie entsprechend. 
  • Besorgen Sie sich ein aktuelles Antivirusprogramm, dem Sie vertrauen können. Wie bereits gesagt: Keylogger sind eine Form von Malware und Ihre erste Verteidigungslinie gegen Malware ist Ihr Antivirusprogramm. Wir kennen da ein wirklich, wirklich gutes. Wenn Ihr PC mit einem Keylogger infiziert wurde, dann erkennen und zerstören wir ihn. Wenn Sie nicht aufpassen und etwas Suspektes anklicken, dann schalten wir uns dazwischen.

Wir haben ein Händchen dafür, Leute aus Schwierigkeiten im Internet herauszuhalten.Betrachten Sie uns als Ihre wachsame Gouvernante.

  • Überprüfen Sie hin und wieder die Verbindung zwischen Ihrer Tastatur und Ihrem PC. Nur um zu überprüfen, ob dort alles noch in Ordnung ist. Hin und wieder. Und auch nur für alle Fälle. Also keine große Sache.
  • Vielleicht sollten Sie auch Ihre aktuelle Beziehung nochmal überdenken, falls Sie mal einen Keylogger zu Hause entdecken. Wie auch immer. Dann ist es eben so.

Jetzt, da Sie alles wissen, was Sie über Keylogger wissen müssen, denken Sie stets an die Sicherheit!

 Unserer Meinung nach sollten sich frei und uneingeschränkt durchs Netz bewegen dürfen. Und lassen Sie sich Ihren Lebenstil nicht durch Malware zerstören.

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