AVG Signal-Blog Sicherheit Internet Was sind Fake News und wie erkennt man sie?
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Was sind Fake News?

Der Begriff „Fake News“ bezeichnet Falschmeldungen, die als wahre Informationen präsentiert werden. Fake News sollen die Meinung der Menschen über tatsächliche Ereignisse, Personen oder Fakten beeinflussen. Viele Fake News sind so sensationslüstern aufgemacht, dass sie regelrecht viral gehen.

Dieser Artikel enthält:

    Das Rezept ist ganz einfach: Ein paar ausgewählte Fakten einer Meldung in eine emotionale Story verpacken. Dann teilen aufgeregte Leser diesen Post, ohne die Quelle zu überprüfen. Die Erfinder von Fake News sprechen bewusst die Emotionen an, um impulsive Weitergabe und Diskussion zu fördern.

    Beispiele für Fake News

    Sie können lernen, woran man Fake News erkennt, indem Sie sich ein paar typische Beispiele ansehen. Manche davon sind harmlos, während andere zu gefährlichen Verschwörungstheorien beitragen. 

    Im Folgenden stellen wir einige gängige Arten von Fake News vor, damit Sie diese künftig auf einen Blick erkennen.

    Deepfakes

    Das ist die neueste Art von Fake News. In Deepfake-Videos werden Gesicht oder Kopf einer Person auf den Körper einer anderen Person gesetzt. Dadurch können Videos beliebiger Menschen gebastelt werden, die beliebige Dinge tun. Die meisten Deepfakes fallen in das „Uncanny Valley“ (zu Deutsch: unheimliches Tal). Dieser Begriff bezieht sich darauf, wie beängstigend digitale Videos (oder Roboter) wirken, wenn sie zunehmend realistisch gemacht sind.

    Weil sich Technologie laufend weiterentwickelt, könnten Deepfakes in ein paar Jahren noch viel glaubhafter aussehen. Deshalb müssen Sie alles, was Sie im Internet finden, kritisch unter die Lupe nehmen.

    Clickbait

    Clickbait verfolgt nur ein Ziel: Sie sollen darauf klicken. Zu diesem Zweck wird Clickbait so ziemlich alles zeigen oder behaupten. Natürlich möchte jede Webseite mehr Klicks generieren, aber Clickbait greift dafür zu Täuschung, Sensationsmache oder einer Mischung davon.

    Ein Beispiel für Clickbait mit dem Titel „Ein Mann umarmt einen wilden Löwen. Und dann passiert das!“Dieser Mann war in Wahrheit ein erfahrener Zoologe, der seit vielen Jahren mit diesem Löwen arbeitet.

    Clickbait-Artikel können von Hackern und in Phishing-Angriffen genutzt werden, um Sie auf bösartige Webseiten zu locken, die Ihr Gerät mit Malware infizieren oder Ihre persönlichen Daten stehlen. 

    Wenn Sie Clickbait vermeiden, sind Sie auf der sicheren Seite – außer Sie werden von leistungsstarker Antivirus-Software wie AVG AntiVirus Free geschützt.

    Propaganda

    Propaganda bedeutet, dass der Verfasser strategisch versucht, ein schlechtes politisches Argument überzeugend darzulegen. Weil Fake News so leicht zu erfinden, aber so schwer nachzuweisen sind, hat sich Propaganda in der modernen Politik zum tragenden Element entwickelt.

    Propaganda kann durchaus ein paar Fakten enthalten, aber nur als Einleitung für einen emotionalen Appell. Nachdem ein Wissenschaftler eine kurze Aussage macht, resümiert der Verfasser: „Sehen Sie? Damit ist alles klar.“ Leser lassen sich vom Selbstbewusstsein des Verfassers blenden und teilen den Artikel, ohne noch einmal darüber nachzudenken.

    Mit moderner Propaganda wird versucht, vorhandene Ansichten zu bestärken und Menschen, die bereits zustimmen, zum Handeln zu bewegen. Dies wird in der Fachwelt als Confirmation Bias bezeichnet: Wir konsumieren bevorzugt Informationen, die unsere bisherigen Meinungen bestätigen.

    Um Propaganda zu entlarven, müssen Sie sich über Ihre eigene Voreingenommenheit bewusst sein – und erkennen, wenn diese ausgenutzt wird. Fake News lassen sich leichter enttarnen, wenn Sie neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen sind.

    Verzerrte Meldungen

    Manche Nachrichtenquellen folgen einer klaren ideologischen Linie. Politisch ausgerichtete Nachrichtenkanäle sind so gängig, dass sie sich erfassen und grafisch darstellen lassen.

    Verzerrte Meldungen und Propaganda können Fakten verdrehen, einen Irrglauben verstärken oder wilde Spekulationen auslösen. Propaganda und verzerrte Meldungen unterscheiden sich daran, wie viele Fehlinformationen präsentiert werden und wie stark die persönlichen Ansichten des Verfassers in den Artikel einfließen.

    Meldungen werden aber nicht nur durch „Kommentare“ verzerrt. Wortwahl und Kontext können die Darstellung einer echten Geschichte ebenfalls beeinflussen. Hier ein Beispiel aus der Berichterstattung über den Hurrikan Katrina:

    Ein Beispiel dafür, wie unterschiedliche Wortwahl eine Meldung beeinflusst.Die Ausgestaltung einer Story bestimmt, wie sie von der Zielgruppe wahrgenommen wird. (Quelle: AP, AFP)

    Die Begriffe Plündern und Finden sagen nicht dasselbe aus. Was können Sie tun, wenn Sie auf Meldungen dieser Art stoßen?

    Halten Sie sich an zuverlässige Nachrichtenseiten. Vertrauenswürdige Nachrichtenquellen stellen Fakten in der Regel objektiv dar, vor allem im Zusammenhang betrachtet. Trotzdem beschäftigen auch neutrale, seriöse Seiten hin und wieder Redakteure, die voreingenommen sind. Bleiben Sie also auf der Hut.

    Betrachten Sie soziale Medien mit einem skeptischen Auge. Beliebte Tweets oder Diskussionen können interessant sein und Ihnen eine neue Sichtweise aufzeigen, aber vermeiden Sie „Echokammern“ oder Gruppen mit vordefinierter Ideologie. Gerade Facebook-Gruppen sind oft Echokammern, in denen Überzeugungen unreflektiert verstärkt werden.

    Schlechter Journalismus

    Manche „Fake News“ sind keine böse Absicht oder sogar ungewollt. Dann hat einfach der Journalist versagt, weil er Fakten nicht sauber recherchiert, Leute falsch zitiert oder Daten fehlinterpretiert hat. Auf Basis von Fehlinformationen entstehen dann unbeabsichtigt falsche Schlussfolgerungen.

    Hier ein Beispiel dafür:

    Ein Beispiel einer Meldung, in der wichtige Informationen ausgelassen und die Fakten verdreht wurden.Falsche Dateninterpretation führt zu falscher Schlussfolgerung.

    Das mag technisch gesehen stimmen, ist aber extrem irreführend. Nur in 6 % der Totenscheine, auf die sich dieser Tweet bezieht, wurde COVID-19 als Todesursache angegeben. Das liegt aber daran, dass Totenscheine die unmittelbare Todesursache enthalten. In Wirklichkeit starben alle diese Menschen an COVID-19. Zwar nicht direkt an der Krankheit, aber an davon verursachten Komplikationen.

    Mangelhafter Journalismus lässt sich am schnellsten erkennen, wenn Sie sich nicht nur auf eine Quelle verlassen. Ein schlecht geschriebener Artikel kann auch darauf hinweisen, dass die Webseite nicht legitim ist und möglicherweise Werbeanzeigen enthält, über die Sie sich mit Malware infizieren – das sogenannte Malvertising. (Dagegen sind legitime Webseiten natürlich ebenso wenig immun; viele davon fallen Malvertising-Kampagnen zum Opfer.)

    Wenn Sie eine Webseite mit bösartiger Werbung besuchen, kann Ihr Gerät sofort beim Aufrufen der Seite infiziert werden. Diese Angriffe können Sie jedoch mit AVG AntiVirus Free vermeiden. Der integrierte Fake-Website-Schutz verhindert, dass Sie versehentlich auf betrügerischen Seiten landen, während der Web-Schutz alle Dateien auf versteckte Malware überprüft, bevor sie auf Ihren Computer heruntergeladen werden.

    So erkennen Sie Fake News

    Wer Fake News sofort erkennen möchte, muss vor allem sein kritisches Denken trainieren.

    Betrachten Sie eine Meldung aus mehreren Blickwinkeln. Wenn Sie sich das zur Gewohnheit machen, kommen Sie Fake News ganz leicht auf die Schliche.

    Sobald Sie Ihren Blick geschärft haben, fallen Ihnen Fake News schnell ins Auge. Die meisten unserer Tipps können Sie in wenigen Minuten umsetzen. Damit sind Sie bestens gerüstet, um künftig nicht mehr auf Fake News hereinzufallen.

    Wenn Sie das nächste Mal an einer Meldung zweifeln, wenden Sie die folgende Checkliste für Fake News an:

    Prüfen Sie die Quelle

    Auf welcher Webseite wurde die Meldung veröffentlicht? Webseiten mit Fake News sehen legitimen Webseiten oft täuschend ähnlich. Klicken Sie sich ein bisschen durch die Seite – wirkt sie vertrauenswürdig oder manipulativ?

    Alternativ können Sie nach dem Namen der Quelle in Verbindung mit dem Wort „vertrauenswürdig“ suchen.

    Die Top-Google-Treffer für die Abfrage „ist OAN vertrauenswürdig“ zeigen, dass die Quelle als rechtsextrem gilt.Eine kurze Google-Suche ergibt, dass OAN als rechtsextrem gilt.

    Sie erfahren, wie andere Menschen diese Quelle beurteilen und für welche Orientierung sie bekannt ist.

    Prüfen Sie, ob das Ereignis anderswo gemeldet wird

    Suchen Sie nach weiteren Artikeln über dieselbe Geschichte. Wenn alle Links auf dieselbe Nachrichtenquelle führen, sollten Sie ihr misstrauen. So einfach ist das.

    Sehen Sie über die Überschrift hinaus

    Lesen Sie den gesamten Artikel durch. Einige Journalisten kommen nicht direkt zur Sache, sondern lassen wichtige Fakten erst an späterer Stelle einfließen. Manchmal verrät eine kleine Information, warum die Überschrift die Story verzerrt wiedergibt.

    Ein Beispiel dafür ist dieser britische Bericht über einen Angriff der isländischen Sängerin Björk auf einen Reporter. Der Top-Kommentar weist darauf hin, dass der Reporter erst am Ende mehr Kontext zu dem Vorfall gibt, damit er spektakulärer wirkt.

    Ein Screenshot eines YouTube-Videos mit dem Titel „Björk greift einen Reporter an“.Eine reißerische Überschrift kann zur Fehlinterpretation einer Meldung führen ...

    img_06… es sei, man liest so lange weiter, bis der Kontext deutlicher wird.

    Recherchieren Sie den Verfasser

    Das Gesamtwerk und die Social-Media-Konten eines Journalisten können seine Tendenzen und Vorurteile verraten. Anhand seiner Online-Präsenz lässt sich einschätzen, ob ein Bericht seriös geschrieben wurde oder unter Fake News fällt.

    Prüfen Sie zugehörige Quellen und Daten

    Jeder gute Artikel enthält zahlreiche Verweise auf andere Quellen. Ein Artikel ohne Verweise gibt nur die eigene Meinung wieder. Prüfen Sie auch, worauf verwiesen wird – sind diese Quellen zuverlässig?

    Beachten Sie das Datum des Artikels

    Meldungen oder Videos, die schon Monate oder gar Jahre alt sind, können in Gesprächen über aktuelle Ereignisse erneut auftauchen, obwohl sie gar nicht mehr relevant sind. Ältere Berichte können immer noch Aufsehen erregen, eignen sich aber nicht zur Untermauerung aktueller Themen.

    Alles nur ein Witz?

    The Onion und The Daily Mash sind Beispiele für satirische Nachrichtenseiten. Die Artikel auf diesen Webseiten sehen oft aus wie echte Meldungen, aber ein kurzer Blick auf andere Artikel bestätigt, dass diese Webseiten 100 % Satire veröffentlichen.

    Bild eines offensichtlichen Fake-News-Artikels von The Onion.Ein offensichtlich satirischer Beitrag von The Onion.

    Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl

    Wenn etwas merkwürdig klingt, ist es das meistens auch. Niemand hat auf Anhieb alle Fake News erkannt und manchmal fallen wir immer noch darauf herein. Betrachten Sie Online-Medien mit skeptischem Blick. Dann fallen Überschriften, die reine Sensationsmache sind, sofort ins Auge.

    Seit wann gibt es Fake News?

    Der Begriff Fake News wurde schon im Laufe des 20. Jahrhunderts verwendet. Richtig populär ist er aber erst seit der US-Präsidentschaftswahl 2016. 

    Zu jener Zeit stellte Buzzfeed fest, dass Falschmeldungen auf Facebook häufiger angesehen wurden als echte Beiträge. Hunderte von Teenagern in Mazedonien schrieben reißerische Storys, um Werbeeinahmen von Facebook zu kassieren. Nachrichtenkanäle bezeichneten diese aus Geldgier verfassten Artikel als „Fake News“. 

    Für kurze Zeit blieb es auch dabei: Artikel mit spektakulären Überschriften sollten einfach nur Klicks generieren. Doch schon bald sorgte das Phänomen in der Weltpolitik für Aufsehen.

    Fake News auf dem Vormarsch

    Die Sache geriet außer Kontrolle, als Donald Trump alles und jedes, das ihm nicht passte, als Fake News bezeichnete. Seine Anhänger nahmen das leider sehr wörtlich und dachten, Trump würde vom politischen Apparat und führenden Nachrichtensendern verfolgt.

    Das schadete dem Vertrauen der Öffentlichkeit in die Medien erheblich. Der Hashtag #fakenews ging regelrecht viral. Heute wird der Begriff von Politikern und Reportern häufig für Artikel verwendet, die politischen oder finanziellen Interessen dienen.

    Warum verbreiten sich Fake News so rasant?

    Fake News gehen viral, weil Menschen von Natur aus sensationslüstern sind. Wir sehen uns gerne in unserer Meinung bestätigt und möchten diese weitergeben, indem wir Storys teilen, noch bevor wir ihren Wahrheitsgehalt überprüft haben. Wenn die sozialen Medien ins Spiel kommen, steht der rasanten Verbreitung von Fake News nichts mehr im Wege.

    Viele Quellen interessieren sich nur dafür, wie viele Klicks sie mit Fake News erzielen. Deshalb erfinden sie Meldungen, die genau den Überzeugungen und Vorurteilen ihrer Zielgruppe entsprechen. Virale Fake News können in der Realität bittere Konsequenzen haben, doch ihre Erfinder denken nur an den eigenen Geldbeutel.

    Wo finden sich Fake News am häufigsten?

    Webseiten mit Fake News sollen Werbeeinnahmen generieren und sind überall zu finden. Obwohl diese Webseiten zunächst normal aussehen, fällt der meiste Inhalt unter Clickbait oder Propaganda. „Bot-Konten“ auf Social-Media-Plattformen helfen, diese Meldungen zu verbreiten. Denn je häufiger sie auftauchen, desto glaubwürdiger scheinen sie. Gleichzeitig wird seriösen Medien die Verbreitung politischer Fake News vorgeworfen, nur weil Politikern und anderen Leuten die Berichterstattung eines Nachrichtensenders nicht gefällt.

    Die Erfinder von Fake News waren nicht unbedingt politisch motiviert. Trotzdem haben sich Fake News im angespannten politischen Klima der heutigen Zeit fest etabliert. Deshalb sollten Sie Meldungen immer überprüfen, bevor Sie sie mit Freunden oder Verwandten teilen.

    Schützen Sie sich vor gefährlichen Fake-News-Webseiten

    Unsichere Webseiten, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, haben wahrscheinlich auch keinen Respekt vor Ihrer Privatsphäre. Wenn eine Webseite mit zweifelhaften Mitteln das schnelle Geld sucht, wird sie auch keine Skrupel haben, Ihre Kreditkartendaten oder andere personenbezogene Daten zu stehlen. Solche Webseiten zeigen Werbung an, die augenscheinlich zum Geschäftsmodell gehört, in Wahrheit jedoch verborgenen Code enthält und Malware auf Ihren Computer herunterlädt. 

    Mithilfe dieser Tipps fallen Sie künftig nicht mehr auf Fake News herein. Aber für den Fall, dass Sie sich doch einmal täuschen lassen, sollten Sie Ihren Computer mit zuverlässiger Antivirus-Software ausstatten. 

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